1. tz
  2. Sport
  3. Amateure

Überraschung: SV Pullach hat Relegation sicher - diese Regel rettet die Raben vor dem Abstieg

Erstellt:

Von: Umberto Savignano

Kommentare

Darf auf jeden Fall in die Entscheidungsspiele: Pullachs Trainer Theo Liedl.
Darf auf jeden Fall in die Entscheidungsspiele: Pullachs Trainer Theo Liedl. © Robert Brouczek

Kurze Atempause für den SV Pullach in einer langen Reihe von Endspielen gegen den Abstieg.

Pullach – Die Heimpartie zum Abschluss der Punkterunde, am Samstag (14 Uhr) zuhause gegen den TSV Schwaben Augsburg, hat keinen wesentlichen Einfluss auf den Saisonausgang. Die Raben, die seit dem vergangenen Wochenende den direkten Klassenerhalt nicht mehr schaffen können, stehen in jedem Fall in der Relegation.

Selbst die Verantwortlichen zeigten sich davon überrascht. Eigentlich war man an der Gistlstraße davon ausgegangen, dass noch ein Punkt nötig sei, um den unmittelbaren Absturz in die Landesliga sicher abzuwenden. „Es war Zufall, dass ich davon erfahren habe. Ich habe den Spielleiter Andreas Mayländer eigentlich wegen etwas anderem angerufen“, erzählt SVP-Manager Robert Bäumel. Dabei kam das Gespräch aber auch auf die Abstiegsfrage, und Bäumel wurde von Mayländer über den entsprechenden Passus in der gültigen Spielordnung des BFV vom 12. Januar 2022 aufgeklärt. Dort heißt es in §23 Amtliche Tabelle: „1. Bei Punktgleichheit werden nachstehende Kriterien in der aufgeführten Reihenfolge zur Ermittlung der Platzierung herangezogen. 1.1 Die Mannschaft, die in der laufenden Saison zu einem Spiel nicht angetreten ist und eine entsprechende Sportgerichtswertung (0:2 verloren) erhalten hat, ist im direkten Vergleich mit den punktgleichen Mannschaften unterlegen.“ Das in Punkt 1.2 genannte Spielergebnis des direkten Vergleichs zählt also erst in zweiter Linie.

Den Pullachern hilft die Regelung insoweit, als sie drei Punkte vor dem Vorletzten TSV Wasserburg liegen, gegen den den sie aufgrund der direkten Duelle (2:2, 0:1) das Nachsehen hätten. Doch der TSV hatte eben im November sein Gastspiel in Hankofen abgesagt.

Von der Rettung sind die Raben zwar trotzdem noch weit entfernt, nämlich vier Relegationsspiele ab kommenden Mittwoch. Doch sie haben ein wenig Zeit gewonnen, ihre Wunden zu lecken. Trotzdem setzt Bäumel gegen Augsburg auf Sieg: „Es wäre für die Stimmung gut, und wir würden das Gefühl mitnehmen.“

Theo Liedl sieht das ganz genauso: „Wir wollen auf alle Fälle gewinnen. Es ist immer besser mit einem Sieg in die Relegation zu gehen, als das letzte Spiel verloren zu haben“, sagt der Sportliche Leiter und Interimscoach in Personalunion, der mit Mälek Amdouni, Luis Heinzlmeier und Mert Yildiz allein auf drei rotgesperrte Spieler verzichten muss, dazu kommen einige Langzeitverletzte. Gegenüber dem 2:4 in Regensburg vor einer Woche kehren mit Elias Eck, der wegen eines Termins im Rahmen des Studiums fehlte, und Semir Gracic, der wegen Krankheit passen musste, zwei Akteure zurück. In der Relegation könnte es personell schon wieder besser aussehen. „Fabian Czech und Darius Amados haben jetzt noch ein wenig Zeit, sich zu regenerieren“, hofft Liedl, dass er dann auf diese zwei jungen Stammkräfte bauen kann.

Unterdessen bastelt Liedl bereits am Kader für die nächste Saison: Mit Stürmer Maximilian Stapf vom TSV Grünwald wurde ein Ersatz für den zur SpVgg 1906 Haidhausen abwandernden Gilbert Diep verpflichtet.

SV Pullach: Krasnic - Horndasch, Gracic, Steinacher, Marseiler, Gaigl, Eck, Bauer, V. Traub, Zander, Diep

Auch interessant

Kommentare