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SV Krün sichert sich den Meistertitel in der A-Klasse - Mach überreicht den Pokal

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Von: Christian Fellner

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Aus is’: Trainer Stephan Benz (rechtes Foto, l.) und sein Krüner Team haben es geschafft. Die Spieler stürmen den Platz und lassen ihren Emotionen freien Lauf.
Aus is’: Trainer Stephan Benz (rechtes Foto, l.) und sein Krüner Team haben es geschafft. Die Spieler stürmen den Platz und lassen ihren Emotionen freien Lauf. Fotos: cf © cf

Der SV Krün konnte sich mit einem 4:1 Erfolg gegen Oberammergau den Meistertitel sichern. Damit ist der direkte Aufstieg in die Kreisklasse perfekt.

Oberammergau – Erhard Mach bewies einen guten Riecher. Der Leiter der Spielgruppe Mitte saß am Sonntagnachmittag am Oberammergauer Sportplatz. Selbst die Krüner Fußballer waren am Ende überrascht, dass er nach dem Schlusspfiff von Schiedsrichter Michael Grotz den Rasen mit dem Meisterpokal für die A-Klasse 6 betrat. „Mach’ ma des ned nächste Woch’ dahoam“, fragte ihn einer der Krüner.

Aber: Mach war halt schon da. Er wollte den Meistercoup der Krüner direkt verfolgen. Denn: Nach dem 4:1 in Oberammergau sind die Isartaler durch, steigen in die Kreisklasse auf.

„Souveräner Meister“, adelte Mach die Krüner. „Auch wenn Ihr Euch ab und zu einen Ausrutscher geleistet habt.“ Sich dort oben zu halten, das machte der Penzberger den Fußballern zur Aufgabe: „Droben bleiben“, gab er ihnen mit auf den Weg. „Ausg’macht“, brüllten die Kicker zurück.

Die Herausforderung in Oberammergau meisterten die Krüner nicht gerade brillant, aber doch mit einer gewissen Meisterhaftigkeit. Denn sie nutzten einfach die Geschenke der Ammertaler, die ihre Gäste in Passionszeiten offenbar besonders reichlich bedenken. Die Treffer, die sich die Platzherren einfingen, die gehörten schon eher zur Kategorie kurios. „Torwartfehler“, kommentierte Stephan Benz schlicht und einfach. Der junge Oberammergauer Keeper sah bei den Treffern von Thomas Mayer und Kevin Hock nach gerade mal 15 Minuten alles andere als gut aus. „Das war schon ein glücklicher Einstand“, räumte Benz ein. „Aber für uns ideal, danach ist es schon ein bisserl einfacher gegangen.“

So sehen Sieger aus!
0b8a38c3-22b0-49a4-882e-ae5ebee69f8b.jpg © CF

Denn so eine Portion Anspannung bemerkte der Coach schon. Vor allem bei sich selbst. „Naja, es ist für mich auch meine erste Station als Cheftrainer bei einem Verein gewesen“, betonte er ehrlich. Da kamen die leichten Treffer fürs Gemüt gerade recht. Als Dominik Tiefenbrunner auf 3:0 gestellt hatte, schien die Partie bereits entschieden zu sein. War sie aber noch nicht ganz. Denn Marvin Otto köpfte Oberammergau quasi mit dem Pausenpfiff nach einer Ecke auf 1:3 heran.

„Vielleicht geht ja noch was“, orakelte Trainer Markus Mayer, als er zur zweiten Hälfte wieder aus der Kabine kam. Doch der Schwung war bald dahin: Torjäger Hubert Holzer besorgte das 4:1 – damit waren die Messen gesungen. „Bei uns war dann schon ein wenig die Luft raus“, räumt Mayer ein. Kein Drama: Auch die Oberammergauer haben eine starke Saison absolviert, gehören vielleicht in der kommenden Spielzeit zu den Tipps für eine Platzierung ganz vorne.

Gestern, kurz vor 17 Uhr, jubelten dann aber erst einmal die Krüner. Und das durchaus ausgelassen. Nur eines hatten sie tatsächlich vergessen: das Bier dazu. Gerade noch konnte eine Kiste Ettaler Bier organisiert werden. Für ein paar kleinere Duschen reichte das freilich. Und eines ist sicher: Die Feierlichkeiten werden am kommenden Wochenende nach dem letzten Heimspiel ihre Fortsetzung finden. (Christian Fellner)

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