SV Heimstetten unterliegt Würzburger Kickers im Pokal-Viertelfinale klar 1:4

Heimstetten bekommt fünf Fußbälle als Trostpreis

+
An der Unterstützung liegt’s nicht: Heimstettens Fans feuern ihr Team gegen Würzburg an.

Da lag er nun, der Ball, und niemand wollte ihn in dieser 83. Minute aufklauben und zum Anstoßkreis tragen. Dass die Gäste von den Würzburger Kickers keinerlei Anstalten machten, erstaunte kaum – schließlich hatte der Drittligist im Pokal-Viertelfinale zwar soeben ein Gegentor kassiert, lag aber weiter in Führung und hatte somit alle Zeit der Welt.

Heimstetten – Da lag er nun, der Ball, und niemand wollte ihn in dieser 83. Minute aufklauben und zum Anstoßkreis tragen. Dass die Gäste von den Würzburger Kickers keinerlei Anstalten machten, erstaunte kaum – schließlich hatte der Drittligist im Pokal-Viertelfinale zwar soeben ein Gegentor kassiert, lag aber weiter in Führung und hatte somit alle Zeit der Welt. Beim SV Heimstetten dagegen hätte man schon erwartet, dass sich jemand eiligst die Kugel schnappt – so wie es Usus ist bei Fußballern, die sich nach Anschlusstoren mitunter regelrechte Ringkämpfe um das Spielgerät liefern.

Nicht so aber die Regionalligakicker des SVH, was ganz so erstaunlich dann doch nicht war. Denn zum einen bedeutete ihr Anschlusstor nur das 1:4 aus Sicht des Außenseiters. Zum anderen war Würzburg bis hierhin so souverän aufgetreten, dass kaum jemand noch an eine Wende glaubte – offenbar auch die Heimstettner nicht. Und tatsächlich: Nachdem sich Manuel Duhnke erbarmt und den Ball in den Mittelkreis getragen hatte, ließen die Gäste nichts mehr anbrennen. Und so durften sie sich am Ende über den Halbfinaleinzug und 1500 Euro Siegprämie freuen. Aufseiten des SVH stand nach dem 1:4 dagegen das Pokal-Aus sowie ein Trostpreis in Form von fünf Fußbällen.

„Der Sieg war verdient“, resümierte Trainer Christoph Schmitt, der seine Elf dennoch nicht allzu harsch kritisieren wollte. „Es hätte sehr viel zusammenkommen müssen, damit wir eine Runde weiter kommen. Wir haben es im Großen und Ganzen ganz okay gemacht – nicht mehr und nicht weniger.“

Bei weitem nicht okay präsentierte sich indes das Wetter – mit ein Grund, weshalb bloß 260 Zuschauer in den Sportpark kamen. Sie mussten sich bei Wind und Regen zunächst gedulden, da die Partie mit zehn Minuten Verspätung begann. Der Grund: Die Gäste waren im Stau gestanden – jedoch nicht etwa auf der Fahrt aus Würzburg, sondern aus dem nahen Unterschleißheim, wo sie am Vormittag angekommen waren.

Als es dann endlich losging, konnte der in voller Mann- und Lautstärke präsente SVH-Fanclub der Hoaschdenga Buam nicht mal einen kompletten Schlachtgesang vollenden, da fing sich ihr Team schon das erste Gegentor: Einen Schuss von Luke Hemmerich fälschte ein Heimstettner unglücklich ab, sodass der Ball an die Unterlatte und von dort ins Netz flog. Das 0:1 – „ein denkbar blöder Start“, sagt Schmitt.

Erst nach zwei weiteren Hochkarätern für Würzburg fand der SVH besser in Spiel und hatte durch Moritz Hannemann „eineinhalb Chancen“, wie es sein Trainer formulierte. Doch mit dem 0:2 in der 34. Minute schwanden die Heimstettner Hoffnungen auf eine Überraschung. Nach der Pause plätscherte das Spiel vor sich hin, ehe die Gäste per Doppelschlag für die Entscheidung sorgten. Immerhin: Der letzte Treffer des Tages gelang dem SVH – und der war dann doch eine ziemliche Überraschung. Denn Tim Schels, der nicht eben zur Kategorie Hüne zählt, gelang gegen die Schrankwände in der Würzburger Abwehr ein Kopfballtor. Nach einem Freistoß fabrizierte der 1,76 Meter kleine Heimstettner eine Bogenlampe, die der perplexe Keeper erst hinter der Linie zu fassen bekam.

Würzburger Kickers – SV Heimstetten 4:1 (2:0)

SVH: Riedmüller, Günzel, Beckenbauer, Sengersdorf, Reuter (46. Kehl), Sabbagh, Schels, Gartmann, Hannemann (67. Riglewski), Duhnke, Müller (74. Michalz).

Tore: 0:1 Hemmerich (2.), 0:2 Hemmerich (34.), 0:3 Schuppan (75.), 0:4 Pfeiffer (76.), 1:4 Schels (83.)

Schiedsrichter: Tobias Schultes (Betzigau) – Zuschauer: 260.

Quelle: Merkur.de

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Basketballer des TV Miesbach kommen mit vollem Einsatz zum ersten Sieg
Basketballer des TV Miesbach kommen mit vollem Einsatz zum ersten Sieg
Natalie Geisenberger macht Babypause
Natalie Geisenberger macht Babypause
Sieg ohne etatmäßige Torfrau: Eching besteht auch in Scheyern
Sieg ohne etatmäßige Torfrau: Eching besteht auch in Scheyern
Nulnummer zwischen SV Ascholding/Thanning und SV Wackersberg-Arzbach
Nulnummer zwischen SV Ascholding/Thanning und SV Wackersberg-Arzbach

Kommentare