Wechsel nach Österreich

1. FC Garmisch-Partenkirchen: Torjäger Stefan Lorenz verlässt den Verein

Verlässt den 1. FC Garmisch-Partenkirchen in Richtung Österreich: Stefan Lorenz (rotes Trikot).

Stürmer Stefan Lorenz verlässt den Landesligist 1. FC Garmisch-Partenkirchen und wechselt nach Österreich in die Regionalliga - Nachwuchstalent kommt zurück zum 1. FC

Garmisch-Partenkirchen – Mit Stefan Lorenz verliert der 1. FC Garmisch-Partenkirchen seinen zweitbesten Torschützen der unterbrochenen Saison.

Wechsel in die Tiroler Regionalliga

Der 20-Jährige wechselt in dieTiroler Regionalliga zum SC Imst

Quasi den umgekehrten Weg nimmt der zwei Jahre jüngere Julian Ademi, der vor einem Jahr aus der FC-Jugend zum FC Wacker Innsbruck übersiedelte und nun an den Gröben zurückkehrt. 

Weitere vier nachrückende Talente sorgen beim Landesligisten für mehr Tiefe im Kader.

Ziemlich genau acht Monate sind vergangen, seitStefan Lorenz zum letzten Mal als Torschütze geführt wurde. 

Im Heimspiel gegen den SV Mering, in dem die Werdenfelser am Ende mit 2:3 unterlagen, traf der Farchanter zur 1:0-Führung seines Teams. 

Ausgebildet in Innsbruck und bei Wehen-Wiesbaden

Lorenz´ siebter Saisonerfolg bleibt vorerst auch sein letzter für den FC

Der quirlige Linksfuß schlägt im Tiroler Oberland ein neues Kapitel seiner noch jungen Laufbahn auf. 

„Er bekommt dort Wohnung und Lehrstelle“, nennt Arne Albl die Beweggründe des mitunter in Innsbruck und bei Wehen-Wiesbaden ausgebildeten Kickers. 

„So ein Paket können wir nicht schnüren“, räumt der Sportvorstand des Klubs ein. Mehrmals versuchte der FC, Lorenz eine passende Arbeitsstelle zu vermitteln. Ohne durchschlagenden Erfolg. „Was sollen wir machen, wenn es ihm nicht gefällt“, bedauert Albl

Bei der Wohnungssuche war der FC ohnehin außen vor. „Wir haben keinen Sponsor, der Appartements vermietet.“

FC-Coach Saller verärgert über die Art des Abgangs

Gleichwohl findet Albl den Abgang „sportlich schade“. Eine signifikante Verbesserung für Lorenz sei der Wechsel aus seiner Sicht nicht. 

Vierte Liga klingt zwar im ersten Moment recht cool. Kenner der Strukturen im Nachbarland sehen das Spielniveau der dortigen Regionalligen allenfalls an das der Landesliga Südwest angelehnt. 

Coach Christoph Saller bekam den Wechsel von Lorenz eher beiläufig mit. Erwartet hätte er sich freilich eine persönliche Notiz des Spielers. „Das ärgert mich etwas“, betont der Coach.

Sei´s wie es ist. Lorenz wird ab sofort nicht mehr für den 1. FC auflaufen. 

Julian Ademi (17) kehrt zum 1. FC Garmisch-Partenkirchen zurück

Anders als Julian Ademi, von dem sich die Verantwortlichen einiges versprechen. Im Vorjahr entschied sich der variable Defensivspieler für den Innsbrucker Tivoli, weil dort – anders als in Bayern – mit 17 Jahren bereits in den Seniorenteams gekickt werden darf. 

Jetzt kehrt Ademi zum Heimatverein zurück. Saller weiß um die Stärken des Talents, bescheinigt ihm „viel Potenzial“, vornehmlich in den Bereichen „Einsatz und Willen“. 

Ademis technische Entwicklung müsse man in der Praxis vorantreiben. Er kann sämtliche Planstellen der Vierer-Abwehrkette besetzen oder im defensiven Mittelfeld auflaufen.

Leon Brudy nach Hüft-OP vor Rückkehr in den FC-Kader

Einen „halben“ Neuzugang bekommt der Landesligist mit Leon Brudy. Nach beidseitiger Hüft-OP steht Brudy vor der Rückkehr in den Kader –inklusive eines behutsamen Aufbaus. 

Saller rechnet daher erst Anfang 2021 mit einem voll einsatzbereiten Brudy

„Wir können uns den Luxus erlauben, Rekonvaleszente langsam wieder heranzuführen“, sagt der Coach mit Blick auf das aus FC-Sicht harmonische Tabellenbild. 

Zur Erinnerung: DieGarmisch-Partenkirchner rangieren mit 37 Zählern und 13 Punkten Vorsprung auf den Abstiegsrelegationsplatz auf Rang fünf der Tabelle. 

Weitere Nachwuchsspieler ergänzen den Kader des Herrenteams

Neben Ademi ergänzen Josip Radusin, Luka Strahonja undAdhurim Kadrijaj den Talentschuppen.

Auch bei Florian Augscheller stehen die Aussichten auf Einsätze in der Landesliga-Truppe nicht schlecht. 

Grund: Der 19-Jährige sei ein „körperlich robuster“ Kicker, der die Bälle in vorderster Linie entsprechend behaupten könne. „So einen Typ Stürmer haben wir sonst nicht“, gibt Saller zu bedenken.

Wann der Übungsleiter zum Trainingsauftakt bittet, steht indes noch nicht fest. 

Eigentlich plante Saller den Start der Vorbereitung für die Woche nach dem 20. Juli

Testspielgegner des 1. FC stehen bereits fest

Dieses Datum war der Stichtag für den Verband, ab wann wieder Körperkontakt im Training zugelassen werden sollte. Doch nun ging alles viel schneller: Bereits ab dem 8. Juli kann der normale Trainingsbetrieb wieder aufgenommen werden.

Die Testspielgegner für den FC stehen derweil bereits: TSV 1860 München II, Eintracht Karlsfeld, TSV Grünwald, ESV Penzberg, SV Raisting, ASV Habach und VfL Denklingen.

(Oliver Rabuser)

Quelle: Merkur.de

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