Ex Spieler von Garching und Pipinsried 

Offiziell: SV Planegg verpflichtet Manuel Eisgruber als Chefcoach

Großer Name: Garchings Regionalliga-Torjäger Manuel Eisgruber (r.) sattelt zum Cheftrainer in Planegg um.
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Großer Name: Garchings Regionalliga-Torjäger Manuel Eisgruber (r.) sattelt zum Cheftrainer in Planegg um.

Der ehemalige Regionalliga-Topstürmer tritt beim SV Planegg die Nachfolge von Michael Lelleck an. Möglicherweiße dann sogar in der Bezirksliga. 

Krailling – Jetzt ist der Name raus: Manuel Eisgruber wird zur neuen Saison 2021/22 Cheftrainer des SV Planegg-Krailling und damit Nachfolger von Michael Lelleck. Im bayerischen Amateurfußball ist der 32-Jährige wohlbekannt. Jahrelang ging der Angreifer für den VfR Garching und den FC Pipinsried in Regionalliga und Bayernliga erfolgreich auf Torejagd. Seine Erfahrung als Coach beschränkt sich hingegen auf eine Saison beim Kreisligisten SC Maisach, für den er 2018/19 als Spielertrainer tätig war. Ob Eisgruber den SVP in der kommenden Spielzeit in der Kreisliga oder in der Bezirksliga betreuen wird, entscheidet sich wohl dieser Tage bei der Vereinsabstimmung zur Wertung der abgebrochenen Saison. Möglicherweise rücken die Planegger entgegen erster Erwartungen doch noch als Aufsteiger nach.

Unabhängig von der Spielklasse ist Ayhan Kurt glücklich, den 32-Jährigen als neuen Chefcoach an Land gezogen zu haben. „Wir sind froh, dass wir das Rennen gemacht haben“, sagt der Fußballabteilungsleiter der Schwarz-Blauen. Auch andere Vereine seien an Eisgruber interessiert gewesen. Da neben Lelleck auch Co-Trainer Tim Görlitz an der Hofmarkstraße keinen neuen Vertrag erhalten hatte, war auch diese Stelle zunächst vakant. Den Nachfolger fand der SVP in den eigenen Reihen: Andreas Budell, seit fünf Jahren verantwortlicher Coach der zweiten Mannschaft, rückt zur neuen Saison in den Trainerstab der Ersten auf. „Ich bin happy, ich freue mich drauf“, sagt der 34-Jährige und ergänzt: „Das ist eine ganz andere Tätigkeit, weil ich nicht mehr alleine verantwortlich bin.“

„Der Aufstieg wäre natürlich der Wahnsinn, das würde dem Verein richtig guttun“

Dass Budell künftig als Co-Trainer von „Eisy“ fungiert, hatte auch mit seinen persönlichen Wünschen an den Verein zu tun. Der Coach war auf die Verantwortlichen zugegangen mit dem Wunsch, nach fünf Jahren mittelfristig nicht mehr die Reserve zu betreuen. „Ich hätte mich noch für eine weitere Saison angeboten, falls der Verein in Corona-Zeiten keinen Nachfolger findet. Aber diese Lösung ist mir natürlich umso lieber.“ Wer in der kommenden Runde bei der zweiten Mannschaft in der Kreisklasse an der Seitenlinie stehen wird, ist noch unklar. Dieser Posten sei noch unbesetzt, so Abteilungsleiter Kurt.

Erste Überlegungen zur neuen Saison der ersten Mannschaft stellten Eisgruber und Budell bereits an und merkten dabei, dass sie auf einer Wellenlänge liegen – menschlich wie spielphilosophisch. „Wir haben ein paar Stunden miteinander gesprochen, waren uns aber schnell einig“, berichtet Budell. In die konkreten Planungen mitsamt Spielergesprächen will das Duo aber erst einsteigen, wenn sich abzeichnet, in welcher Liga der SV Planegg-Krailling in der neuen Saison antreten wird, sprich: für welches Abbruchmodell sich die bayerischen Vereine aussprechen (siehe Bericht rechts). Budell: „Der Aufstieg wäre natürlich der Wahnsinn, das würde dem Verein richtig guttun.“ Als Bezirksligist könne man auch den Nachwuchsspielern eine deutlich bessere Perspektive bieten.

Als Spielertrainer wollen übrigens weder Manuel Eisgruber noch Andreas Budell fungieren. „Bei der ersten Mannschaft fällt das für mich sowieso eher raus“, sagt Budell schmunzelnd. Auch sein Chefcoach plane das nicht. Denkbar sei allerdings, dass er selbst wie in den vergangenen Saisons als Spieler bei der Reserve aushelfe, sollte Personalmangel herrschen, so der 34-Jährige. Generell werde er den Kontakt zu seiner langjährigen Mannschaft nicht abreißen lassen. „Wir werden unter anderem zusammen trainieren und immer wieder Spieler hoch- beziehungsweise runterschieben“, verkündet Budell.

(MICHAEL GRÖZINGER)

Quelle: Merkur.de

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