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SV Pullach fehlt nur ein Tor zum Weiterkommen

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Von: Umberto Savignano

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Unterhaching – Am Ende fehlte nur ein Tor: Um ein Haar hätten die U11-Junioren des SV Pullach beim Merkur CUP der Besten der Besten noch einen zweiten Tag im Unterhachinger Sportpark genießen dürfen. Doch statt des erforderliche Siegs im letzten Vorrundenspiel gegen den VfR Garching schafften die Raben nur ein 0:0. Für Laurens Friess, einen der beiden Trainer, war das Aus zwar bedauerlich, aber keine große Enttäuschung.

Die Pullacher Buben, die als 17. der ewigen Merkur CUP-Bestenliste nur wegen der terminlich bedingten Absage des FC Bayern ins 16er-Feld aufgerückt waren, hatten sich nämlich dieser Nachnominierung als absolut würdig erwiesen. „Wir haben gut gespielt, aber im Endeffekt hat es nicht gereicht, weil der Zug zum Tor gefehlt hat“, bilanzierte Friess.

Die Pullacher hatten sich für das Best-Of-Turnier einiges vorgenommen, zugleich aber auch mit Unwägbarkeiten und Problemen zu kämpfen. „Unser Ziel war schon das Weiterkommen. Aber wir haben viele Ausfälle. Und dadurch, dass wir wegen Corona wenig Training hatten, wussten wir nicht genau, wie unser Team in Form ist“, so Friess. Sein Trainerkollege Paul Joos verwies auf eine weitere Schwierigkeit, die wohl alle Teams betrifft: „Wir haben viele Fünftklässler, die gerade versuchen, ihre Lebenssituation zu ordnen, mit der Schule, mit dem Kennenlernen von neuen Freunden und mit dem Wiedertreffen der alten Freunde nach den Coronabeschränkungen. Die sind im Moment mit dem Kopf nicht so beim Fußballspielen.“

Zudem rechnete das Trainerduo mit sehr starker Konkurrenz: „Wir wussten, dass uns in der Gruppe Top-Qualität erwartet“, so Friess. Diese Einschätzung sollte sich gleich im ersten Match bestätigen. Der Lenggrieser SC erwies sich als harter Gegner, führte zur Pause 1:0. Zwar glich der SV Pullach nach einem schönen Angriff durch Kapitän Ingo Kisslinger aus, doch Lenggries antwortete sofort mit einem Doppelschlag zum 1:3. Am Ende hieß es 2:5.

Einstimmung für das Turnier im nächsten Jahr

Schwacher Trost für die Raben: Das zwischenzeitliche 2:4, durch Kisslinger von der Mittellinie aus erzielt, hätte beste Chancen gehabt, bei der (nicht durchgeführten) Wahl zum Tor des Turniers zu gewinnen. „Wir haben böse Tore bekommen und hatten selber gute Chancen“, analysierte Friess, der im zweiten Spiel aber dank der tollen Moral seiner Buben jubeln durfte: Der 2:1-Sieg über den SV Bad Heilbrunn nach 0:1-Rückstand und Kisslingers Siegtor in der Schlusssekunde eröffnete die Chance, mit einem Sieg über Garching doch noch unter die letzten acht einzuziehen. Aber es wollte eben kein Treffer gelingen. „Wir haben unseren Verein gut vertreten und wenn wir ein dreckiges 1:0 machen, kommen wir weiter und haben noch einen schönen zweiten Turniertag“, sagte Joos nach dem Spiel und kündigte an: „Nächstes Jahr greifen wir an.“

Schließlich wird der bei den Besten der Besten angetretene Jahrgang 2011 auch 2022 beim regulären Merkur CUP startberechtigt sein. Für Friess war das Best-Of-Turnier genau die richtige Einstimmung dafür: „Wir haben viel mitgenommen und uns von den anderen abgeschaut, auch wir als Trainer. Ich glaube, die Jungs werden nächstes Jahr sehr motiviert sein und dann versuchen, schon im ersten Spiel hellwach zu sein.“  

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