Stolpersieg auf nicht gemähter Kuhwiese

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Der Schütze zum 1:0 für den TSV Eching: Janis Hoffmann. Foto: or

TSV Eching - Der Start ist geglückt für den TSV Eching. Hinter dem 3:2-Sieg des Landesligisten bei der SpVgg Plattling steckt aber ein fast grausames Spiel.

Im Vorfeld der Saison wurde schon ein bisschen spekuliert über einen internen Wettstreit oberbayerischer Technikfußballer gegen niederbayerische Rustikalkicker. Die Umstände im tiefsten Niederbayern nährten mit zusätzlichen Argumenten die Diskussion.

„Das war eine seit einer Woche nicht mehr gemähte Kuhwiese“, sagte Fußball-Abteilungsleiter Marcus Heiss. Die nur bedingt auf Fußball Appetit machenden Umstände wurden komplettiert von den Spielbällen, denen etwas Luft fehlte. Die Echinger vermuteten etwas System in den Rahmenbedingungen, aus denen fast logisch ein Spiel auf ganz niedrigem Niveau entstand.

Unterhaltungswert bekam der Kick durch fünf Tore in 44 Minuten und einige Zuschauerkommentare, bei denen es galt, kühlen Kopf zu bewahren. Wie erwartet, blieb Stürmer Thomas Eckmüller zum Punktspielstart in der Innenverteidigung gesetzt. Er machte seine Sache ganz gut und dürfte den Posten weiter behalten. Dennoch standen die Echinger in der Defensive nicht so stabil, wie sie es sich vorgenommen hatten.

Außenverteidiger Ferhat Serefliogullari hatte keinen guten Tag erwischt. Als zur Pause Tobias Brand auf der Sechs eingewechselt wurde und Enzo Potenza in die Viererkette zurück ging, wurde der Verbund stabiler. In der Offensive erwischten die Schützlinge von Trainer Rainer Leitl einen Traumstart dank zweier Ecken von Peter Enckell zur 2:0-Führung nach 14 Minuten.

Bei der ersten Standard kam der Ball im großen Pulk im Fünfer zum Liegen und Janis Hoffmann beförderte die Kugel über die Linie (7.). Die zweite Ecke flankte am langen Pfosten Fabi Hrgota zurück in den gefährlichen Bereich und diesmal vollendete Leo Mayer (14.). Plattling schlug aber in einem ebenso atemberaubenden Tempo zurück. Dem Anschlusstreffer gingen erst zwei missglückte Klärungsversuche von Ludwig Stegmeier und Ferhat Serefliogullari voraus. Michael Skornia schloss ab (19.) und 180 Sekunden später war der starke Angreifer noch einmal zur Stelle. Diesmal waren die beiden Innenverteidiger Hoffmann und Eckmüller zwar dran, aber eben doch nicht nah genug. Eine Minute vor der Halbzeit lag Eching erneut wieder vorn, diesmal aber mit gütiger Mithilfe aus Plattling. Peter Enckell schlug einen Diagonalball auf Fabi Hrgota, der auf dem Weg zu einer guten Chance war. Der Verteidiger kam in höchster Not an den Ball und köpfte ihn über den herauslaufenden Torwart hinweg.

Durchgang zwei endete dann torlos, weil bei Eching die Ordnung stimmte. Plattling rannte zwar an, aber den Niederbayern fehlten die Mittel, um im größeren Stil Gefahr zu erzeugen. Auf der anderen Seite hatte der TSV in der Schlussphase einige gute Kontersituationen, die aber ohne Erfolg blieben, weshalb man bis zum Schlusspfiff zittern musste.

Quelle: fussball-vorort.de

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