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SV Bad Heilbrunn: Mit Wahnsinns-Moral ins erste Endspiel - „Wir haben keine Angst“

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Von: Nick Scheder

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Bereit für die Entscheidung mit voller Kapelle: Für den SV Bad Heilbrunn läuft wieder Max Specker (re.) – hier beim 3:1 in Gersthofen mit Bruder Benedikt – zum Relegationsspiel gegen den 1. FC Garmisch-Partenkirchen auf.
Bereit für die Entscheidung mit voller Kapelle: Für den SV Bad Heilbrunn läuft wieder Max Specker (re.) – hier beim 3:1 in Gersthofen mit Bruder Benedikt – zum Relegationsspiel gegen den 1. FC Garmisch-Partenkirchen auf. Foto: Patrick Staar © Patrick Staar

Der SV Bad Heilbrunn erzwang am Wochenende die Relegation mit aller Macht. Gegen Garmisch-Partenkirchen muss der HSV nochmal dieselbe Moral aufbringen.

Bad Heilbrunn – Aufgeben war keine Option. Auch nicht bei 0:1-Rückstand. Die Landesliga-Fußballer des SV Bad Heilbrunn, am letzten Spieltag bereits mit einem Fuß in der Bezirksliga, kämpften sich in Gersthofen zurück, gewannen das Spiel mit 4:1 und überstanden auch das anschließende Bibbern auf das Ergebnis des direkten Konkurrenten Neuburg. „Das ist es, was uns ausmacht“, sagt Christoph Hüttl.

„Unsere Moral ist der Wahnsinn“, freut sich der Torhüter und Teamsprecher des HSV. Und jetzt fiebert diese Mannschaft, die sich am letzten Spieltag auf den Relegationsplatz gerettet hat, dem ersten Spiel der ersten Runde gegen den 1. FC Garmisch-Partenkirchen (Donnerstag, 16 Uhr) entgegen. „Wir freuen uns drauf, das wird noch einmal ein Schmankerl, wieder ein Endspiel für uns.“

Nur der Sieger aus Hin- und Rückspiel, die Partie in Garmisch ist am Sonntag um 16 Uhr, kommt in die zweite Runde, die es ebenfalls zu gewinnen gilt, um in der kommenden Saison in der Landesliga zu bleiben. „Wir waren ja schon fast abgestiegen, freuen uns über diese Chance“, sagt Hüttl. Er rechnet mit einem umkämpften Spiel – wie schon in den beiden Partien während der Saison. Das Heimspiel endete mit 1:1, unter der Alpspitze verloren die Heilbrunner unglücklich mit 0:1. Für die Gastgeber am Donnerstag spricht neben ihrem unermüdlichen Kampfgeist und ihrer mannschaftlichen Geschlossenheit erstaunlicherweise der Kader: Im Gegensatz zu den leicht dezimierten Gästen (siehe unten) sind die Heilbrunner komplett. Auch die jüngsten Ausfälle in der Offensive, Thomas Schmöller und Benedikt Specker, haben sich zumindest im Training schon wieder auf einen Einsatz vorbereitet, stehen für eine Jokerrolle parat.

Man dürfe allerdings nicht vergessen, gibt Hüttl zu bedenken, dass einige der Rückkehrer noch längst nicht wieder bei alter Form sind. „Bei den Speckers reicht es womöglich nur für eine Halbzeit“, sagt der Team-Sprecher. Doch als wesentlichen Vorteil sieht er, dass Trainer Walter Lang überhaupt die Gelegenheit dazu hat, ohne Qualitätsverlust auszuwechseln.

Die bisherigen Ergebnisse der beiden Klubs deuten darauf hin, dass es ein enges Spiel wird, glaubt Hüttl. „Aber in der Relegation ist ohnehin alles auf null gesetzt.“ Entscheidungsspiele sind für die aufstiegsverwöhnten Heilbrunner Neuland. Die meisten Spieler kommen aus der Kreisklasse, kennen nur direkte, meist souveräne Aufstiege ohne großes Zittern. Jetzt gibt es Endspiele, in denen es auf den Punkt darauf ankommt. Das kennen nur Hüttl und Sebastian Mertens aus ihren BCF-Wolfratshausen-Zeiten.

Andererseits haben die Heilbrunner bewiesen, dass sie mit Druck umgehen können. „Wir gehen auf den Platz und wollen als Mannschaft den Ligaverbleib sichern“, sagt Hüttl. Es ist nicht die Zeit für Experimente. Der HSV verlässt sich auf seine Stärken – solide Defensive, schnelles Umschaltspiel, gute Kombinationen nach vorne. Und kehrt voraussichtlich auch zur gewohnten Vierer-Abwehrkette zurück. „Wir haben keine Angst vor Garmisch“, sagt Hüttl. „Wir freuen uns auf das Spiel.“ (Nick Scheder)

SV Bad Heilbrunn:

Hüttl, – Auer, Mertens, Kapfhammer, Tiedt, – Krinner, A. Pappritz, Pföderl, M. Schnitzlbaumer, – Lechner, Gellner. – Hillringhaus (ETW), B. Specker, M. Pappritz, M. Specker, A. Specker, Fl. Schnitzlbaumer, Fr. Schnitzlbaumer, Schmöller.

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