Pullacher Rochaden und viel Trainerlob

Ganze sechs Punkte hat der TuS Holzkirchen, am Samstag (14 Uhr) Gastgeber des SV Pullach, auf dem Konto. SVP-Coach Frank Schmöller wird beim Bayernliga-Schlusslicht trotzdem nicht zum Großangriff blasen.

Pullach – „Wir müssen uns die Erfolge gerade hart erarbeiten und gegen die Holzkirchner wird es vielleicht sogar noch ein bisschen härter. Ich denke, die wollen im ersten Heimspiel nach der Winterpause ein Zeichen setzen, auch wenn sie wohl kaum mehr eine Chance auf den Klassenerhalt haben.“ Hurra-Fußball sei ohnehin nicht das Gebot der Stunde. „Es ist ganz wichtig, dass wir geduldig und defensiv stabil bleiben, egal gegen welchen Gegner. Wir haben uns da eine taktische Linie erarbeitet, von der wir nicht abgehen dürfen“, mahnt Schmöller, dessen Team sich nach dem krassen Fehlstart (0:3 in Dachau, 0:4 gegen 1860 II) dank dieser Linie mit dem 0:0 in Vilzing und dem 4:0 gegen Nördlingen offenbar gefangen hat.

Was auch daran liegt, dass sich die Spieler uneigennützig in den Dienst der Mannschaft stellen. Beispiel Lukas Dotzler. Der etatmäßige Stürmer und Torjäger durfte gegen Nördlingen einen Doppelpack bejubeln, doch das Sonderlob von Schmöller gab es nicht für die beiden Treffer: „Klar tun einem Offensivmann zwei Tore immer gut. Aber Lukas nimmt es vor allem klaglos an, dass er momentan auf der rechten Seite spielen muss. Er arbeitet defensiv gut mit und gibt Gas.“

Dotzler muss rechts aushelfen, weil der dort angestammte Martin Bauer in der defensiven Not auf die Sechserposition ausgewichen ist, wo er sich mit Michael Hutterer zusammen ebenfalls ein Kompliment des Trainers als Führungsspieler verdient hat: „Die beiden gehen gut voran.“ Aber auch ein bislang kaum zum Zug gekommener Spieler wie Justin Gaigl trug das Seine zum Sieg über Nördlingen bei. Nach zuvor acht Einsatzminuten in dieser Saison spielte der 20-Jährige gegen die Schwaben durch. Das aufmunternde Urteil des Trainers über den Rechtsverteidiger: „Er hat einen guten Job gemacht, muss jetzt aber dranbleiben.“

Darf er wohl auch, denn der Liechtensteiner Daniel Brändle hat sich beim Ausflug zur EM-Qualifikation verletzt. Simon Rauscheder fällt gar bis zum Saisonende aus, sein Sehnenriss muss operiert werden. Dafür stößt Christoph Dinkelbach wieder zum Raben-Team, das trotz des holprigen Wiederbeginns weiterhin Zweiter ist. „Die ersten fünf Mannschaften hatten allesamt Probleme, aus der Winterpause zu kommen. Wir haben unseren Vorsprung sogar ausgebaut“, staunt Schmöller.  um

SV Pullach: Krasnic - Gaigl, Jobst, Heinzlmeier, Koudossou, Bauer, Dinkelbach, Hutterer, Zander, Dotzler, Ngu’ Ewodo

Quelle: Merkur.de

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