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Heimstetten stocksauer auf Aubstadt: „Unsäglich, wie man sich so verhalten kann“

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Von: Moritz Bletzinger

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„Eigentlich ist es eine bodenlose Frechheit“: Michael Matejka ist schwer enttäuscht vom TSV Aubstadt.
„Eigentlich ist es eine bodenlose Frechheit“: Michael Matejka ist schwer enttäuscht vom TSV Aubstadt. © Imago/Lackovic

Der SV Heimstetten geht auf dem Zahnfleisch. Neuzugang Strieder erweitert das Lazarett und ein Spieler hat Corona. Der TSV Aubstadt will trotzdem spielen. Matejka tobt.

Heimstetten – Auch das noch. Der SV Heimstetten ist in der laufenden Saison wahrlich nicht vom Glück verfolgt, jetzt kommen noch ein Verletzungsrückschlag und ein Corona-Fall dazu.

Ex-Profi Strieder vor Debüt verletzt - SV Heimstetten vom Pech verfolgt

„Das ist wahnsinnig schade“, sagt SVH-Abteilungsleiter über den Ausfall von Rico Strieder. Der Ex-Profi war erst vergangenen Woche aus den Niederladen nach Heimstetten gekommen. Noch vor seinem ersten Spiel hat er sich im Training den Meniskus eingerissen. Das bedeutet mindestens vier Wochen Pause für den 30-Jährigen.

Trainer Christoph Schmitt muss verletzungsbedingt außerdem auf Alexis Fambo, Sebastian Rosina, Fabio Sabbagh, Daniel Steimel, Aleksandar Kovacevic und Sam Zander verzichten. Valentin Michel und Mo Awata fehlen gesperrt.

Zusätzlich fallen jetzt auch noch drei Spieler wegen Corona aus. Einer von ihnen wurde bereits positiv getestet, die anderen beiden zeigen Symptome und isolieren sich deshalb.

SV Heimstetten fehlen 13 Spieler: TSV Aubstadt verweigert Verlegung - „Bodenlose Frechheit“

Heimstetten beklagt 13 Ausfälle kurz vor dem Auswärtsspiel gegen den TSV Aubstadt. Unter der Woche hatte Coach Schmitt 14 Spieler im Training. Aber die Regionalliga-Partie findet trotzdem statt. Für Matejka ein absolutes No-Go.

„Wir haben versucht, das Spiel zu verlegen, aber Aubstadt stellt sich komplett quer“, schimpft er, „es ist für mich unverständlich, wie man sich so verhalten kann. Unsäglich! Ich hätte mir das kollegialer vorgestellt. Eigentlich ist es eine bodenlose Frechheit.“

Coronabedingt kann der SV Heimstetten nicht absagen, weil noch 14 spielfähige Mann im Kader sind. Trotzdem habe sich sogar der Verband für die Spielverlegung eingesetzt, sagt Matejka. Aber in Unterfranken stießen alle auf taube Ohren.

Corona beim SV Heimstetten: „Bitte, lasst uns das Risiko nicht eingehen“ – aber Aubstadt will spielen

„Wir haben einen bestätigten Corona-Fall und zwei Spieler mit Symptomen. Ob noch einer dazukommt, ist nicht auszuschließen“, erklärt Matejka, „ich habe sie darum gebeten, dass wir dieses Risiko nicht eingehen, aber kein Einsehen bei Aubstadt.“

Zwei A-Jugendspieler nimmt der SV Heimstetten jetzt mit auf den 300-Kilometer-Trip. „Wir haben jetzt riesige Fahrtkosten dafür, dass wir eigentlich gar nicht konkurrenzfähig sind“, hadert Matejka, „wenn es jetzt gegen Rosenheim gewesen wäre, hätte ich ja gar nichts gesagt.“ Verletzungspech, Corona und ein uneinsichtiger Gegner, der SV Heimstetten ist an diesem Wochenende wirklich nicht zu beneiden. Anpfiff ist am Samstag um 14 Uhr in Aubstadt. (moe)

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