28-Jähriger will aus Rechtsstreit Lehren ziehen

Strobl gegen Pipinsried: Keine Einigung vor Gericht

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Tobias Strobl will weiterkämpfen.

TSV Schwabmünchen / FC Pipinsried - Am Mittwoch trafen sich Tobias Strobl und der FC Pipinsried vor Gericht. Der ehemalige Spielertrainer wollte für seinen neuen Verein in der Rückrunde auflaufen. Einigen konnten sich die beiden Parteien nicht.

Dass Konny Höß auf Tobias Strobl nicht gut zu sprechen ist, ist längst kein Geheimnis mehr. "Er hat uns im Stich gelassen", schimpfte der eigenwillige Pipinsried-Macher im Dezember noch. Zur neuen Saison heuert Strobl beim SV Manching als Spielertrainer an. Vorher will er aber noch den TSV Schwabmünchen vor dem Abstieg aus der Bayernliga retten.

Der Tabellenvorletzte würde ihn gerne auch als Spieler auf dem Feld sehen. Doch da kommt sein Ex-Verein Pipinsried ins Spiel. Da Strobl noch bis Sommer mit einem Amateur-Vertrag ausgestattet ist, bedarf es der Zustimmung des Dorfklubs aus dem Landkreis Dachau. Konny Höß zeigte sich unversöhnlich und am Mittwoch trafen sich die beiden Partein deshalb vor Gericht.

"Wir wussten genau, was passiert", sagt Strobl im Gespräch mit Fussball Vorort am Tag nach der Verhandlung am Arbeitsgericht München. Die Zustimmung, dass Strobl für den TSV Schwabmünchen auflaufen darf, wurde von der Seite des FCP erwartungsgemäß verweigert. Strobl und Schwabmünchen wurden mit ihrer Meinung sogar bestätigt, doch das ändert erst einmal nichts. Deshalb kommt es jetzt zu einer Hauptverhandlung. Bis diese allerdings über die Bühne gegangen ist, ist die Saison in der Bayerliga ziemlich sicher gelaufen. Strobl wird in Schwabmünchen also nur von der Seitenlinie dirigieren und nicht vom Spielfeld aus.

Warum also weiterstreiten, wenn er doch am Ende eh nicht mehr für den TSV spielen darf? "Das ist für den Fußball ein schockierendes Urteil", findet der 28-Jährige. "Du verkaufst mit einem Amateurvertag ja dann Leib und Seele." Auch deshalb wil Strobl weiterkämpfen, damit in Zukunft Klarheit herrscht. "Das ist ein krasses Urteil. Was bedeutet das für einen Amateurvertrag?", will der Mittelfeldspieler wissen.

Seine Lehren aus der Geschichte hat er für sich aber längst gezogen. "Ich werde keinen Drei-Jahres-Vertrag mehr unterschreiben. Maximal noch für zwei Jahre", sagt Strobl, der zum ersten Mal vor Gericht stand und ein mulmiges Gefühl hatte. "Ich war geknickt und schockiert", beschreibt er sein Innenleben.

Für den TSV Schwabmünchen bedeutet es also, dass sich der Trainer jetzt voll auf das Coaching konzentrieren kann bzw. muss. Davon ist der Verein im Vorfeld ohnehin ausgegangen. Die Spielberechtigung wäre ein willkommenes Zuckerl gewesen. Seine Aufgabe wird Strobl mit großem Ehrgeiz angehen, wie er betont: "Das ist für mich eine neue Erfahrung, weil ich ja bisher immer als Spielertrainer tätig war. Aber für mich gilt jetzt ein bisschen: Jetzt erst recht!"

Quelle: fussball-vorort.de

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