Vor dem Relegationskracher gegen Landsberg

Stier optimistisch: "Sind auf jeden Fall bessere Mannschaft"

Marco Stier und sein BCF treffen auf alte Bekannte. F: Lippert

Dass der BCF Wolfratshausen im Lech nach dem Klassenerhalt fischen muss, stand bereits fest. Jetzt ist auch der genaue Ort bekannt: Der TSV Landsberg setzte sich mit zwei Remis gegen Landesligist Türkspor Augsburg durch.

Natürlich war es Zufall, dass sich die Farcheter und die Lechstädter ausgerechnet im letzten Bayernliga-Punktspiel gegenüber standen. So wollte es der Terminplan. Weniger überraschend ist freilich das neuerliche Aufeinandertreffen beider Teams – beide saßen im Tabellenkeller fest und verpassten gute Gelegenheiten, dort heraus zu klettern. Der BCF patzte ausgerechnet nach drei euphorisierenden Siegen unmittelbar nach der Winterpause, als der direkte Ligaverbleib zwischenzeitlich greifbar nahe schien. Landsberg hingegen versagte an jenem letzten Punktspieltag, als der Ballclub im Sportpark zu Gast war. Ein Heimsieg hätte den TSV aller Sorgen und Ängste entledigt.

Hätte, Wenn und Aber – die Faktenlage ist eine andere. BCF und TSV streiten um einen der letzten freien Plätze in der Bayernliga Süd. Nur der Sieger darf bleiben. Wer dieses Privileg genießen darf, steht zumindest für einen Beteiligten außer Frage. „Wir sind in jedem Falle die bessere Mannschaft“, betont Marco Stier. Der Farcheter Coach war auf Spionagetrip, beobachtete beide Partien der ersten Relegationsrunde und sammelte dabei wichtige Erkenntnisse. Etwa das glückliche Weiterkommen der Landsberger. „Sie hatten sich schon fast aufgegeben“, urteilte Stier nach einem beeindruckenden Sturmlauf der Augsburger. „Die waren klar besser.“ Doch erinnerten ihn die Südländer auch ein wenig an die eigene Equipe: „Sie haben ihre Chancen nicht genutzt.“ Landsberg kam nach einem Standard und durch ein halbes Eigentor jeweils zum Ausgleich, führte den Spielverlauf dadurch ad absurdum. Ein völlig anderes Bild dann im Rückspiel am Samstag. Der TSV präsentierte sich vor über 1200 Zuschauern bissig. Die Mannschaft sei „wie ausgewechselt und kämpferisch stark“ (Stier) aufgetreten. Die Augsburger hingegen hatten physisch nichts entgegenzusetzen. Ein später Handelfmeter schmeichelte beim Resultat, änderte aber nichts mehr. „Landsberg ist letztlich verdient weiter gekommen“, resümierte der BCF-Trainer, der seinen Kicker mit vier trainingsfreien Tagen ein verlängertes Wochenende gönnte. „Der Kopf muss stimmen“, hofft der 33-Jährige auf die nötige Frische beim heutigen Abschlusstraining. Denn: Am Mittwoch, 31. Mai, um 18.30 Uhr in Landsberg (Rückspiel: Samstag, 3. Juni, 16 Uhr, Isar-Loisach-Stadion) werde es „deutlich mehr“ zur Sache gehen, als beim finalen Punktspiel. Der Gegner könnte durch die jüngsten Ereignisse die „dritte Luft“ bekommen. Stiers eindringliche Warnung: „Wir müssen sehr wach sein.“

Quelle: fussball-vorort.de

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