Olstadt werden zwei klare Elfmeter verweigert 

Unglückliche Niederlage für den Außenseiter SV Ohlstadt im Pokal

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Weiter in Topform: Der Ohlstädter Klaus Zach, der gegen Penzberg das 1:0 markierte.

Das Pokalabenteuer ist zu Ende. Aber der SV Ohlstadt hat sich bei der 2:4-Niederlage gegen den 1. FC Penzberg teuer verkauft.

Ohlstadt – Der Fußball-Kreisligist konnte den Klassenunterschied über weite Strecken kaschieren, war zudem nahe dran, wenigstens ein Elfmeterschießen zu erreichen. Gescheitert ist die von Michael Koller betreute Mannschaft an fehlender Cleverness, fehlender Effizienz, aber auch einer katastrophalen Schiedsrichterleistung.

Wenn beide Trainer unisono den Kopf schütteln und das mehrmals, dann liegt meistens etwas im Argen. 66 Minuten waren gespielt, als Koller seine losen Blätter in die Luft warf und sich vom Spielfeld wegdrehte. Die Folge einer von zahlreichen Fehlentscheidungen von Rupert Schneider. Der bisweilen völlig überforderte Spielleiter verweigerte dem SVO zum zweiten Mal in dieser lebhaften Partie einen klaren Strafstoß. Ein Penzberger Verteidiger ließ Jonas Thümmler auf der Torlinie über die Klinge springen. Thümmler war es auch, dem nach nur zwei Minuten nach gespieltem Ball ein Gästespieler ungebremst in die Parade fuhr. „Das darf nicht sein“, grollt Koller. Mehr wollte der Coach nicht zu Schneiders Irrwegen sagen. Er wusste: Jeder konnte sehen, was los war.

Zwei Minuten nach besagter Aktion geriet FC-Trainer Sepp Siegert mit dem Unparteiischen aneinander. Schneider übersah ein klares Ziehen an Siegerts Spieler, bedachte den mosernden Kicker indes mit der Gelben Karte. Zwei Beispiele von vielen. Schneider sah es anders, rechtfertigte sich mit einem „schwierigen Flutlichtspiel“. Die vermeintlichen Strafstoß-Szenen bewertete der Spielleiter als „nicht eindeutig“.

Schwinghammer hat den Ausgleich auf dem Fuß

Dass die Ohlstädter mehr verdient gehabt hätten, als dieses Ausscheiden, war am Applaus während des Auslaufens zu erahnen. „Absolut zurecht“, betont Koller, wenngleich er nicht anficht, dass seine Mannen auch einige misslungene Aktionen zu verdauen hatten. So musste sich Tormann Kevin Ziener beim 1:1 die Frage nach seinem Stellungsspiel gefallen lassen. Bei den entscheidenden Gegentreffern in der Schlussphase war zunächst ein Ballverlust nach eigenem Einwurf verantwortlichen für das 2:3. Dann ließ Franz Leis einen Abschlag von FC-Keeper Salcher durchrutschen. Passiert.

Hängen bleibt mit Blick auf das Liga-Auswärtsspiel in Deisenhofen das starke Gesamtbild des Teams, das den ranghörenen Gegner vielfach zu Fehlern nötigte. „Wir haben ja gegen keine Gurkentruppe gespielt“, sagt Koller.

Klaus Zach – gerade in Topform – hatte die Platzherren in Führung geschossen. „Man sieht, dass er trainieren kann“, sagt Koller. Stark auch Maximilian Schwinghammers Vollspannstoß zum 2:2. Der Angreifer hatte zudem bei einem Freistoß das 3:3 auf dem Schlappen, verpasste den aber ebenso wie Hannes Fischer per Flachschuss. „Wir trauen uns mehr zu und hätten das 3:3 machen können“, fasst Koller zusammen. So richtig enttäuscht war am Ende keiner.

Quelle: Merkur.de

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