Münchner fürchten Coronavirus: Produkt in der ganzen Stadt ausverkauft - Regale „binnen Stunden“ leergefegt

Münchner fürchten Coronavirus: Produkt in der ganzen Stadt ausverkauft - Regale „binnen Stunden“ leergefegt

Heimstetten nützt Überzahl nicht aus

In dieser 47. Minute scheint Weihnachten für den SV Heimstetten endgültig gerettet. Nicht nur führt der Regionalligist im Kellerduell beim TSV Rain mit 1:0, wodurch der SVH auf einem Nichtabstiegsplatz überwintern würde.

Heimstetten – Sondern nun hat Rains Fabian Triebel auch noch die Ampelkarte gesehen, weshalb die Gäste fortan in Überzahl agieren. Oder wie Trainer Christoph Schmitt hinterher sagen wird: „In diesem Moment hat eigentlich alles für uns gesprochen.“

Und doch ist die Laune der Heimstettner bei ihrer Weihnachtsfeier unmittelbar nach dem Spiel getrübt. Denn mit einem Mann mehr verliert der bis dahin so starke SVH seinen Rhythmus. Die Folge: Durch einen Doppelpack von Tjark Dannemann dreht Rain die Partie. Und als wäre die 1:2-Pleite beim direkten Konkurrenten im Abstiegskampf nicht schon genug, sehen in Yannick Günzel und Luca Beckenbauer auch noch zwei Heimstettner Gelb-rot.

„Extrem ärgerlich“ sei diese „mehr als unnötige Niederlage“, resümiert ein hörbar enttäuschter Schmitt. „Wir haben eine sehr gute erste Halbzeit gespielt. Doch leider haben wir in der zweiten Halbzeit alles eingerissen, was wir uns davor leidenschaftlich aufgebaut hatten.“

Dabei lassen die Heimstettner vor der Pause nicht eine gefährliche Szene des TSV zu – haben ihrerseits aber mehrere gelungene Offensivaktionen. So scheitert Manuel Duhnke in der 16. Minute per Drehschuss aus kurzer Distanz, weil der Keeper seine Finger irgendwie noch an den Ball bekommt. Eine Viertelstunde später ist der Torhüter dann aber machtlos gegen Tim Schels, der nach einem Freistoß goldrichtig steht und sein viertes Saisontor markiert. Beim Stand von 1:0 geht es in die Kabinen – „nur“, so Schmitt, „denn wir hätten höher führen können. Schrägstrich müssen.“

Kurz nach dem Wechsel dezimiert sich der TSV durch Triebels Platzverweis. Doch statt die personelle Überlegenheit auszunutzen, spielt der SVH mit angezogener Handbremse. „Vielleicht haben die Jungs sich da zu viel Druck gemacht“, mutmaßt der Trainer. Derweil kommt Rain in Unterzahl immer besser ins Spiel und in der 68. Minute zum Ausgleich, als Dannemann einen 45-Meter-Freistoß über Torhüter Philipp Marceta hinweg ins Netz setzt. Der 26-Jährige, der erstmals in dieser Saison den verletzten Stammkeeper Maximilian Riedmüller vertritt, habe ansonsten ein „sehr gutes Spiel gemacht“, betont Schmitt. „Dass ihm dann so ein Lapsus passiert, ist extrem bitter.“ Zumal der TSV nur zwei Minuten später nach einem Konter erneut trifft, wieder durch Dannemann – zum 1:2.

In der Folge sieht Heimstetten noch zweimal Gelb-rot für Yannick Günzel und Luca Beckenbauer, ein weiteres Tor will den Gästen aber nicht gelingen. Und so verliert der SVH am Ende mit 1:2 und überwintert nun auf dem drittletzten Tabellenplatz. Am 23. Januar werde man in die Vorbereitung starten, kündigt Schmitt an. „Und wir wissen natürlich, was das für ein brutales Restprogramm für uns wird.“ (ps)

TSV Rain – SV Heimstetten 2:1 (0:1)

SVH: Marceta, Günzel, Beckenbauer, Hintermaier, Cavadias, Reuter, Schels, Hannemann (82. Hercog), Müller, Duhnke, Riglewski.

Tore: 0:1 Schels (32.), 1:1 Dannemann (68.), 2:1 Dannemann (70.).

Gelb-rot: Triebel (47.), Günzel (76.), Beckenbauer (88.).

Schiedsrichter: Markus Pflaum (SV Dörfleins) – Zuschauer: 330.

Quelle: Merkur.de

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

TSV Gilching: Torjäger Adofo ist wieder da
TSV Gilching: Torjäger Adofo ist wieder da
Gautinger SC richtet zum 19. Mal den Webasto Mini-Cup aus
Gautinger SC richtet zum 19. Mal den Webasto Mini-Cup aus
Florian Wilsmann geht mit Rückenwind ins Rennen
Florian Wilsmann geht mit Rückenwind ins Rennen
Moritz Heinrich: „Es gibt keinen Rückrundenfluch“
Moritz Heinrich: „Es gibt keinen Rückrundenfluch“

Kommentare