BCF auf der Suche nach dem Tor-Gen

+
Die Wolfratshauser haben noch alle Chancen, die Klasse zu halten.

BCF Wolfratshausen - Halbzeit in der Ausscheidung um einen Platz in der Bayernliga Süd zwischen dem BCF Wolfratshausen und seinem Herausforderer, dem Zweiten der Landesliga Südost, TuS Holzkirchen. Torlos endete das erste Duell.

Alles steht auf Anfang, ist beinahe so, als hätte man sich auf ein einziges Entscheidungsspiel geeinigt. Mit einem Unterschied: Trifft der TuS am morgigen Samstag in Farchet (16 Uhr), reicht ihm ein Unentschieden. Europapokal-Modus, Auswärtstorregelung. Gewinnt der BCF, bleibt er Bayernligist. Endet das Spiel neuerlich torlos, geht es in die Verlängerung, respektive in ein nervenaufreibendes Elfmeterschießen. Alles was mit einem Torerfolg der Holzkirchner in Verbindung steht, verschlechtert die Karten der Wolfratshauser. Deren Manko ist das Toreschießen.

Das verdeutlichte die Partie am Mittwoch einmal mehr. Kicker mit Torriecher waren zwar genügend vor Ort – aktuelle wie ehemalige. Allerdings in Zivil. Zum Beispiel BCF-Torjäger Werner Schuhmann mit schmucker Kniemanschette. Oder Unglücksrabe Jona Lehr, der im letzten Punktspiel viermal ins Schwarze getroffen, dessen schlechtes Benehmen ihm aber dann einen Platzverweis beschert hatte. Aber auch solche, die man sich nur zu gerne wieder im Farcheter Leiberl vorstellen möchte: Karl Murböck und Lukas Wank.

Sie alle drückten ihrem BCF die Daumen. Nur das Tor-Gen wollte nicht auf die Kameraden Hüttl, Pummer oder Duswald überspringen. Schafft Wolfratshausen morgen tatsächlich den Klassenerhalt, dürfen alle Beteiligten das Kreuzzeichen machen. Denn der momentan verfügbare Kader ist eigentlich nicht konkurrenzfähig. „Wir haben gerade mal zwölf halbwegs fitte Spieler“, merkte Christian Duswald zur Halbzeit lakonisch an. Halbwegs, das zielte auf Kicker mit 90-minütiger Einsatzzeit ohne den notwendigen Fitnessstand. Wie bei Lech Kasperek. Der Kapitän packte seine ganze Routine aus, machte läuferische Defizite durch Stellungsspiel wett. Lediglich in einer Situation musste Kasperek zupacken.

Als der flinke TuS-Angreifer Maxi Dengler in vollem Tempo zum Konter über die rechte Seite ansetzte. Bodycheck, Dengler ausgeknockt, gelbe Karte vom Schiedsrichter kassiert – Sache erledigt. Aliou Sene, Daniel Böck und Marco Höferth sind weitere Kandidaten mit Trainingsrückstand. Alternativen gibt es keine: Marwane Gobitaka und Oskar Kretzinger blieben aus dem Bayernligakader übrig. Der eine, Gobitaka, findet keine Bindung zum Spiel. Kretzinger war zuletzt ohne Training. A-Klassen-Kicker wie Christopher Korkor, Andi Höpfer oder Lukas Widmann sitzen auf der Ersatzbank. Wer also soll für das Unabdingbare, sprich ein Tor, sorgen? In Holzkirchen, so Trainer Reiner Leitl, „war das nicht unbedingt unser Ziel“. Im Rückspiel am Samstag sieht das hoffentlich ganz anders aus.

Quelle: fussball-vorort.de

Auch interessant

Meistgelesen

Wahnsinn im Video: Dieser Keeper trifft zum Klassenerhalt
Wahnsinn im Video: Dieser Keeper trifft zum Klassenerhalt
Hachings U19 feiert Aufstieg in die Bundesliga
Hachings U19 feiert Aufstieg in die Bundesliga
Aufgepasst: Die Termine der Relegationsspiele stehen!
Aufgepasst: Die Termine der Relegationsspiele stehen!
Nächster Coup:VfB-Spürhund Schmidmeier landet Königstransfer
Nächster Coup:VfB-Spürhund Schmidmeier landet Königstransfer

Kommentare