1. tz
  2. Sport
  3. Amateure

SV Planegg stellt sich neu auf: Bauer kommt aus Pullach - Ochsendorf wechselt zu Wacker München

Erstellt:

Von: Michael Grözinger

Kommentare

Fussball, Relegation zur Bayernliga Süd, SV Pullach - TSV Dachau 1865
Zieht das Gelbe Trikot des SV Pullach wieder aus und kehrt zum SVP zurück: Martin Bauer © Sven Leifer

Der SV Planegg erlebt einen Umbruch. Nun gab der SVP den nächsten hochkarätigen Neuzugang bekannt. Martin Bauer kommt vom Bayernligaabsteiger SV Pullach.

Mindestens neun Abgänge, mindestens zehn Neuzugänge: Fast eine ganze Mannschaft wird beim SV Planegg-Krailling ausgetauscht. Der Wechsel von Top-Torjäger Patrick Ochsendorf zu Wacker München schmerzt. Die Hoffnung auf die Bezirksliga-Rückkehr lebt trotzdem.

Planegg – „Fünf bis acht neue Gesichter“ für die kommende Saison hatte Manuel Eisgruber, Cheftrainer von Fußball-Kreisligist SV Planegg-Krailling, vor wenigen Wochen angekündigt. Geworden sind es mindestens zehn. Die hat es aber auch gebraucht an der Hofmarkstraße, denn anders als vom Coach im Endspurt der abgelaufenen Saison angenommen, verlassen etliche Spieler den Verein. Mindestens neun an der Zahl – teils aus privaten Gründen, oder um sich höherklassig zu versuchen.

Neu für die Erste des SVP eingeplant sind neben den drei Defensivspezialisten aus der eigenen A-Jugend, Daniel Velickovski, Vitus Schindera und Jonas Näther (wir berichteten), mindestens sieben Spieler, die von anderen Vereinen kommen. Darunter mit Rückkehrer Martin Bauer, 32, von Ex-Bayernligist SV Pullach der prominenteste Zugang. Als spielender Co-Trainer soll der Ex-Landesliga-Kapitän der Planegger vornehmlich auf der Sechs oder auch mal in der Innenverteidigung auflaufen, um von dort aus das Spiel zu lenken.

Enes Mehmeti und Abdül Samet Yazir kehren nach Planegg zurück

Ebenfalls im Mittelfeldzentrum zu Hause sind die beiden Rückkehrer Enes Mehmeti (zuletzt vereinslos) und Abdül Samet Yazir. Letzterer kickte einst in der Jugend in Planegg, ehe er zum FC Bayern München wechselte und dort in der U17-Bundesliga spielte. Anschließend versuchte sich der heute 24-Jährige von 2016 bis zur Winterpause 2017/18 noch mal anderthalb Jahre in Planegg, bevor er erneut weiterzog und sogar kurzzeitig vor dem Sprung in die erste türkische Liga stand. Zuletzt lief Yazir für den Kreisliga-Absteiger SV Lochhausen auf.

Für die Außenbahnen verstärkt sich der SVP mit Dominik Bloch von Kreisligist TSV Allach und Moriz van Boyen vom SV Pullach. Der 22-Jährige kam dort vornehmlich für die Kreisklasse-Reserve zum Einsatz, gehörte aber zum erweiterten Kader des Bayernliga-Teams. Außerdem ergänzen Mirko Sabljo (zuletzt Fußballpause, davor FC Hertha) als Innenverteidiger und Mittelstürmer Maximilian Birnbeck von Bezirksligist FC Langengeisling den Planegger Kader.

Insbesondere der 26-jährige Angreifer könnte in der kommenden Saison eine entscheidende Rolle spielen. Nicht nur, dass den Schwarz-Blauen in der vergangenen Spielzeit ein klassischer Mittelstürmer mit Torriecher häufig fehlte – was mit ein Grund für den verpassten Aufstieg war. Zudem steht dem SVP sein unangefochtener Toptorjäger fortan nicht mehr zur Verfügung: Patrick Ochsendorf (24 Saisontore) wechselt zum FC Wacker München. Darüber hinaus beenden Alexandros Takiris, Muhammad Korodowou, Josefalan Jassim, Hüseyin Memet, Maximilian Hartmann, Benjamin Stadler, Philip Sterr und Fjodor Kholodkov sowie möglicherweise U19-Keeper Simon Oppolzer ihr Engagement im Würmtal.

SV Planegg: Suche nach einem Torhüter und einem Außenstürmer

Ein Torhüter sollte schon noch her, so Manuel Eisgruber, und ein Außenstürmer. Noch laufen dahingehend Gespräche, ansonsten ist die Kaderplanung für die Saison 2022/23 beendet. Aus der eigenen zweiten Mannschaft soll vorerst keiner hochgezogen werden. „Die haben sich da als Team ganz gut gefunden“, sagt Eisgruber. Den einen oder anderen habe er durchaus als Ergänzungsspieler auf dem Zettel. Erst mal solle der 22-Mann-Kader von Reserve-Coach Pero Januzovic aber zusammenbleiben. „Es hat sich in der Rückrunde keiner außergewöhnlich hervorgetan“, erklärt Eisgruber.

Dass die zehn Neuen in der Kreisliga-Elf spielen, ist noch nicht gesichert, allerdings prinzipiell schon geplant. Eisgruber betont aber: „Wir wollen Jungs, die Gas geben. Dann sehen wir schon, wer Bock hat.“ Er habe lieber viele Spieler, um notfalls noch aussortieren zu können, sagt der SVP-Trainer, für den nun erst mal zwei Wochen Urlaub anstehen. Durchschnaufen – bevor ab dem 4. Juli in der Vorbereitung wieder Gas gegeben wird. Um mit zehn neuen Gesichtern endlich die Rückkehr in die Bezirksliga zu schaffen. Für den 7. Juli (19 Uhr) ist ein erstes Testspiel beim VfR Garching angesetzt. (Michael Grözinger)

Auch interessant

Kommentare