Ringen - DM-Viertelfinale

Showdown in der Hallberghalle

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„Wir brauchen eine super Tagesform“ – Michael Prill (rotes Dress) hat gehörigen Respekt vor der Mainzer Staffel.

Kurz vor Weihnachten geht es bei den Ringern erst so richtig los: Der SV Siegfried Hallbergmoos empfängt am Samstag um 19.30 Uhr in der Hallberghalle im Viertelfinalhinkampf um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft den ASV Mainz 88.

Hallbergmoos – Bei diesem Highlight des Jahres treffen zwei Tabellenzweite aufeinander: Während der SV Siegfried in der Südost-Gruppe der Bundesliga Vizemeister hinter dem amtierenden Deutschen Titelträger SV Wacker Burghausen wurde, belegte Mainz in der Nordwest-Staffel hinter den Red Devils Heilbronn den zweiten Rang.

Eigentlich haben die Hallbergmooser Ringer, die in ihrer Gruppe mit dem SV Johannis Nürnberg einen Mitfavoriten in die Schranken gewiesen und sich doch etwas überraschend die Vizemeisterschaft gesichert haben, bereits jetzt mehr erreicht, als vor Saisonbeginn zu erhoffen war. Aber beim Essen kommt ja bekanntlich der Appetit – und nun will man beim SVS natürlich mehr. Allerdings ist der Gegner eine harte Nuss, und Siegfried-Vereinschef Michael Prill hat gehörigen Respekt vor der Mainzer Staffel: „Wir wollen den Heimkampf so knapp wie möglich gestalten, um dann vielleicht im Rückkampf, in dem uns die Mainzer besser liegen werden, alles klar machen zu können. Aber wir brauchen Glück und eine super Tagesform“, sagt Prill. Er schätzt die Chancen, ins Halbfinale einzuziehen, aber nur auf 30 Prozent.

Bedingt durch den erneuten Stilartwechsel – beginnend mit Freistil in der 57-Kilo-Kategorie – werden die Hallbergmooser gegen Mainz in etwa die Staffel ins Rennen schicken, die in der Vorrunde aufgelaufen ist. Nachdem in der Bundesliga pro Kampf lediglich vier ausländische Ringer in einer Staffel stehen dürfen, darf man gespannt sein, welches Quartett für die Hallbergmooser die Kastanien aus dem Feuer holen soll.

Manrikos Theodoridis trifft im Leichtgewicht (Freistil) aller Voraussicht nach auf eines der größten deutschen Nachwuchstalente, nämlich auf Niklas Dorn. Der Hallbergmooser wird gegen den amtierenden Deutschen Meister und EM-Fünften bei den U23-Jährigen sicherlich einen schweren Stand haben. Normalerweise muss Weltergewichtler Andreas Walter im freien Stil gegen den Deutschen Meister des Vorjahres, Tim Müller, ran – alles spricht für einen spannenden Fight. Allerdings haben die Gäste mit dem international erfahrenen Russen Timur Bizhoev, der sich die Bronzemedaille bei den U23-Weltmeisterschaften erkämpft hat, einen Weltklasse-Ringer in der Hinterhand.

Ein Schlüsselkampf deutet sich zudem im Halbschwergewicht (Freistil) zwischen Ahmet Bilici und dem Deutschen Titelträger von 2017, Gabriel Stark, an. Es kann natürlich auch sein, dass in dieser Kategorie Florian Lederer für die Hallbergmooser aufläuft. Im Schwergewicht lautet die Paarung im klassischen Stil voraussichtlich Vilius Laurinaitis gegen Etka Sever. Letzterer ist immerhin Deutscher Einzelmeister 2017, der Ausgang dieser Begegnung ist völlig offen. Aber auch hier wäre Lederer eine Option.

Fakt ist: Die Zuschauer dürfen sich auf viele mitreißende Kämpfe und Ringer der Extraklasse freuen. Eine wichtige Information für die Fans des SVS: Wegen behördlicher Brandschutzauflagen gibt es eine Zuschauerbeschränkung – nahezu 700 Leute dürfen in die Halle. Einlass ist bereits ab 17 Uhr. Die Eintrittspreise wurden wie folgt festgelegt: Tickets für den Innenbereich kosten 15 Euro, für die Tribüne zwölf Euro, und Kinder zahlen sechs Euro.

Anton Schweißgut

Quelle: Merkur.de

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