Santelli-Elf muss kühlen Kopf bewahren

Hohenlinden im Finale furioso: Sogar Platz zwei ist noch drin

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Noch einmal tief luftholen vor dem großen Finale: SVH-Coach Ralf Santelli.

Der SV Hohenlinden muss am Sonntagnachmittag sein eigenes Spiel gewinnen und gleichzeitig auf die anderen Plätze schauen. Sogar Platz zwei ist noch möglich, wenn Konkurrent Haidhausen erneut patzt.

Hohenlinden – Auf der Bezirkssportanlage Ramersdorf (Görzer Straße 55) dürften die Smartphones der umstehenden Fußballfans am Sonntagnachmittag auf Hochtouren glühen. Während der FC Alemannia München auf Spielfeld vier gegen den SV Hohenlinden kickt (Anstoß 14.30 Uhr), wird am Spielfeldrand vermutlich fiebrig gewischt und aktualisiert werden. Stichwort: „Relegation“.

Der Anhang der Alemannen (Relegationsplatz zwölf) wird sich nach den Zwischenständen bei Srbija und Ottobrunn erkundigen. Die Reisegesellschaft aus Hohenlinden (Relegationsplatz drei) wird sich hingegen flächendeckend mit Ladegeräten versorgen müssen, um bei den Spielständen von gleich fünf Kontrahenten, verteilt auf drei Kreisligen, stets auf dem aktuellen Stand zu sein.

Alemannia und Hohenlinden, zwei Teams zwischen Abstiegssorgen und Aufstiegshoffnungen am letzten Spieltag. Mehr Spannung zum Saisonfinale geht kaum. „Da müssen wir kühlen Kopf bewahren“, beschwört SVH-Trainer Ralf Santelli gleichzeitig den erfolgreich wiederentdeckten Offensivgeist aus den vergangenen beiden Partien.

Für ihn und seine Spieler ist die Rechnung auf dem Platz simpel: Nur bei einem Sieg lohnt sich der Blick auf die Konkurrenz. Mit 54 Zählern gehen die Herliner als Außenseiter in den, die drei Münchner Kreisligen-übergreifenden, Finaltag im Kampf um den besten Drittplatzierten, der an der Aufstiegsrelegation zur Bezirksliga teilnehmen wird. In der Kreisliga 1 kommen gleich drei Kandidaten für diesen direkten Vergleich in Frage: Allach (2. Platz/57 Punkte), Untermenzing (3./55) und Inhauser Moos (4./53). In der Kreisliga 2 steht der Drittplatzierte mit dem FC Neuhadern (56) bereits fest.

So dachte die Santelli-Elf auch lange über ihre Rolle in der Kreisliga 3. Überraschend hat sich aber nach Haidhausens dritter Auswärtsniederlage in Serie ein weiteres interessantes Szenario ergeben: Verliert Haidhausen in Anzing, wäre der SV Hohenlinden mit einem Sieg dank des gewonnenen direkten Vergleichs als Zweiter sicher in der Relegation dabei.

Wie erwähnt, werden die vielen Rechenspielchen für die Santelli-Elf aber erst relevant, wenn die drei Punkte gegen den FC Alemannia im Sack sind. Nicht nur deshalb, vermutet Santelli „das schwierigste der letzten drei Spiele für uns“. Hohenlindens Übungsleiter warnt vor dem körperbetonten Spiel der Platzherren, dem er ausgerechnet jetzt nicht die Erfahrung und Präsenz eines Hrvoje Plazanic entgegenstellen kann. Der SVH-Abwehrchef hatte am Donnerstag gegen den TSV Oberpframmern in der Schlussminute Rot gesehen. „Dafür ist unser Kapitän Sebastian Ittlinger wieder fit und kann ihn Eins zu Eins ersetzen“, betont Coach Ralf Santelli.

Quelle: Merkur.de

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