“Für diesen Auftritt schäme ich mich als Trainer“

Ohlstadt mit desolatem Auftritt gegen Kreuth - Coach Tischer stinksauer 

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Manöverkritik nach desolatem Auftritt: Michael Koller bespricht mit der Mannschaft die Fehler.

Von der ersten Minute an fehlte es dem SV Ohlstadt an Inspiration, Laufbereitschaft und Übersicht. Und das änderte sich 90 Minuten lang nicht.

Ohlstadt– „Es war enttäuschend, einfach gar nicht“, kommentierte Jan Tischer den bis dato unrühmlichsten Vortrag unter seiner Leitung. Damit geriet der Jahresabschluss vor eigenem Publikum zur Farce. Anstatt sich bis zur Winterpause endgültig von der Gefahrenzone zu distanzieren, lieferte der SVO beim 1:3 gegen Real Kreuth das zweite Streichresultat in einer ansonsten gefälligen Spielzeit. Die Heimniederlagen gegen Polling und Kreuth werden in der Endabrechnung negativ hängen bleiben, so viel ist klar.

Nun wird die Partie bei Kellerkind DJK Waldram am kommenden Samstag automatisch zur Charakterfrage. Die Vorbereitung darauf wird den Spielern nicht schmecken. Der Coach kündigte das „härteste Training“ seit Langem an.

Praktisch mit Schlusspfiff stapfte der Trainer mit entsprechender Körperhaltung davon. Er hatte genug gesehen. „Für diesen Auftritt schäme ich mich als Trainer.“ Was er da sah, konnte er fast nicht glauben. „Jeder hat sich nur hingegeben und den Fehler des anderen noch getoppt.“ Die Aufarbeitung überließ er Assistent Michael Koller. Der beorderte das Team ans Ende des Sportgeländes, um dort den Spielern ihre Versäumnisse aufzuzeigen. Warum der SVO grundlos versagte, wusste einmal mehr niemand aufzulösen. Der frühe Rückstand war allein auf das statische Spiel der Platzherren zurückzuführen. Fehlende Anspielstationen beim Spiel nach vorne, unerklärlicher Verzicht aufs Flügelspiel und das Dauer-Schwerpunktthema interne Konversation. Da hatten es die Gäste relativ leicht. Sie stellten mit zwei Angreifern die Passwege im Zentrum zu und lauerten auf Fehler. Die passierten auch.

Hannes Fischers unpräzises Zuspiel auf Maxi Baumann brachte die SVO-Abwehr außer Tritt, rief zudem Franz Huber auf den Plan, der Nutznießer dieses Fauxpas war – 0:1. Während Huber für Kreuth zwei weitere gute Chancen ausließ, wartete man auf Seiten der Ohlstädter vergeblich auf einen strukturierten Angriff. Den ersten vernünftige Ball sah man erst im zweiten Abschnitt. Maximilian Schwinghammer verpasste Fischers Zuspiel um Nuancen. Praktisch im Gegenzug präsentierte sich die SVO-Abwehr zu offen, Franz Leis grätschte gegen Simon Mayr, traf Ball und Gegenspieler – Elfmeter. Mit dem 0:2 war jedem Zuschauer am Boschet bewusst, wer diese Partie gewinnen würde.

Fast dramatisch verlief der Kurzeinsatz – nach drei Wochen Pause – von Jonas Thümmler. Er rasselte mit Torhüter Loui Sachau zusammenr, trug von dessen Kinn eine blutige Wunde am Hinterkopf davon. Tobias Franks Treffer zum 0:3 und Schwinghammers Elfertor mit dem Schlusspfiff hatten einzig kosmetische Bedeutung.  or

Quelle: Merkur.de

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