"Das Ganze ist ein mittleres Risiko"

BCF: Auf der Suche nach Sponsoren und Fans

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BCF Wolfratshausen – Die letzten Entscheidungen sind noch keine Woche alt, schon wird an der kommenden Spielzeit gebastelt. Dabei steht die Besetzung der künftig in eine Nord- und Südgruppe unterteilten Bayernliga nunmehr fest.

von Oliver Rabuser

Franz Sedunko will mehr Sponsoren und Zuschauer akquirieren.

Eines ist klar: Es wird eine attraktive Geschichte für den BCF Wolfratshausen. Zuschauerträchtiger wäre vielleicht die Landesliga gewesen, mit regionalen Schmankerln wie dem SV Raisting, der FT Starnberg, dem SV Pullach oder dem TuS Holzkirchen. Aber aus sportlicher Warte lässt die neue Spielklasse der Flößerstädter nichts zu wünschen übrig.

Acht der künftigen Konkurrenten kennen die Farcheter bereits aus der abgelaufenen Saison: Zunächst jene fünf Teams, die sich um den BCF herum auf den vordersten Plätzen scharten (Die zweite Garde des FC Augsburg hat sich ja im Duell mit dem FC Schweinfurt 05 die Regionalliga-Startberechtigung gesichert). Hinzu kommen der SC Fürstenfeldbruck, VfB Eichstätt und FC Unterföhring, die ihrerseits die Mühlen der Qualifikation erfolgreich bewältigten.

Zudem wartet die 19er Staffel mit einer Menge neuer Gesichter auf. Flankiert vom Zweitliga-Unterbau des SSV Jahn Regensburg kommen aus Ostbayern Grün-Weiß Deggendorf, SpVgg Hankofen-Hailing, SV Schalding-Heining sowie die SpVgg Landshut dazu.

Ebenfalls kräftig vertreten ist das Wittelsbacher Land mit seinen vier Vertretern aus Gersthofen, Aindling, Aichach und Affing. Die Elf von Stefan Tutschka trauerte noch im Vorjahr über den Abstieg aus der Landesliga. Dafür nutzte der Bezirksoberliga-Meister Schwabens heuer seine Außenseiterchance. Affing übersprang die frühere Spielklasse durch eine erfolgreiche Relegation mit Landsberg und Gundelfingen. Ergänzt wird die Liga durch die U 23 der SpVgg Unterhaching sowie der Sportbund/DJK Rosenheim.

So weit, so gut. Klar ist dadurch aber auch, dass Farchets Ausgaben durch die weiteren Anreisen steigen. „Wir haben mehr und weitere Busfahrten“, gibt Franz Sedunko zu bedenken. Der Vize-Abteilungsleiter und seine Mitstreiter sind eifrig dabei, neue Einnahmequellen zu generieren. Denn: „Das Ganze ist schon ein mittleres Risiko.“ Doch der Klub will nicht nur neue Sponsoren gewinnen, sondern auch die Attraktivität des Produkts BCF steigern. Man müsse sich etwas einfallen lassen, wie man die Bayernliga für „Familien und Paare schmackhaft“ machen könne, so der 2. Abteilungsleiter. Mit dem künftig in Eigenregie betriebenen Sportheim sei ein Anfang gemacht. „Der aufsteigende Verein ist gefordert“, stellt Sedunko klar.

Ein inniges Anliegen der Fußball-Abteilung ist es überdies, die Kommunikation mit den benachbarten Vereinen zu suchen. Sedunko räumt ein, der Ballclub sei in den vergangenen Jahren „nicht der sympathischste Verein gewesen“. An dieser Außendarstellung „müssen wir arbeiten“. Ein möglicher Anfang ist der Versuch die BCF-Heimspiele nicht zeitgleich am Samstag um 15 Uhr mit jenen der DJK Waldram oder des TuS Geretsried auszutragen. Im Gegenzug wolle man den Fußballern aus der Umgebung ermöglichen, vergünstigt oder gar kostenlos einem Bayernliga-Spiel beizuwohnen. Alleine mit dem sportlichen Reizfaktor zu kokettieren, klappte bislang in Wolfratshausen allerdings nicht. Sedunko ist sich aber auch im Klaren darüber, dass die Initialzündung von der Mannschaft kommen muss. „Zuschauer kommen nur über attraktive Spiele.“ Darum schiebt der 61-Jährige auch gleich nach: „Wir gehen verhalten optimistisch in die Saison.“

Quelle: fussball-vorort.de

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