E-Sportler vom SV Bad Heilbrunn im Interview

Christoph Hüttl: „Ich trainiere mit meinem Spezl jede Woche FIFA“

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Christoph Hüttl vom SV Bad Heilbrunn beim Trainieren.

Christoph Hüttl tritt bei der eFootball-League des BFV an. Er ist E-Sportler und Kapitän des SV Bad Heilbrunn. Im Interview spricht er über die Faszination eSport.

An die Controller, fertig, los! Am Wochenende startet mit der „BFV eFootball League“ der erste offizielle eFootball-Ligaspielbetrieb im Freistaat. Insgesamt 36 Vereine – von der B-Klasse bis zur Regionalliga Bayern – gehen aufgeteilt in zwei Staffeln an den Start. An 17 Spieltagen kämpfen die Teams im Modus „Jeder-gegen-Jeden“ um Punkte und die Meisterschaft. Der Spieltag findet am Sonntagabend um 19 Uhr statt. Über ein Online-Tool können sich die Vereine aber auch auf eine andere Anstoßzeit einigen. 

Christoph Hüttl trainiert 15 Stunden die Woche

Welchen Spieler wolltest du unbedingt in deinem Team haben und warum? Wie konntest du jeden einzelnen überzeugen?

Meine Spezl mussten mit ins Team. Der Kapfhammer Florian, mit dem ich persönlich auch noch viel privat zocke, sowie der Specker Benedikt. Bei uns in der Mannschaft gibt es leider ansonsten nicht mehr viele, die aktiv FIFA spielen. 

Wie viel Stunden trainierst du am Tag?

Wir treffen uns einmal in der Woche. Dann zocken wir zusammen vier bis fünf Stunden. In der Woche komme ich auf ca. 15 Stunden. Am Wochenende kommt dann meist die Weekend League dazu, die sehr zeitaufwendig und nervenaufreibend ist. Am Ende des Tages ist FIFA für mich nur ein Hobby. 

„Trading“ anstatt FIFA-Packs öffnen

Wenn du die Wahl hast: Wofür entscheidest du dich? Konsole oder Fußball-Platz?

Ich würde natürlich den realen Fußballplatz wählen. Selber kicken macht am Ende viel mehr Spaß und ist, im Gegensatz zum Zocken auf der Konsole, ein Mannschaftssport. 

Wie viel Geld hast du bisher ausgegeben? Investiert euer Verein in Packs?

Der Verein zahlt nichts dazu. Ich persönlich gebe auch kein Geld für FIFA aus. Für mich hat eher das „Trading“ in FIFA Priorität. Ich versuche Spieler billig einzukaufen und teuer zu verkaufen. Hier verdiene ich mir meine Münzen und kaufe dann meine Lieblingsspieler. Mit 500 Euro kommst du in FIFA vermutlich nicht einmal sehr weit. Es ist dann einfach auch ein Glücksspiel.  

Was ist momentan für dich die stärkste Formation und Taktik in FIFA 20?

Für mich ist es die 4-2-2-2. Mein Spielstil läuft eher darauf hinaus, dass ich mich gerne zurückfallen lasse und dann auf Konter spiele. Wenn es drauf ankommt, spiele ich auch gerne Mal auf Ballbesitz, um einen ruhigen Spielaufbau zu finden. 

Christoph Hüttl: „Ich hasse Spieler, die nur auf Zeit spielen“

Was regt dich am meisten an FIFA auf und welche Szenarien drohen dem Liga-Betrieb?

Wenn meine Gegner nur auf Zeit spielen und mich damit zu Tode langweilen. Da kommt es dann auch einmal zum Controller-Crash. Eigentlich bin ich kein Controller-Werfer. Wenn ich den Controller aus Wut werfen würden, müsste mein Fernseher auch noch darunter leiden. Das ist das Spiel aber am Ende nicht wert.

Alle E-Sport-Zocker der Bayernliga Süd im Interview

Ist die eSport-Bayernliga das Sprungbrett, um MoAubameyang zu beerben?

Wenn jemand oben mitspielt in der Liga, dann hat dieser schon gute Chancen den nächsten Schritt in Richtung Profikarriere zu machen. Bei diesem Turnier herrschen für jeden die gleichen Bedingungen, was den Wettbewerb fair gestaltet. In der Weekend-League ist FIFA leider sehr „PayToWin“-lastig. Wenn ein Spieler den Durchbruch schaffen will, muss er einfach viel Zeit investieren und fest dahinter stehen. Das ist auf jeden Fall machbar. 

Quelle: Merkur.de

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