Hauk sorgt für wichtigen Dreier

Stier adelt Lehr: "Bester Fußballer in der Bayernliga"

Die „wichtigen offensiven Kopfbälle“ haben laut Gästetrainer Sören Dreßler die Farcheter Fußballer um Marian Knecht (Mi.) gegen Schwaben Augsburg gewonnen. Am Ende stand für den BCF ein 1:0-Erfolg und der zweite Heimsieg. foto: hl

Aufatmen beim BCF Wolfratshausen. Dank einer willensstarken Leistung feierte der dezimierte Bayernligist einen 1:0-Erfolg über den TSV Schwaben Augsburg. Beachtlich: Erstmals in dieser Saison blieben die Farcheter ohne Gegentreffer.

Er konnte nicht so, wie er gerne gewollt hätte. Marco Stier wäre wohl am liebsten unmittelbar mit dem Schlusspfiff auf jeden seiner Spieler zugerannt und hätte ihn umarmt. Doch war Wolfratshausens Cheftrainer schwer gehandicapt. Stiers linkes Bein kleidete eine orthopädische Schiene, als Folge einer kapitalen Bänderverletzung im Knie. So musste der 33-Jährige mit der Jubel-Sparversion vorliebnehmen. Er ballte mehrmals die Fäuste und fauchte seine Erleichterung in den verregneten Taghimmel hinaus.

Nach kurzer Kosmetik in der Kabine, erschien der Coach gelöst zur Pressekonferenz, um zur kollektiven Eloge anzusetzen. Seine Mannschaft habe durch die kritische Berichterstattung des Vorwochenendes eine „Jetzt erst recht-Mentalität“ entwickelt und eine „tolle Leistung gegen einen guten Gegner“ geboten. Produkt dessen sei ein „sehr, sehr wichtiger Dreier“ für den Klub, denn mit ihrem zweiten Saisonerfolg haben die Wolfratshauser Anschluss an das Mittelfeld der Tabelle gehalten. Seinem Augsburger Kollegen war es derweil eher nach trist-sachlicher Wortwahl zumute. Sören Dreßler räumte die Rechtmäßigkeit des BCF-Siegs ein. Primär, weil seine Equipe keinen „wichtigen offensiven Kopfball“ für sich entscheiden konnte. Zudem „sehr ungenau“ vorgegangen sei. Mit der Verlegung der Partie auf den Kunstrasenplatz ging der Schwaben-Trainer dagegen nicht d´accord. Dreßler bedauerte, dass das kleine Spielfeld vom Fußballverband überhaupt zugelassen sei und geißelte die von Zweikämpfen und Standards geprägte Begegnung als „Witzveranstaltung“. Das nahm man im Lager des Heimvereins so zur Kenntnis, ließ es aber unkommentiert und somit zu einer Randnotiz an einem launigen Nachmittag verkommen.

Die Zufriedenheit Stiers hatte seine Gründe. Kapitale Schnitzer in der Defensive blieben diesmal aus, der BCF deswegen ohne Gegentreffer. Bemerkenswert, musste doch der Ball bis dato 21 Mal aus dem eigenen Kasten gefischt werden. Nicht zuletzt war der gut aufgelegte Alexander Heep im Farcheter Kasten immer dann zur Stelle, wenn wirklich Gefahr im Verzug war. Und er hielt in wenigstens zwei Situationen herausragend.

Und selbst das von Stier so schmerzlich vermisste Glück war wieder ins Isar-Loisach-Stadion zurückgekehrt. Schon im ersten Spielabschnitt war Fortuna zur Stelle, als Augsburgs Fabian Krug von der Strafraumgrenze ein echtes Pfund an die Querlatte setzte. Spätestens in der Nachspielzeit war die Glückgöttin schwer im Einsatz für den BCF. Zwei Situationen, in denen Verteidiger die Hand unlauter am Ball hatten, blieben ungesühnt. Die Pfeife des Unparteiischen blieb stumm, ganz im Gegensatz zum Augsburger Anhang.

So aber blieb es beim Siegtor von Angelo Hauk aus der 19. Minute. Dieses hatte Jona Lehr – laut Stier „der beste Fußballer der Bayernliga“ – mit einem feinen Tempodribbling und exaktem Zuspiel in die Schnittstelle eingefädelt. Lehr war es auch, dessen Kopfball an die Unterkante der Latte klatschte, womit der BCF aber einen frühzeitigen Ausbau der Führung verpasste.

BCF Wolfratshausen – Schw. Augsburg 1:0 (1:0)Tore: 1:0 (19.) Hauk.Schiedsrichter: Andreas Hummel (TSV Betzigau). – Gelbe Karten: Potenza, Nummer, Gobitaka (alle BCF); Plesner, Löw, Ekin (alle TSV). – Zuschauer: 100.BCF: Heep – Reitl (70. Gobitaka), Kantar, Nummer, Potenza, Bonic, Lehr, Schnabel, Puta (90. + 1 Ott). Knecht (90. + 4 Tomicic), Hauk.

Quelle: fussball-vorort.de

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