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SV Bad Heilbrunn: „Das ist jetzt Kopfsache“ - Gebremste Euphorie im Hexenkessel

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Von: Nick Scheder

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Wichtiger Mann für die Heilbrunner Außenverteidigung: Andreas Specker (li.) wäre eine Option für den verletzten Peter Auer.
Wichtiger Mann für die Heilbrunner Außenverteidigung: Andreas Specker (li.) wäre eine Option für den verletzten Peter Auer. © ERwin Hafner/Archiv

Klar haben sie gefeiert. Mit mindestens einem Fuß schon draußen aus der Landesliga. Dann doch wieder drin.

Bad Heilbrunn – Und nach der Relegation gegen den 1. FC Garmisch-Partenkirchen auf gutem Weg gegen den Abstieg. „Jetzt sind wir erst einmal wieder drin in der Liga“, freut sich der Heilbrunner Trainer Walter Lang. Aber er ist sich ebenfalls sicher, dass jeder in der Mannschaft weiß, um was es geht, dass es noch lange nicht geschafft ist.

„Die Euphorie, die wir vielleicht kurz nach dem Spiel in Garmisch hatten, darf nicht in Nachlässigkeit umschlagen.“ Nur so sind die Heilbrunner gerüstet für die zweite entscheidende Runde um den Landesliga-Verbleib. Das erste Spiel ist am Donnerstag um 18.30 Uhr beim TV Erkheim in der Nähe von Kempten.

Die Allgäuer haben die Saison als Vizemeister der Bezirksliga Schwaben abgeschlossen. Beeindruckend allerdings auch das Ergebnis der ersten Relegationsrunde: Hier setzten sich die Erkheimer gegen den SV Egg an der Günz durch, den die Heilbrunner als nicht gerade Kanonenfutter kennen. „Das wird wieder ein enges Spiel, ein ganz harter Kampf“, ist sich Lang sicher.

Bitter, dass ihm ausgerechnet dafür Peter Auer abgeht. Der Außenverteidiger zog sich in Garmisch bei einem Antritt ohne Fremdeinwirkung einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zu. Er war bis dahin Aktivposten in der HSV-Defensive, der auch für Aktionen nach vorne sorgte. Schwer zu ersetzen, am ehesten ein Fall für Andreas Specker, der allerdings auch erst nach langwieriger Erkrankung zurückkommt und außerdem womöglich beruflich verhindert ist. Auch ob es Maximilian Schnitzlbaumer rechtzeitig zum Anpfiff aus der Uni in München schafft, ist ungewiss. „Die beiden wären wichtig“, meint Lang.

Wichtig ist eine stabile Heilbrunner Defensive, aus der heraus sie nach vorne Druck machen wollen. „Selbstbewusst auftreten, Chancen erarbeiten, aber mit Hirn und Verstand“, fordert der HSV-Coach.

Erkheim ist wie Heilbrunn mit vielen eigenen Spielern aufgestellt, verfügt über ein schnelles Umschaltspiel und einen Ausnahmestürmer: Fabian Krogler, der es in der Punkterunde auf 22 Treffer gebracht hat.

Am Montag stand für Heilbrunn nur lockeres Auslaufen auf dem Plan. „Trainieren brauchen wir jetzt nicht mehr“, sagt der Coach. „Das ist jetzt Kopfsache, solche Relegationsspiele haben ohnehin eigene Gesetze. Das wird ein Hexenkessel.“ Beim Relegationsspiel gegen Egg – ein Derby – waren 1600 Zuschauer. Schon die Anfangsphase wird entscheidend sein. Ein Auswärtstor kann für Heilbrunn Gold wert, für Erkheim sehr schmerzhaft sein.

SV Bad Heilbrunn

Hüttl, – Kapfhammer, Mertens, A. Specker (?), Tiedt, – Krinner, A. Pappritz, Pföderl, M. Schnitzlbaumer (?), – Lechner, Gellner. – Hillringhaus (ETW), B. Specker, M. Pappritz, M. Specker, Fl. Schnitzlbaumer, Fr. Schnitzlbaumer, Schmöller.

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