Die Rollen sind eindeutig verteilt

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Geballte Erfahrung: Der frühere Hachinger Stephan Thee ist 134 Mal in der 3. Liga aufgelaufen. 

Die Rollen im Duell am Samstag (14 Uhr) zwischen dem SV Pullach und dem FC Pipinsried sind eindeutig verteilt: Die Gäste sind Aufstiegsaspirant Nummer eins und seit einer Woche auch Tabellenführer

VON UMBERTO SAVIGNANO

Pullach – „Wir werden noch öfter in dieser Saison Außenseiter sein. Aber gegen Pipinsried sind wir definitiv krasser Außenseiter“, weiß Pullachs Spielertrainer Alexander Benede, der dieser Ausgangslage aber durchaus etwas Positives abzugewinnen weiß: „Das ist nicht das Schlechteste. Da hast Du nichts zu verlieren.“

Ohne großen Druck ins Spiel gehen zu können, mag für die auf Rang elf stehenden Raben derzeit tatsächlich eine angenehme Perspektive sein. Vor einer Woche traten sie eher als Favorit beim Neuling Türkspor Augsburg an - und verloren 1:7. Auf 24 Gegentreffer in acht Partien ist das SVP-Konto mittlerweile angewachsen, mit Abstand schlechtester Wert der Bayernliga Süd. Und nun geht es ausgerechnet gegen die beste Offensive der Liga um Top-Torjäger Pabo Pigl (acht Treffer), der die Erfahrung von 37 Drittligaspielen mitbringt, damit aber noch lange nicht an seine Defensivkollegen heranreicht: Der frühere Hachinger Stephan Thee ist 134 Mal in der 3. Liga aufgelaufen, Fabian Müller zwar „nur“ 48 Mal, dafür kann dieser 207 Zweitligapartien (für Erzgebirge Aue, den 1. FC Kaiserslautern und Dynamo Dresden) vorweisen. Für die geballte Qualität im Pipinsrieder Kader steht auch der Ex-Pullacher Daniel Leugner (siehe Interview unten).

Trotzdem hofft Benede auf einen couragierten Auftritt, getreu seines Mottos: „Fehler darf einer machen, so viel er will, wenn er mutig ist und Verantwortung übernimmt. Nicht aber aufgrund von Zaghaftigkeit und mangelnder Bereitschaft, diese Verantwortung zu übernehmen.“ Und das gelte gerade gegen Pipinsried, so der Spielertrainer: „Nur verstecken geht da nicht. Wir haben ein Heimspiel und wir sind noch nie ins Spiel gegangen, um keine sieben Tore zu kassieren. Letztlich wird den Ausschlag geben, wie sehr das Selbstvertrauen der Jungs angeknackst ist, unabhängig davon, wer David und wer Goliath ist.“ Spurlos sei das Ergebnis von Augsburg nicht an seinen Spielern vorüber gegangen, räumt er ein: „Wir mussten in dieser Woche, ehrlich gesagt, viel miteinander reden, denn das kann man nicht so einfach wegwischen.“ Doch Benede ist zuversichtlich dass die Aufarbeitung gefruchtet hat: „Die Trainingseinheiten waren gut.“

SV Pullach: Krasnic - Gaigl, Jobst, Penic, Saibou, Benede, Altug, Koudossou, El Sayed, Zander, Diep

Quelle: Merkur.de

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