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SV Pullach: Trainer Lamotte stellt sich selbst auf und führt Team zu Heimsieg

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Von: Umberto Savignano

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Fabian Lamotte bejubelte den Sieg bei seiner Rückkehr nach Dachau.
Fabian Lamotte bejubelte den Sieg bei seiner Rückkehr als Spieler. © Brouczek

Diesmal hielt der Zwei-Tore-Vorsprung: Dank eines 2:0 (0:0)-Heimsiegs gegen den TSV 1880 Wasserburg hat der SV Pullach den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze der Landesliga Südost hergestellt.

Pullach – „Das war ganz wichtig“, zeigte sich SVP-Coach Fabian Lamotte nach dem Erfolg erleichtert. Der 39-jährige frühere Profi trug zu diesem ersten Dreier nach sechs sieglosen Partien überraschenderweise in aktiver Rolle bei. Erstmals seit dem 3. September stand er selbst auf dem Feld und verlieh der Pullacher Deckung mit seiner Routine und Übersicht viel Sicherheit.

Seine jungen Mitspieler überzeugten dazu mit großem Engagement, so auch beim 1:0: Durch ihr Pressing erzwangen die Raben einen Ballverlust der Gäste tief in der eigenen Hälfte, Nam Nguyen versenkte den Ball nach kurzem Antritt im langen Eck (25.).

Hochkarätige Torchancen waren lange Mangelware in dieser Partie, und dazu passte es, dass Pullachs zweiter Treffer ein Eigentor war, wenn auch ein sehr schönes: Eine Flanke des von Keita Kawai steil geschickten Nguyen beförderte Wasserburgs Verteidiger Sepp Kollie mit einer vehementen Direktabnahme unhaltbar ins linke Eck (55.).

Nun stand es also wieder 2:0 für die Raben, wie schon zuletzt bei den Partien gegen Landshut und Eggenfelden, die dann beide mit einem 2:2 endeten. Das wollten die Pullacher nicht noch einmal erleben, und so schalteten sie nicht in den Verwaltungsmodus, sondern versuchten vielmehr, noch eins draufzusetzen. Und tatsächlich ergaben sich plötzlich eine Reihe klarer Gelegenheiten.

Entscheidend für den Erfolg war aber, dass die SVP-Defensive weiter stabil stand. Eine Schrecksekunde gab es noch, als Daniel Vorderwestner alleine vor dem Pullacher Kasten auftauchte, doch mit seinem Heber den stark reagierenden Marijan Krasnic nicht überwinden konnte (89.). „Den hat er überragend gehalten“, lobte Lamotte.

Ansonsten kam der hochverdiente Sieg nicht mehr ernsthaft in Gefahr. Der Raben-Coach gab aber zu, dass ihm der Verlauf der beiden vorangegangenen Spiele durchaus noch bis zum Ende der sechsminütigen Nachspielzeit im Kopf herumspukte: „Wir müssen frühzeitig das 3:0 machen. So ist es bis zum Schluss spannend, auch mit dem Gedanken, dass wir zuletzt zweimal eine 2:0-Führung nicht halten konnten.“ Nach dem Schlusspfiff wich das Zittern aber schnell der Zufriedenheit und Zuversicht: „Wir waren griffig und haben zwei Tore aus unseren Möglichkeiten gemacht. Der Sieg sollte uns neues Selbstbewusstsein geben und uns beflügeln“, so Lamotte.  (um)

SV Pullach: Krasnic - Allmang (57. Böhm), Lamotte, Ogorodnik, Marseiler, Nguyen, Horndasch, Kawai, Tomicic (88. Scurti), Bacher, Stapf (90.+3 Effiong).

Tore: 1:0 Nguyen (25.), 2:0 Kollie (55., Eigentor) .

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