BCF Wolfratshausen vor Wochen der Wahrheit

Stier: "Brauchen mindestens zwei Siege"

Zurück beim BCF - vielleicht sogar als Spieler: Mitch Rödl (Mi.) fungiert jetzt als Co-Trainer von Marco Stier und schnürt vermutlich bald auch wieder seine Fußballschuhe. Foto: or

Wolfratshausen – Für die Fußballer des BCF Wolfratshausen beginnen nun die (englischen) Wochen der Wahrheit. Noch ist der Rückstand des Bayernliga-Schlusslichts überschaubar. Die Relegationsplätze liegen mit einem Abstand von einem Zähler in Reichweite. Bis zum direkten Klassenerhalt sind es nach einem Drittel der Saison bereits fünf Punkte. „Wir dürfen von den nächsten drei Spielen keines verlieren“, stellt Trainer Marco Stier klar.

Am Samstag gastiert die SpVgg Hankofen in Farchet. Differenz zum Ballclub: Sechs Zähler, acht Plätze. Kommenden Dienstag geht es nach Traunstein, zu einem unmittelbaren Konkurrenten im Tabellenkeller. Danach an die Grünwalder Straße zur Reserve des TSV 1860, im Tableau momentan Nachbar der Hankofener. Stier wird präziser: „Wir brauchen mindestens zwei Siege.“ Der Farcheter Coach räumt eine „angespannte Lage“ ein, sieht aber auch einen Vorteil: „Wir kennen diese Situation.“ Seine Elf habe „keinen Bammel“ vor dem wachsenden Druck. Die Mannschaft sei stets dann positiv in Erscheinung getreten, wenn sie „Endspiele“ zu bestreiten hatte.

Vergangenen Sonntag traf man sich auf dem Oktoberfest. Um die vergangenen Wochen und den Absturz an das Tabellenende einfach mal auszublenden. Stier spricht von einem gelungenen Mannschaftsabend, der das Gefühl der Zusammengehörigkeit gestärkt habe: „Für die Moral eine gute Sache.“

Der 33-Jährige selbst bastelte in den vergangenen Tagen an den personellen Strukturen. Seit der Demission von Co-Trainer Günter Wernthaler trug Stier sämtliche sportliche Lasten auf seinen Schultern. „Das bin ich eigentlich nicht“, betont er. Ab sofort fungieren mit Mitch Rödl und Angelo Hauk der letztjährige, respektive aktuelle Kapitän als seine Assistenten. Rödl kam von sich aus auf Stier zu, bot ihm an, neben der wöchentlichen Athletikeinheit fortan regelmäßig mitzuhelfen. Der Coach packte die Chance beim Schopf und überredete den 32-Jährigen gleich noch, die Kickstiefel wieder anzuziehen. Um einen Routinier mehr in petto zu haben. Prompt sagte Rödl zu. „Er braucht noch etwas, aber steht die gesamte Saison zur Verfügung“, erläutert der Coach.

Hauks Unterstützung kommt freilich nicht von ungefähr. Er und Stier sind enge Freunde; der Trainer spricht von einer „länger geplanten Sache“. Und dies über die limitierte Zeit beim BCF hinaus. Hauks Wunsch sei es, nach der aktiven Karriere dem Fußball erhalten zu bleiben. Dies wird fortan an der Seite von Stier passieren: „Angelo wird mich in Zukunft begleiten – egal, wohin.“ Für’s erste reicht aber ein kurzer, aber knackiger Schritt heraus aus dem Keller der Bayernliga Süd.

Text: Oliver Rabuser

Quelle: fussball-vorort.de

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