Alles selbst in der Hand

SV Miesbach entscheidet gegen Ohlstadt über sein Schicksal

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Miesbach hat gegen Ohlstadt sein Schicksal selbst in den Händen.

Die Relegation beginnt eigentlich erst kommende Woche – auf den SV Miesbach wartet aber bereits an diesem Samstag ein echtes Endspiel.

Um 15 Uhr empfangen die Kreisstädter am letzten Spieltag den SV Ohlstadt, und die Tabellenkonstellation ist mehr als prekär. Eines ist vorab klar: Der Sieger dieser Begegnung wird auch im nächsten Jahr wieder in der Kreisliga 1 spielen, ein Unentschieden könnte für beide Seiten verhängnisvolle Folgen haben.

Neben Miesbach und Ohlstadt stecken auch noch Otterfing, Aying und Hausham schwer im Abstiegskampf. Diese fünf Teams spielen einen Direktabsteiger und zwei Relegationsteilnehmer aus, zwei weitere Mannschaften werden den direkten Klassenerhalt schaffen.

„Wir freuen uns auf das Spiel und sind froh darüber, dass wir noch alles selbst in der Hand haben“, sagt SV-Trainer Sepp Sontheim. Entsprechend groß dürfte bei den Miesbachern der Besucherandrang sein. Verzichten muss Sontheim auf Michael Probst, der sich in den Urlaub verabschiedet hat, und Florian Voit, für den nach einem Muskelfaserriss im Oberschenkel ein Einsatz noch zu früh kommen würde. Ansonsten waren die Miesbacher beim Abschlusstraining am gestrigen Freitagabend komplett.

Sontheim will gegen Ohlstadt nicht auf die Zwischenstände der Konkurrenz blicken. „Am liebsten wäre es mir, wenn der Live-Ticker am letzten Spieltag verboten wäre“, sagt der SV-Coach.

Die Miesbacher wollen den Klassenerhalt auf jeden Fall aus eigener Kraft klar machen. „Wir wollen gewinnen, und es bringt auch nichts, auf Unentschieden zu spielen. Wenn wir hinten wieder sicher stehen, dann generieren wir vorne auch wieder mehr Chancen. Unser Problem war zuletzt einfach, dass wir die Möglichkeiten nicht genutzt haben.“

Die Miesbacher wollen versuchen, mit schnellen und weiten Bällen die Offensivkräfte zu füttern. Ein besonderes Augenmerk wird die Heimmannschaft in der Defensive auf Ohlstadts Stürmer Maximilian Schwinghammer legen. Er hat mit 21 Treffern fast die Hälfte der Tore seines Teams erzielt und soll nun von der SV-Defensive an die Kette gelegt werden. „Wir werden uns aber nicht nach dem Gegner richten, sondern wieder versuchen, unser eigenes Spiel zu machen“, erklärt Sontheim.

Für Brisanz ist auf jeden Fall gesorgt, und dass die Partie zwischen Ohlstadt und Miesbach durchaus Potenzial für Kuriositäten hat, zeigte sich bereits im Hinspiel. Damals führten die Kreisstädter nach 50 Minuten mit 3:0, am Ende trennte man sich mit einem 3:3-Unentschieden. Das wäre dieses Mal ein Resultat, das vermutlich keiner der beiden Mannschaften bei der Mission Klassenerhalt helfen würde. 

Quelle: Merkur.de

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