Zwei Cay-Treffer machen den Sack zu

SV Hohenlinden fegt SV Anzing in hochklassigem Spiel mit 3:0 weg

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Zunge raus beim Torjubel: Hohenlindens Veli Zenuni (r.) bejubelt sein Tor zum 1:0 im Derby gegen Anzing, begleitet von seinen Teamkameraden Kaan Cay, Mehmet Cay und Cüneyt Pala.

Nicht einsilbig, aber im Gleichklang tönten die Anzinger Stimmen bei der Ursachenforschung für die 0:3-Niederlage im Verfolgerduell der Kreisliga beim SV Hohenlinden.

Pressesprecher Benno Stadler: „Nach vorne hatten wir keine zwingenden Bälle.“ Routinier Nikola Dolanjski: „Der letzte Ball hat gefehlt.“ Und natürlich blieb das Anzinger Manko auch Hohenlindens Trainer Ralf Santelli nicht verborgen: „Der Gegner war gut, die letzte Konsequenz hat aber gefehlt.“

Entsprechend rar gesät blieben dann auch die Strafraumaktionen der Gäste, und dieser Umstand führte auch zu einer gewissen Gelassenheit an der Hohenlindener Seitenlinie: „Ich hatte nie Angst, dass wir ein Gegentor bekommen“, so Santelli. Vielleicht beschlich den Hohenlindener Coach aber ein wenig Unruhe beim Ausfüllen des Spielberichtsbogens, denn neben einigen Verletzungsausfällen und angeschlagenen Akteuren mussten auch noch kurzfristig Max Attenbeger und Valentin Katterloher grippekrank passen. „Da ist es wichtig, dass wir einen Kader von 18 Mann haben. Und wir haben heute mit elf Topleuten gespielt“, freut sich Santelli über den qualitativ gleich besetzten Spielerkreis.

Die ersten Spielminuten gehörten den Platzherren auf dem nicht unbedingt einfach zu bespielenden Untergrund. Nach zwei Minuten vereitelte Anzings Schlussmann Taygun Yildiz noch das 1:0, doch bei der Hohenlindener Führung durch Veli Zenuni blieb der Schlussmann in Minute 7 chancenlos. Der SVH-Akteur nahm einen weiten Freistoß von Sebastian Ittlinger auf, umspielte noch geschickt seinen Widerpart und traf mit dieser „tollen Aktion“. Santelli lobte Zenunis feine Einzelleistung und zugleich seinen Ersatzschlussmann für die folgende Rettungstat. Nach einem Eckball wehrte Florian Roß den zweiten Versuch von Dolanjski in überragender Manier ab.

Auch im zweiten Durchgang sah Stadler, selbst mit Achillessehnenproblemen behaftet, ein eigentlich ziemlich ausgeglichenes Fußballspiel. „Aber Hohenlinden war in den entscheidenden Situation halt cleverer.“

Diese Einschätzung manifestierte sich auch beim 2:0, als Hohenlindens Neuzugang Kaan Cay die Standprobleme eines Anzinger Akteurs ausnutzte (60.). Damit war die Messe gelesen, Mehmet Cay setzte nach einem Übersichtspass von Simon Haberl kurz vor dem Spielende noch das 3:0 (86.) drauf.

Das Schlussfazit von Santelli fiel entsprechend euphorisch aus: „Das war heute Werbung in Sachen Fußball, ein hochklassiges Spiel.“

Quelle: Merkur.de

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