Stoiber: "Wir haben mit Glück, aber auch verdient gewonnen."

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Prost, Trainer: BCF-Fan Dr. Edmund Stoiber (re.) und Coach Reiner Leitl stoßen auf den Klassenerhalt in letzter Sekunde an.

BCF Wolfratshausen/TuS Holzkirchen - Stimmen zum 2:1-Sieg des BCF Wolfratshausen über den TuS Holzkirchen im entscheidenden Relegationsspiel.

Reiner Leitl (Trainer des BCF): „Meine Mannschaft hat in der ersten Halbzeit sehr gut gespielt. Das war das Beste, was ich seit langem gesehen habe. In der zweiten Spielhälfte waren wir uns vielleicht zu sicher, hätte eigentlich das 3:0 machen müssen. Das Gegentor war unglücklich, weil Christoph Hüttl den Ball ins Zentrum klärt. Dadurch mussten wir bis zum Schluss zittern. Gott sei Dank haben wir es geschafft. In der Halbzeit haben alle Spieler miteinander gesprochen. Das war ein Zeichen, dass sie die Geschichte positiv erledigen wollten. So eine Saison wünscht sich kein Trainer. Die Spieler müssen lernen, dass es ohne Fitness nicht geht. Das hat man heute gesehen. Ich hoffe die Jungs kapieren, dass sie mehr trainieren müssen.“

Dr. Edmund Stoiber (ehemaliger Ministerpräsident und großer BCF-Fan): „Wir haben am Ende mit Glück, aber auch verdient gewonnen. Entscheidend war das Tor in der ersten Minute. Das hat Sicherheit gebracht. Denn wir sind in dieser Saison kaum einmal in Führung gegangen. Die letzten zehn Minuten waren für die Farcheter Anhänger brutal. Aber so ist Fußball. Alles in allem war es verdient, weil wir heuer viele Spiele knapp und unglücklich verloren haben. Der Klassenerhalt ist ein Riesenerfolg für den BCF. Er bleibt dadurch weiter das Aushängeschild im Oberland. Nachdem einige Spieler wohl weggehen werden, beginnt jetzt der Neuaufbau.“

Donato Longo (Co-Trainer Holzkirchen): „Das frühe Gegentor hat die Jungs verunsichert. Wir sind trotzdem sehr stolz auf die Manschaft und auf unsere Fans. Die waren super.“

Stefan Kinshofer (Abwehr Holzkirchen): „Für die starke Saison können wir uns nichts kaufen. Es ist sehr bitter, so kurz vor dem Ziel zu scheitern. Wir hätten den Aufstieg nach den vier Relegationsspielen verdient gehabt.“

Alexander Pilik (Mittelfeld Holzkirchen): „Die Gegentore fielen zu ganz schlimmen Zeitpunkten. Dadurch war es für uns schwierig zurückzukommen. Und der Ball wollte in beiden Spielen einfach nicht ins Tor. Für uns ist das Thema aber abgehakt. Es geht ja schon bald wieder weiter.“

Fabrizio Capocefalo (Mittelfeld Holzkirchen): „Die Enttäuschung ist sehr, sehr groß, weil wir so kurz davor waren. Vielleicht hat uns etwas die Kraft gefehlt. Trotzdem war es eine sensationelle Saison.“

Markus Müller (Mittelfeld): „Es lag daran, dass wir gegen Wolfratshausen nur einmal getroffen haben. Wir hätten in beiden Spielen zusammen vier oder fünf Tore machen müssen. Aber auch so war es eine Top-Saison, auf die wir stolz sein können.“

Wolfgang Mayr (Mittelfeld): „Wir haben es verpasst, die Relegation im Hinspiel zu entscheiden. In Wolfratshausen haben wir die erste Halbzeit verschlafen. Nächste Saison greifen wir wieder an. Dann werden wir eben direkt Meister.“

Maximilian Dengler (Angriff): „Jetzt dürfen wir in der Landesliga nachsitzen, das haben wir uns selbst zuzuschreiben. Ein 1:0 im Hinspiel hätte gereicht.“

Andreas Schmidpeter (Vorsitzender TuS): „Die Mannschaft hat eine geniale Saison gespielt, hat sich entwickelt und bleibt zusammen. Ich denke daher, dass wir in den nächsten Jahren den Sprung in die Bayernliga irgendwann schaffen werden. Das wäre mein Wunsch, der muss sich aber nicht gleich nächste Saison erfüllen.“

Benedikt Zeisel (Torwart und Kapitän): „Die glücklichere Mannschaft hat gewonnen, nicht die bessere. Die neue Saison gehen wir genauso an, als wenn wir aufgestiegen wären. Einsatz und Motivation sind nicht von der Liga abhängig. Wenn ich das Trikot anziehe, will ich mein Bestes geben und gewinnen.“

Florian Bacher (Angriff): „Es war eine grandiose Saison. So kurz vor dem Ziel zu scheitern, ist umso bitterer. Jeder hat für den anderen gekämpft. Wenn wir mit dieser Einstellung in die neue Saison gehen, ist wieder etwas drin. Wir sind stark genug, noch eins draufzulegen.“

Sean Erten (Mittelfeld): „In Wolfratshausen waren wir nervös. Und der BCF hat uns mit dem ersten Tor kalt erwischt. Beide Spiele betrachtet, ist es ungerecht, dass wir verloren haben. Aber so ist Fußball eben. Jetzt genieße ich erst mal den Urlaub.“

Quelle: fussball-vorort.de

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