Suboptimale Vorzeichen beim BCF

+
Vieles ist in der Schwebe derzeit beim BCF Wolfratshausen. Vor dem heutigen Pokalspiel in Holzkirchen sind etliche Stammspieler wie Basti Pummer (re.) angeschlagen, Neuzugänge lassen auf sich warten.

BCF Wolfratshausen – Die Voraussetzungen für das heutige Pokalspiel des BCF Wolfratshausen in Holzkirchen (18.30 Uhr) sind alles andere als optimal: Der Kader ist sehr dünn, Neuzugänge bleiben bislang aus.

Psychologische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, um Reiner Leitls momentane Gefühlswelt zu analysieren: Farchets Übungsleiter ist genervt. Genervt von einer Vorbereitung, in der es nur selten so rund läuft, wie es sich der 53-Jährige wünschen würde. Wieder einmal stören diverse Blessuren die Testphase. Zu gerne würde Leitl seine Kicker auf verschiedenen Positionen ausprobieren, doch seit Beginn der Vorbereitung muss er nahezu unverändert „mit den selben Leuten“ arbeiten. Obendrein mit einer überschaubaren Anzahl an einsatzfähigen Spielern. Nach dem jüngsten 3:1-Testspielsieg beim Lenggrieser SC (Tore: Pummer, Gerg, Gillich) sorgten Basti Pummer (Bluterguss in der Wade), Sebastian Heid (Verdacht auf Bänderriss) und Korbinian Gillich (Knieprobleme) für neuerliche

Hiobsbotschaften. Marley Amanquah ist heute nicht dabei, bei Lamine Guéye und Werner Schuhmann dauert die Rekonvaleszenz noch zwei, respektive sieben Wochen an. Und schon wird es eng.

Auch die Verpflichtung möglicher Neuzugänge gerät ins Stocken. Wer, beziehungsweise ob von den jüngsten Probanden jemand am Ende ein Farcheter wird, steht in den Sternen. Klar ist nur: Daniel Böck kommt nicht zum BCF. Der FC Memmingen als abgebender Verein „wollte einen Haufen Ablöse“, sagt Leitl verständnislos. Böck lebt in München, seine Lebensgefährtin erwartet Zwillinge.

Jetzt pausiert der 29-Jährige vorerst. „Er wäre gerne gekommen“, bedauert Manfred Fleischer.

Das Verhandlungsgeschick des Farcheter Spartenleiters ist auch an anderer Stelle gefragt. So ziehen sich die Gespräche mit dem Münchner Verein Türkgücü Ataspor über eine Freigabe des brasilianischen Mittelfeldspielers Vinicius da Cunha (24) sowie eines aus Afrika stammenden Defensivmanns in die Länge. Es sei „schwierig, die maßgeblichen Personen zu erreichen“, berichtet Fleischer.

Leitl hat diesbezüglich ein „schlechtes Gefühl“. Klappen die Transfers nicht, ist der neue Cheftrainer bestrebt, mit dem aktuellen Kader in die Saison zu gehen. Zwar wünsche er sich noch zwei erfahrenere Kicker, „aber nicht um jeden Preis“. Die Vorbereitung auf das erste Punktspiel sei wichtiger als ständig neue Trainingsgäste. Angesichts der Umstände beschränkt Leitl seine Erwartungen für das heutige Pokalspiel auf „eine stabile Grundordnung“ und will einfach nur sehen, „wie weit meine Jungs sind“.

von OLIVER RABUSER

Quelle: fussball-vorort.de

Auch interessant

Meistgelesen

Türkgücü München rüstet auf: Ex-Bundesliga-Profi und -Nationalspieler wechselt zum Viertligisten
Türkgücü München rüstet auf: Ex-Bundesliga-Profi und -Nationalspieler wechselt zum Viertligisten
Kaufering tat, was man als Außenseiter tun muss
Kaufering tat, was man als Außenseiter tun muss
U19 des TSV Neuried erlebt beim FC Deisenhofen ein Debakel zum Jahresabschluss
U19 des TSV Neuried erlebt beim FC Deisenhofen ein Debakel zum Jahresabschluss
Erfolgreiches Turnier für die Junioren aus Mauern
Erfolgreiches Turnier für die Junioren aus Mauern

Kommentare