Neuer Optimismus an der Gistlstraße

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Yasin Yilmaz ist bei Türkspor Augsburh Spieler und Co-Trainer. 

Neue Zuversicht herrscht beim Bayernliga-Vorletzten SV Pullach nach dem überzeugenden 3:0 im Toto-Pokal gegen den Tabellenzweiten FC Deisenhofen. Da sollte der Elfte Türkspor Augsburg, der sich am Samstag (14 Uhr) an der Gistlstraße vorstellt, doch kein großes Problem sein, könnte man meinen.

Pullach – Aber, Vorsicht: Die Gäste haben die Coronapause genutzt, um für den Abstiegskampf kräftig aufzurüsten. Unter den Sommer-Neuzugängen, die Erfahrung aus höheren Spielklassen mitbringen, fallen vor allem drei auf. Da ist zum einen der neue Spielertrainer Matthias Strohmeier, 26, zum Innenverteidiger ausgebildet beim TSV 1860 München, insgesamt 163 Regionalligaeinsätze für den FC Augsburg II, den FC Bayern II, den 1. FC Schweinfurt und zuletzt den VfR Garching. Mit dem in der Ersten Schweizer Liga spielenden Liechtensteiner Klub FC Vaduz bestritt Strohmeier sogar ein Spiel in der Qualifikation zur Europa League. Für die rechte Abwehrseite kam Fabio Leutenecker, 30, der174 Drittligaspiele für die Stuttgarter Kickers, den MSV Duisburg und den Chemnitzer FC vorweisen kann und zuletzt mit Türkgücü München in die 3. Liga aufstieg, ebenso wie der im Landkreis bestens bekannte Yasin Yilmaz: Der 31-jährige Mittelfeldspieler absolvierte unter anderem 67 Drittligapartien für die SpVgg Unterhaching. Yilmaz greift nicht nur aktiv ein, sondern fungiert auch als Co-Trainer.

Die geballte Erfahrung schrecke seine Pullacher allerdings nicht, betont SVP-Manager Robert Bäumel: „Wenn wir da unten rauskommen wollen, müssen wir punkten, egal, ob der Gegner Deisenhofen, Türk Augsburg oder sonstwie heißt. Für uns ist es ein weiteres Sechs-Punkte-Spiel.“

Tatsächlich könnten sich die Raben mit einem Erfolg bis auf zwei Zähler an den Gegner heranschieben. Die jüngste Entwicklung stimmt Bäumel hoffnungsfroh: „Vor allem hinten haben wir uns stabilisiert, das hat man schon in Donaustauf gesehen.“ Dort, bei einem ebenfalls gut verstärkten Team, unterlagen die Pullacher zum Re-Start unglücklich mit 0:1 durch einen Treffer in der Nachspielzeit. Der Erfolg über den FCD hat dies aber schon vergessen gemacht: „Das war eine geschlossene Mannschaftsleistung und gut fürs Selbstvertrauen. Man hat es im Training gemerkt: Es war tolle Stimmung, jeder zieht mit“, so Bäumel, dem auch der anhaltende Sturmnotstand (Diep, Ritter, Zander verletzt, Doll gesperrt) keine großen Sorgen bereitet, weil Mittelfeldspieler Martin Bauer im Pokal einen starken Angreifer gab: „Ihn wieder in die Spitze zu stellen, ist eine Option.“

SV Pullach: Krasnic - Jobst, Benede, Rauscheder, Marseiler, Gaigl, Hutterer, Sütlü, Yildiz, El Sayed, Bauer

Quelle: Merkur.de

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