Keine Angst vor großen Tieren

Stier: "Wir wollen unseren Aufwärtstrend fortsetzen"

Der Konkurrenz enteilen möchten die BCF-Fußballer um Marian Knecht (vorne), die am Sonntag bei der Reserve des TSV 1860 München zu Gast sind. Der Stürmer kommt immer besser zurecht und hat bereits sieben Tore erzielt. Foto: or

Vom großen Namen darf sich der BCF Wolfratshausen nicht einschüchtern lassen, wenn er am Sonntag (16 Uhr) an der Grünwalder Straße bei der Zweiten Mannschaft des TSV 1860 München antritt.

Schafft der Ballclub den Sprung über jene magische Linie, die das Mittelfeld der Tabelle von der Abstiegszone abgrenzt? Es ist möglich. Ein wenig muss die Konkurrenz mitspielen, in erster Linie aber stehen die Farcheter selbst in der Pflicht. Der dritte Sieg en bloc ist hiefür unabdingbar. Sollten dann die anderen Ergebnisse nicht ganz nach Wunsch auffallen – egal. Denn nach Punkten hätte der BCF in jedem Fall zur Konkurrenz aufgeschlossen.

Die beiden jüngsten Heimsiege geben dazu Anlass, optimistisch zu sein. Die Mannschaft lässt sich von Rückschlägen nicht aus der Fassung bringen, wird von ärgerlichen Zwischenständen eher noch angestachelt. Wille, Leidenschaft und Moral passen. Selbst wenn fußballerisch nicht immer alles klappt. „Natürlich freue ich mich. Man kann etwas durchschnaufen“, gibt Marco Stier Einblick in seine Gefühlswelt. Doch so recht traut der Farcheter Trainer dem Braten nicht. Ungern erinnert er sich an das Frühjahr 2017, als der BCF nach der Winterpause mit eben drei Erfolgen eine stabile Plattform für den Klassenerhalt errichtet hatte. „Und dann haben wir doch wieder verkackt“, stellt der 33-Jährige unverblümt fest. Der Rest ist Legende: Wolfratshausen schaffte den Ligaverbleib erst in der Relegation. Dies heuer zu vermeiden kann das einzige Ziel des Ballclubs sein. Das verdeutlichten die vergangenen Wochen am hintersten Ende der Tabelle sehr deutlich.

Erstmals offenbart sich jetzt eine veritable Chance, nicht mehr als potenzieller Abstiegskandidat wahrgenommen zu werden. Das dritte Mal in Serie bekommen es die Wolfratshauser mit einem Tabellennachbarn zu tun. Zweimal konnte man den Opponenten den Weg weisen. Gelingt das gegen die Sechziger auch? Die Reserve des Traditionsvereins ist mehr als nur ein Mitkonkurrent. Sie ist – obwohl sportlich mäßig unterwegs – eine Besonderheit dieser Spielklasse. Beileibe nicht die Mega-Attraktion, wie die „großen“ Löwen in der Regionalliga. Dennoch eine klangvolle Besonderheit. „Es ist der Name“, weiß Stier. In der Mannschaft wird anders über dieses Spiel gesprochen. Gegen 1860 spielt man schließlich nicht jeden Tag. Selbst wenn es nicht im traditionsreichen Stadion an der Grünwalder Straße sein wird, sondern zehn Minuten Fußweg südlicher auf dem Trainingsgelände der Löwen. „Die Euphorie, gegen 1860 zu spielen, ist bei uns in jedem Falle da“, fasst Stier die Vorfreude seiner Kicker zusammen.

Aber Vorsicht: Sämtliche Münchner Kicker haben eine fundierte Ausbildung genossen. „Wir dürfen ihnen keine Räume geben, sonst kontern sie uns aus“, warnt der BCF-Coach. Seine Elf müsse partout „über den Zweikampf“ kommen. „Wir wollen unseren Aufwärtstrend fortsetzen“, stellt der Ex-Profi klar.

BCF: Heep - Bomic, Kantar, Nummer, Skoro, Knecht, Potenza, Onyemaeke, Puta, Lehr, Hauk; Karaca, Reitl, Rödl, Tomicic, Endl, Butge, Gobitaka.

Quelle: fussball-vorort.de

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