Top-Trainingslager als schlechtes Omen?

Manuel von Klaudy: „Bei der letzten erfolgreichen Vorbereitung sind wir abgestiegen“

Hat bei der Aufstellung die Qual der Wahl: Lohhofs Trainer Manuel von Klaudy.
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Hat bei der Aufstellung die Qual der Wahl: Lohhofs Trainer Manuel von Klaudy.

Die Spieler seien mit vollem Einsatz dabei gewesen, Trainingsbeteiligung und -intensität hätten gestimmt, vom Verletzungspech sei man verschont geblieben.

Lohhof – Die Spieler seien mit vollem Einsatz dabei gewesen, Trainingsbeteiligung und -intensität hätten gestimmt, vom Verletzungspech sei man verschont geblieben, und in den Testpartien habe seine Elf über weite Strecken geglänzt: Wenn Manuel von Klaudy über die Wintervorbereitung seines SV Lohhof spricht, dann gerät der Trainer des Kreisligisten ins Schwärmen. Doch dann holt er sich und alle anderen mit einem einzigen Satz wieder auf den Teppich: „Das letzte Mal, dass eine Vorbereitung so positiv gelaufen ist, war vor zwei Jahren“, erinnert der Coach. „Damals sind wir am Ende aus der Bezirksliga abgestiegen.“

Von daher will der Trainer nicht allzu viel geben auf die zurückliegenden Trainingswochen. Entscheidend werde vielmehr sein, wie sich der SVL in den restlichen 14 Ligapartien schlage – beginnend mit dem Duell am Sonntag daheim gegen den FSV Harthof (15 Uhr). Dann will Lohhof die ersten drei Punkte holen, ehe es für den Tabellenzweiten zum direkten Verfolger aus Untermenzing geht. Die beiden Klubs liegen aktuell auf den Relegationsplätzen; vor ihnen thront der SV Nord Lerchenau auf dem direkten Aufstiegsrang.

Jene Position hatten die Lohhofer über weite Strecken der Hinrunde inne, ehe sie vor der Winterpause schwächelten und aus drei Spielen nur zwei Punkte holen. Dennoch ist und bleibt der Aufstieg das Ziel der Mannschaft, deren Gesicht sich im Winter kaum verändert hat. In Felix Freiberger hat ein altgedienter Lohhofer seine Karriere beendet. Er kam zuletzt jedoch ebenso wenig zum Einsatz wie Nenad Elez, der ebenfalls nicht mehr zum Kader gehört. Dazu wird sich Dominic Bischof nach dem Harthof-Spiel berufsbedingt wieder in seine Heimat Dresden verabschieden.

Abgesehen von diesem Trio kann von Klaudy auf den bekannten Kader zurückgreifen, der ihm – anders als so oft in den Vorjahren – diesmal fast komplett zur Verfügung steht. „Schon am Sonntag wird es wahrscheinlich erste Härtefälle geben, weil der eine oder andere fitte Spieler nicht mal im Kader stehen wird“, sagt der Trainer. Auch deshalb kündigt er an, in den nächsten Wochen „die Rotationsmaschine anzuwerfen“. Fleißig durchgewechselt wurde bereits in den Testspielen, in denen der SVL unter anderem den Bezirksligisten TSV Eching mit 5:2 und den den Spitzenreiter der Kreisliga 2, den TSV Großhadern, mit 6:1 abfertigte.

Wie schon in der Hinrunde, in der die Lohhofer mit 44 Toren in 14 Partien den ligaweit stärksten Angriff stellten, glänzte das Team auch in der Vorbereitung vor allem offensiv. Jedoch täusche das darüber hinweg, dass die Chancenverwertung nach wie vor ein großes Manko seiner Elf sei, sagt von Klaudy, „Sie lag in vielen Partien irgendwo zwischen schlecht und katastrophal.“ Auch in den Testspielen habe man allzu viele Möglichkeiten ausgelassen, kritisiert der Trainer – und findet damit doch noch einen Wermutstropfen in den sonst so erfreulichen Winterwochen. Nun müssen seine Lohhofer nur noch dafür sorgen, dass es diesmal in der Liga anders läuft als nach der jüngsten „sehr positiven Vorbereitung“ vor zwei Jahren.  

Quelle: Merkur.de

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