Grünwalder Stadion: Nun ist klar, wie viele Zuschauer maximal reinpassen könnten

Grünwalder Stadion: Nun ist klar, wie viele Zuschauer maximal reinpassen könnten

Vorgänger Schmöller entschied bei einem Glas Rotwein

Pullachs Coach Benede bastelt an Aufstellung beim Wickeln seines Kleinen

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Bitterer Verlust: Martin Bauer hat sich zu Beginn der Vorbereitung einen Kreuzbandriss zugezogen.

Eines hat sich beim SV Pullach durch den Wechsel von Coach Frank Schmöller zu Spielertrainer Alexander Benede schon geändert: die letzte Inspirationsquelle vor Festlegung der Startelf ist nicht mehr ein Glas Rotwein.

Pullach – Während Schmöller nach eigenem Bekunden gerne am Abend vor dem Spiel bei einem guten Glas Wein seine Formation festlegte, verrät Benede vor dem Bayernliga-Auftakt am Samstag (14 Uhr) zuhause gegen den SV Kirchanschöring: „Wein wird es nicht sein. Ich glaube, ich überlege noch am Samstag in der Früh und es wird eher so, dass ich aufstehe, meinen Kleinen wickle und mich dann 20 Minuten auf meine Akupressur-Matte lege. Und dann werde ich entscheiden.“

Wobei einiges von Luis Heinzlmeiers muskulären Problemen abhängt. „Wenn er ausfällt, muss ich schon ein bisschen flicken. Alexander Jobst ist ja noch gesperrt, Simon Rauscheder steigt erst Mitte Juli ins Lauftraining ein. Das heißt, dann würden von vier Innenverteidigern drei fehlen“, so Benede, der in diesem Fall der einzige verbliebene Mann fürs Abwehrzentrum wäre.

Und es gibt weitere Personalsorgen: Offensivmann Felix Braun wird nach seinem im Mai erlittenen Riss des Syndesmosebands noch eine Weile brauchen. Ganz besonders schmerzt aber Martin Bauers Kreuzbandriss zu Beginn der Vorbereitung: „Das reißt ein wahnsinniges Loch. Er ist einer der Eckpfeiler, war mit ein Grund, dass ich mich entschieden habe, als Spielertrainer in Pullach zu arbeiten. Michael Hutterer, unseren Torwart Marjan Krasnic und ihn wollte ich unbedingt halten“, verweist Benede auf die Bedeutung des Mittelfeldmannes. „Da geht gehörige Kampfkraft und Präsenz verloren. Aber wir müssen das auffangen.“

Nicht nur wegen der Ausfälle erwartet die Raben ein schwerer Start. Da ist auch die Vorbereitungsbilanz von vier Niederlagen in fünf Tests, zuletzt gab es ein 0:4 beim SV Heimstetten. „Das wird schon ein bisschen in den Gliedern hängen“, glaubt Benede, der um Geduld nach dem Trainerwechsel wirbt: „Es wird ein Prozess sein und nicht alles wird von heute auf morgen fruchten.“

Zudem ist auch der Start-Gegner nach Ansicht des 30-Jährigen „ein Brocken. Die Kirchanschöringer sind mit die abgezockteste Truppe in der Bayernliga. Sie haben ein wahnsinniges Tempo über außen, sind vorne griffig ohne Ende, haben hinten Gardemaß und einen Super-Torwart. Dazu kommt ein guter, unaufgeregter Trainer mit Idee und Linie.“

Und die Gäste werden auch vom Pullacher Ex-Kapitän Christoph Dinkelbach profitieren, glaubt Benede: „Jetzt haben sie noch den Dinki auf der Sechs, ein Baustein, der ihnen vielleicht ein bisschen gefehlt hat und der vom Typ super reinpasst. Ich bin überzeugt davon, dass Kirchanschöring vorne mitspielt.“

Mit Prognosen zum eigenen Team hält sich Benede hingegen zurück: „Für die Saison kann ich noch kein Ziel aussprechen. Wichtig wird sein, sich zu finden und relativ ordentlich reinzukommen, damit gewisse Steine ins Rollen kommen. Wenn du schlecht startest, heißt das Saisonziel schnell Klassenerhalt.“  

SV Pullach: Krasnic – Gaigl, Heinzlmeier, Benede, Koudossou, Brändle, Hutterer, Reischl, Penic, Zander, Diep

Quelle: Merkur.de

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