Echte Abstiegskämpfer

Stier: "Kampf bis zum letzten Spieltag"

Marco Stier schaffte mit dem BCF die Wende.
+
Marco Stier schaffte mit dem BCF die Wende.

BCF Wolfratshausen - Man muss für gewöhnlich kein Mathe-Genie sein, um eine Fußball-Tabelle lesen zu können. Die Bayernliga aber erfordert derzeit auch Grundkenntnisse in Wahrscheinlichkeitsrechnung.

So ist der BCF Wolfratshausen zwar erstmals seit dem 2. Spieltag wieder auf einen Nichtabstiegsplatz gesprungen, tut aber gut daran, sich nun nicht in Sicherheit zu wähnen. Schließlich hat die gesamte Konkurrenz dahinter noch zwei bis drei Nachholspiele vor der Brust. „Die müssen sie aber erst mal gewinnen“, sagt Trainer Marco Stier.

Nach drei Siegen in Folge darf er durchaus ein bisschen stolz sein. Im September letzten Jahres hatte er eine Mannschaft übernommen, die sieben der ersten acht Spiele verloren hatte und nach heftigen Turbulenzen Auflösungserscheinungen zeigte. Sechs Spieler hatten sich mit Trainer und Sportchef solidarisch erklärt und waren gegangen, Stier, der durch gute Arbeit in Aying aufgefallen war, schien sich auf ein Himmelfahrtskommando einzulassen.

Es spricht für das Selbstbewusstsein des früheren Bremer Profis, dass er trotzdem fest an die Chance glaubte. Sukzessive baute er das Team um, holte mehr als ein Dutzend Spieler, nutzte die Wintervorbereitung, um mit einem runderneuerten BCF ins Frühjahr zu starten. In der Rückrundentabelle ist man schon Siebter, neun Punkte holte man zuletzt gegen direkte Konkurrenz, der Kampf aber, warnt Stier, werde „bis zum letzten Spieltag“ gehen.

Beim 2:1 gegen Hankofen spürte er, dass „die Mannschaft den Abstiegskampf voll angenommen“ hat, sie zeigte all die Tugenden, die man dafür braucht. Trotz des Umbruchs hat Stier ein echtes Team zusammengeschweißt, das den dritten Sieg in Folge gemeinsam feierte.

Und nicht vergaß, um Mitternacht dem Trainer per Video Glückwünsche zu schicken: Der nämlich wurde am Sonntag 33.

FUSSBALL-AMATEURE

Die Amateurfußballseite erscheint jeden Mittwoch. Autor ist Reinhard Hübner, erreichbar unter komsport@t-online.de

Quelle: fussball-vorort.de

Auch interessant

Meistgelesen

Der Everest ist nicht genug
Der Everest ist nicht genug
TSV Poing: Quartett kommt vom Kirchheimer SC
TSV Poing: Quartett kommt vom Kirchheimer SC
Gruppeneinteilung: Drei Teams der SpVgg Altenerding in der BOL
Gruppeneinteilung: Drei Teams der SpVgg Altenerding in der BOL
„Wie viele Kinder und Jugendliche sind nach Corona noch dabei?“
„Wie viele Kinder und Jugendliche sind nach Corona noch dabei?“

Kommentare