Zehn Tage Regeneration für den BCF

Stier feiert "todeswichtiges" Freilos

Nicht mit rechts, sondern mit links machte Sandro Wolfinger (Mi.) den 2:1-Sieg des BCF perfekt. Damit vermasselten die Farcheter dem TSV Landsberg den Klassenerhalt und sicherten sich ein Freilos in der ersten Relegationsrunde. foto: or

Die Aussichten auf den Ligaverbleib haben sich verbessert: Der BCF Wolfratshausen sicherte sich durch einen 2:1-Sieg beim TSV Landsberg ein Freilos für die erste Relegationsrunde. Am Mittwoch in einer Woche führt die Reise der Farcheter dann auf jeden Fall an den Lech.

Multi-Tasking im Hause Stier. Im Hintergrund sind Kinder und der Hund zu hören. Marco Stier sitzt derweil vor seinem Laptop, führt sich noch einmal die Partie vom Samstag zu Gemüte, verfolgt zugleich das Brimborium um die Relegations-Auslosung. Das Ergebnis überraschte den BCF-Coach: Von wegen Dachau oder Traunstein, Farchet trifft auf den Sieger aus dem Duell Türkspor Augsburg (Landesliga Südwest) und TSV Landsberg. Mit der Einteilung kann Stier gut leben. Zumal man den Landsbergern eben erst verdeutlichte, „wie gut wir sein können“. Der Cheftrainer unterstellt den Lechstädtern nach der Niederlage am Samstag eine gehörige Portion Frust: „Das ist schon ein psychologischer Vorteil für uns.“ Stiers individuelle Trumpfkarte ist die Gelegenheit zur Spionage: „Ich kann mir am Mittwoch und Samstag beide möglichen Gegner anschauen.“

Wiederholt sich die Geschichte von vor drei Jahren? Auch damals wartete Wolfratshausen auf seinen Relegationsgegner. Holzkirchen setzte sich gegen Ismaning durch, unterlag danach dem BCF in zwei engen Matches. Auch diesmal können die Farcheter der Dinge harren, sich regenerieren und über zehn Tage akribisch vorbereiten. Alleine deswegen ordnet Stier das Freilos als „todeswichtig“ ein. Farchet wird mit der Überzeugung von vier Partien ohne Niederlage und eines Abschlusssieges in die Ausscheidung starten.

Den TSV Landsberg packten sich die Flößerstädter ganz nach dem Gusto ihres leitenden Angestellten. „Taktisch super gespielt“, verwies Stier auf den Spielaufbau mit drei Mann im Mittelfeld. Immer wieder fanden sich Räume für die Gäste. Vom Mute der Verzweiflung war bei den Platzherren trotz der Aussicht auf den direkten Klassenerhalt wenig zu sehen. „Landsberg wirkte wie gelähmt“, beobachtete Stier. Wohl auch ein Grund, warum der Strafstoß zum Führungstreffer nach Mustafa Kantars übereifrigem Tackling erst im zweiten Nachschuss ins Ziel fand.

Farchet schüttelte sich, hatte erste gute Gelegenheiten durch Angelo Hauk und Gilbert Diep. Der Ausgleichstreffer nach einer halben Stunde resultierte aus einer flotten Stafette über Mitch Rödl und Jona Lehr, die Hauk aus spitzem Winkel erfolgreich vollendete. Der BCF war auf Ballbesitz bedacht, raubte so den Landsbergern mehr und mehr die Physis. Eingangs der Schlussphase war es dann soweit: Ein Gegenzug über Andrej Skoro führte zum eingewechselten Sandro Wolfinger. Der Lichtensteiner schlug noch einen Haken, ehe sein Linksschuss im Winkel des TSV-Kastens einschlug. Während Stier für die ersten 80 Minuten das Spielgerät in einem Verhältnis von 70:30 in den eigenen Reihen sah, musste er für die letzte Phase einige wackelige Momente einräumen. Gleichwohl hätte Wolfinger bei einem „Granaten-Konter“ für Entspannung bei allen Wolfratshauser Beteiligten sorgen können.

TSV Landsberg – BCF Wolfratshsn. 1:2 (1:1)Tore: 1:0 (21.) Bonfert, 1:1 (32.) Hauk, 1:2 (73.) Wolfinger. – Schiedsrichter: Sven Bode (DJK Eibach/Nürnberg). – Zuschauer: 580.

BCF: Karaca - Rödl, Potenza, Kantar (75. Scheck), Skoro, Gr. Diep (69. Moll), Kotani, Schnabel 59. Wolfinger), Lehr, Hauk, Gil. Diep.

Quelle: fussball-vorort.de

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