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SV Pullach vor Relegation gegen Unterföhring: „Wir sind Außenseiter“

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Von: Umberto Savignano

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Um den Abstieg aus der Bayernliga bangt Theo Liedl, Sportlicher Leiter und Interimstrainer des SV Pullach.
Um den Abstieg aus der Bayernliga bangt Theo Liedl, Sportlicher Leiter und Interimstrainer des SV Pullach. © Sven Leifer

Nach acht Spielzeiten in der Bayernliga Süd muss sich der SV Pullach in, wenn alles gut geht, zwei Relegationsrunden gegen den Abstieg stemmen.

Pullach – Schon der erste Gegner ist ein dicker Brocken: Der Landesliga-Zweite FC Unterföhring, heute (19.30 Uhr) Gastgeber des SVP, verfügt durchaus über einen Kader mit Bayernliga-Qualität. Das Rückspiel in Pullach steigt am Samstag um 14 Uhr.

„Das ist ein schwerer Gegner. Wir haben zweimal in der Vorbereitung gegen Unterföhring gespielt (1:0-Sieg im Juni, 2:3-Niederlage im Februar; d. Red.), wissen also, was auf uns zukommt“, sagt Theo Liedl. Sportlicher Leiter des SVP und Interimscoach in Personalunion. Er weist die Favoritenrolle weit von sich: „Wir sind Außenseiter. Aber wir sind Fußballer und wollen unser Bestes versuchen.“

Rein statistisch fällt beim FCU besonders die Offensive mit 90 erzielten Toren auf. „Robin Volland und Andreas Faber sind gute Stürmer. Faber ist zwar schon in einem gewissen Alter, aber auf ihn muss man immer aufpassen“, weiß Liedl um die Gefährlichkeit der vordersten Unterföhringer Linie, doch noch mehr imponiert ihm, was eine Reihe dahinter kommt: „Sie haben ein unglaubliches Mittelfeld mit Bastian Fischer und Maximilian Siebald, das ist ihr Sahnestück.“ Fischer, früherer Regionalliga-Spieler beim FC Bayern II, wurde mit 28 Treffern überlegener Torschützenkönig der Landesliga Südost. Doch auch bei der, im Vergleich zu den anderen Mannschaftsteilen weniger auffälligen FCU-Defensive will Liedl nicht von einem Schwachpunkt sprechen: „Unterm Strich haben sie eine hervorragende Saison gespielt. Wenn alle namhaften Spieler dabei sind, werden sie nur schwer zu schlagen sein.“

Dabei ist Liedl ziemlich klar, wie seine Mannschaft den Gegner in Schach halten kann: „Wir müssen es schaffen, gut und eng zu stehen, die Defensive zu stärken.“ Vor allem aber dürfe man sich die zuletzt so häufigen Anlaufschwierigkeiten nicht leisten: „Wir haben in der ersten Halbzeit immer 20, 30 Minuten, in denen wir noch nicht voll da sind. Meistens müssen wir dann einem Rückstand hinterherlaufen, was viel Energie und Kraft kostet. Wir müssen es schaffen, dass wir gleich von Anfang an wach sind.“

Möglicherweise haben die Unterföhringer diesmal ja zu Beginn Probleme, denn ihre letzte ernsthafte Bewährungsprobe, als sie mit einem 5:2 über den direkten Konkurrenten SF Schwaig den zweiten Platz sicherten, liegt 18 Tage zurück. Liedl glaubt aber nicht, dass dem Gegner der Wettkampfrhythmus fehlt: „Das sehe ich anders: Ihre angeschlagenen Spieler hatten Zeit zu regenerieren. Von unseren Verletzten kommt dagegen fast niemand zurück.“

Immerhin darf der Coach aber auf das Comeback des quirligen Fabian Czech hoffen. Sicher wieder dabei ist Kapitän Martin Bauer, der wegen seiner Knieprobleme beim bedeutungslosen 2:2 gegen Schwaben Augsburg geschont wurde.

Ebenfalls ohne Einfluss auf die Tabelle war Unterföhrings 1:2 gegen Meister SV Erlbach, die Partie durfte deshalb vorverlegt werden. Somit hatte der FCU drei Tage mehr Pause. Sicher ein Vorteil für den Landesligisten. Liedl versucht es gelassen zu nehmen: „Das ist ein bisschen komisch, aber was soll ich mich aufregen.“ (Umberto Savignano)

SV Pullach: Krasnic - Burghard, Gracic, Steinacher, Horndasch, Bauer, Eck, V. Traub, Czech, Zander, Diep

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