Fußball

Der weite Weg in den DFB-Pokal

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Auf Christian Doll (rotes Trikot) müssen die Pullacher verzichten. Der Stürmer ist im Pokal-Derby gesperrt.

Landkreis-Derby im TotoPokal: In der zweiten Qualifikationsrunde der Bayernligisten empfängt der SV Pullach am Samstag (14 Uhr) den FC Deisenhofen an der Gistlstraße.

PullachDer Stellenwert der Partie dürfte aber mit dem eines Punktspiels kaum zu vergleichen sein, denn bis wirklich namhafte Gegner winken, muss man als fünftklassiger Verein einige Partien gewinnen. In der anstehenden Runde werden zunächst insgesamt 15 Bayernligisten aus Süd- und Nordstaffel ermittelt, die in die Hauptrunde des Wettbewerbs einziehen. Dort spielen sie zusammen mit den 22 Kreissiegern und elf Landesligisten in zwei K.o.-Runden zwölf Teilnehmer an der dritten Hauptrunde aus. Hier wird es dann grundsätzlich interessant, denn nun steigen die vier für den Toto-Pokal spielberechtigten Drittligisten TSV 1860 München, SpVgg Unterhaching, Türkgücü München und FC Ingolstadt 04 in den Wettbewerb ein. Ein attraktives Los winkt aber nur theoretisch, denn die verbliebenen Kreissieger genießen ein Vorrecht bei der Auswahl des Gegners. Mit den genannten Drittliga-Teams werden in zwei weiteren Runden vier Viertelfinalisten ausgespielt. Die anderen vier Teilnehmer an dieser Runde der letzten acht werden über den Liga-Pokal der Regionalliga Bayern ermittelt: Es sind dies der unterlegene Finalist, die zwei unterlegenen Halbfinalisten und der Gewinner der Trostrunde dieses im Zuge der Folgen der Corona-Pandemie neu geschaffenen Wettbewerbs. Von da an geht es ohne weitere Quereinsteiger geradewegs in Richtung möglichen Totopokal-Erfolg. Der Gewinner zieht in die 1. DFB-Pokal-Hauptrunde ein.

Unter diesen Gegebenheiten ist es kaum vorstellbar, dass der Pokal-Wettbewerb bei SVP oder FCD Priorität gegenüber der Liga hat. Zumal es dort ja für beide Teams um sehr viel geht: Die Pullacher kämpfen als Vorletzter gegen den Abstieg, die Deisenhofner als Zweiter um den Regionalliga-Aufstieg. Trotzdem versprechen beide Seiten ein sehr seriöses Duell. „Wir wollen es schon ernsthaft angehen und versuchen zu gewinnen“, sagt Deisenhofens Teammanager Alexander Schleicher. Auch Pullachs Manager Robert Bäumel kündigt „ein ernsthaftes Spiel“ an. Trotzdem werden wohl hüben wie drüben einige Reservisten eine Chance bekommen. „Da können sich ein paar von den jungen Spielern zeigen“, so Schleicher, dessen FCD derzeit kein Personalprobleme hat. „Wir werden den einen oder anderen, der wieder fit ist, Spielpraxis sammeln lassen“, setzt Bäumel ebenfalls auf Rotation, wobei er zu bedenken gibt: „So viel rotieren geht natürlich auch nicht, wenn man so viele Verletzte hat.“

Zurückkehren könnten immerhin Luis Heinzlmeier und Selcuk Altug, die jüngst beim 0:1 in Donaustauf schon auf der Bank saßen. Not am Mann ist vor allem im Pullacher Sturm: Gilbert Diep, Max Zander und Leon Ritter sind verletzt, der einzig gesunde Angreifer, Neuzugang Christian Doll, ist nach seiner Roten Karte in Donaustauf für das Pokal-Derby und das Punktspiel nächsten Samstag gegen Türk Augsburg gesperrt. „Im Sturm werden wir tief in die Trickkiste greifen müssen“, so Bäumel.

Quelle: Merkur.de

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