Todesdrama am Watzmann: Bergsteiger aus Regensburg fällt 150 Meter in den Tod

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Der Wundertrainer von Vilzing

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Frank Schmöller schiebt die Favoritenrolle der DJK Vilzing zu. 

0:7 Tore in den ersten zwei Partien nach der Winterpause: Der SV Pullach ist katastrophal in die Restsaison der Fußball-Bayernliga Süd gestartet. Und am Samstag (14 Uhr) müssen die Raben auch noch bei der seit Spätsommer bärenstarken DJK Vilzing antreten.

Pullach -  Obwohl sein Team immer noch Zweiter ist, die Oberpfälzer mit sieben Zählern weniger auf Rang sieben stehen, sieht Frank Schmöller die Rollen anders verteilt als üblich. „Wir sind Außenseiter“, sagt der SVP-Coach. Nicht nur die eigene Befindlichkeit scheint ihn zu bestätigen, sondern auch die außergewöhnliche Entwicklung des Gegners.

Nach einer Negativserie von einem Punkt aus neun Spielen hatte die DJK Anfang September Christian Stadler als Trainer verpflichtet. Und der 45-Jährige, in der vergangenen Saison beim Regionalligisten SpVgg Bayreuth tätig, kehrte so gut wie wohl nur selten zuvor ein neuer Besen: Acht Siege, vier Unentschieden lautet seine Bilanz nach zwölf Spielen. Mit 28 Punkten und 26:7 Toren stehen die Vilzinger im statistischen Durchschnitt dieser Phase in allen Kategorien sogar besser da als der dominierende Liga-Primus SV Türkgücü-Ataspor mit seiner bisherigen Gesamtausbeute. Zudem entschied die Stadler-Truppe das direkte Duell gegen den Spitzenreiter zum Frühjahrsauftakt vor zwei Wochen mit 3:1 für sich.

„Ich kenne ihn nicht“, sagt Schmöller über den neuen Wundermann aus dem Ortsteil von Cham. „Aber ich kenne Vilzings Mannschaft, und das Überraschende ist für mich eher, dass sie vorher nichts auf die Reihe bekommen hat, denn das ist eine richtig gute Truppe. Der neue Trainer hat da offenbar eine Blockade gelöst.“

Der ohnehin schon hohe Schwierigkeitsgrad dieser Aufgabe wird für die Raben durch neue Personalsorgen noch einmal deutlich angehoben: „Wir fahren wirklich mit der letzten Kapelle nach Vilzing. Ich habe schon den Spielerpass vom Theo angefordert“, übt sich Schmöller in Galgenhumor.

Wäre Manager Theo Liedl ein paar Jährchen jünger als 55, könnte man tatsächlich über eine Reaktivierung des einstigen Abwehrrecken nachdenken, denn mit Christoph Dinkelbach (Adduktorenprobleme) und Luis Marseiler (Entzündung im Fußgelenk) fehlen zwei weitere Bausteine aus der Defensive, dazu muss auch Felix Braun (Schlag auf Oberschenkel) passen. Das sind drei Akteure aus der ohnehin schon ersatzgeschwächten Startelf vom 0:4 vor einer Woche gegen den TSV 1860 II. „So eine Verletztenserie habe ich noch nicht erlebt“, versichert Schmöller, der wenigstens wieder auf Innenverteidiger Simon Rauscheder zurückgreifen kann.

Und auch der gegen die kleinen Löwen aus disziplinarischen Gründen nicht berücksichtigte Chaka Ngu’Ewodo wird wieder mitmischen: „Er hat so trainiert, dass er wieder dabei ist. Das war in Ordnung. Und er kann uns mit Sicherheit weiterhelfen“, so Schmöller, der dem Team in den Übungseinheiten überhaupt „eine gute Reaktion“ bescheinigt. Deshalb wirft der Coach auch nicht von vornherein die Flinte ins Korn: „Chancenlos sind wir nicht. Ich habe meinen jungen Leuten gesagt: Solche Phasen, wie wir sie gerade durchmachen, haben alle Spieler schon erlebt. Da musst du das Blatt wenden, das Glück erzwingen. Auch wenn das in Vilzing nicht leicht wird.“ UMBERTO SAVIGNANO

SV Pullach: Krasnic - Brändle, Jobst, Rauscheder, Koudossou, Bauer, Hutterer, Tomicic, Reischl, Zander, Ngu’Ewodo

Quelle: Merkur.de

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