Heimstettens Stürmer Mohamad Awata im Interview

Awata: „Das Grünwalder Stadion ist mein erstes Zuhause“

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Mohamad Awata - Hier im Zweikampf im Spiel gegen den FC Bayern München II.

Für Mo Awata war es eine besondere Rückkehr am Freitag ins Grünwalder Stadion. Nach der Niederlage gegen den FC Bayern II sprach der Stürmer über seine Gefühle.

Der SV Heimstetten steckt mitten im Abstiegskampf der Regionalliga Bayern. Am Freitagabend gab es nach großem Kampf eine 0:2-Pleite gegen die zweite Mannschaft des FC Bayern München. Für einen Spieler in den Reihen der Heimstettener hatte diese Niederlage einen besonders emotionalen Hintergrund. 

Mohamad Awatas Heimpremiere im Löwen-Trikot begann am 12. März 2017 im Grünwalder Stadion, dem Austragungsort des vergangenen Spiels zwischen dem SV Heimstetten und den kleinen Bayern. Nachdem Awata als Flüchtling nach Deutschland gekommen war, wurde er in die zweite Mannschaft der Münchner Löwen aufgenommen. Zwei Jahre lang spielte der Syrer in der Reserve des TSV 1860, ehe er zum Al Yazeera FC nach Jordanien wechselte. Doch bereits nach einem halben Jahr zog es Stürmer wieder zurück nach Bayern, wo er immer noch einige sehr gute Freunde hat. Seit Beginn des Jahres 2019 spielt der 25-Jährige für den bayerischen Regionalligisten SV Heimstetten.

Im Interview spricht Awata über das Spiel gegen die kleinen Bayern, den Abstiegskampf mit Heimstetten und die restlichen vier Spiele in der Regionalliga. 

Wie ist Deine Einschätzung zum Spiel gegen den FC Bayern II?

Wir kämpfen als Mannschaft, um die Klasse zu halten. Du hast in der ersten Halbzeit gesehen, dass wir sehr gut gespielt und stark gekämpft haben. Aber in der zweiten Halbzeit: Ein Fehler und es steht 1:0. Wir haben viele Chancen gehabt. Nicht nur ich, sondern die ganze Mannschaft. Was soll ich sagen – es ist eine Katastrophe.

Emotionaler Derby-Einstand im deutschen Fußball

Man merkt dir an, es wäre heute etwas Besonderes gewesen. Nicht weil es Bayern ist, sondern weil es das Grünwalder Stadion ist.

Es ist beides. Das Grünwalder Stadion ist mein erstes Zuhause in Deutschland gewesen. Hier habe ich angefangen zu spielen. Mein erstes Spiel in der Stammelf in Deutschland war auch gegen die kleinen Bayern. Gleich ein Derby - und wir haben 2:0 gewonnen. Es waren mehr als 10.000 Zuschauer im Stadion. Dass ich diesen Erfolg mit Heimstetten nicht wiederholen konnte, macht mich traurig.

Von der Leistung gegen den Tabellenführer könnt ihr immerhin viel mitnehmen...

Ja wir haben wirklich gut gespielt. Nur der eine Fehler in der zweiten Halbzeit hat das Spiel entschieden. Richtig bitter – wir kämpfen 45 Minuten in der ersten Halbzeit und 45 Minuten in der zweiten Halbzeit. Und am Ende entscheidet eine Aktion – wirklich unglaublich.

Hast du nach dem Spiel trotzdem mehr Vertrauen und Glauben in den Klassenerhalt als vor dem Spiel?

Wir würden deutlich bessere Chancen haben, wenn wir heute einen Punkt geholt oder vielleicht sogar gewonnen hätten. Wir müssen im nächsten Spiel gut spielen und endlich wieder punkten. Das wird schwer – Eichstätt hat eine sehr gute Mannschaft, aber zu Hause werden wir alles geben. Ich hoffe, dass wir im nächsten Spiel drei Punkte holen, weil Pipinsried und Ingolstadt genauso kämpfen werden, um in der Liga zu bleiben.

Hofft ihr, dass die Profis von Ingolstadt absteigen? Dann würde ein Absteiger bereits feststehen...

Ja, natürlich hoffen wir das. Aber in Ingolstadt hoffen sie genauso, dass die erste Mannschaft in der zweiten Liga bleibt. Schauen wir mal, was bis zum Sommer passiert. Aber wir müssen jetzt erst mal die nächsten Spiele spielen.

Aufgezeichnet in der Mixed-Zone

Quelle: Merkur.de

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