Noch kein Comeback von Solanke

SV Sulzemoos „wieder deutlich besser aufgestellt“ 

Bilal Solanke wird zum Rückrundenstart noch nicht zur Verfügung stehen. Der Stürmer soll behutsam aufgebaut werden. 
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Bilal Solanke wird zum Rückrundenstart noch nicht zur Verfügung stehen. Der Stürmer soll behutsam aufgebaut werden. 

Der SV Sulzemoos möchte im neuen Jahr die Abstiegskämpfe verlassen und den Klassenerhalt sichern. Hoffnung macht die bessere Personaldecke nach der Winterpause. 

Die Sommervorbereitung des SV Sulzemoos auf die Saison 2019/2020 in der Bezirksliga Nord verlief holpriger als erhofft, ein Abstiegsrelegationsplatz zur Winterpause war die Folge. Damit der Bezirksliga-Dino nach 17 Jahren nicht absteigt, bereitet er sich intensiv auf seine letzten 13 Saisonspiele vor.

Mit einem kaum veränderten Kader, dafür aber mit großem Engagement, denn los ging es weit vor dem offiziellen Vorbereitungsstart Anfang Februar. „Die Jungs haben sich über die gesamte Pause mit einem Winterwettkampf fitgehalten“, erzählt Markus Wagenpfeil, der Teammanager des SVS.

„Es ist kein Vergleich zur Sommervorbereitung“

Dabei bekommen die Spieler für ihre Joggingläufe bestimmte Vorgaben, die sie erfüllen müssen. „Durch den Wettkampfcharakter hauen sich die Jungs ordentlich rein. Jeder macht seine Einheiten und das ist für unseren Fitnesszustand im Winter natürlich sehr förderlich“, so Wagenpfeil.

Nicht nur deswegen sieht Wagenpfeil die Sulzemooser auf einem guten Weg. „Es ist kein Vergleich zur Sommervorbereitung. Wir sind wieder deutlich besser aufgestellt“, so der Teammanager. Und weiter: „Wir haben das Glück, dass auch einige Langzeitverletzte zurückgekommen sind. Das hilft uns sehr. Dadurch und durch unsere Neuzugänge ist die Beteiligung sehr hoch – wie es auch sein muss.“ Im Sommer 2019 hatte das noch anders ausgesehen.

Kökner und Musick greifen an

Die beiden Neuzugänge sind Yasin Kökner und Markus Musick. Während Musick aus beruflichen Gründen lange pausiert hat, er verteidigte letztmals in der Saison 2016/2017 für den FC Aich, sammelte Kökner bei Herakles München und dem SC Fürstenfeldbruck Bezirksliga-Erfahrung.

„Yasins Stärken liegen im eins gegen eins. Er ist offensiv auf dem Flügel flexibel einsetzbar und technisch sehr versiert“, sagt Wagenpfeil.

Kronschnabel „macht einen guten Eindruck“

Beim 2:2 im Vobrereitungsspiel gegen den SC Unterpfaffenhofen gehörte Kökner neben Simon Zacherl zu den Torschützen des SVS. Mit den Leistungen in den weiteren Tests, darunter das 3:1 gegen den SV Nord Lerchenau und das 4:0 gegen den MTV Berg, war Wagenpfeil ebenfalls zufrieden – auch wenn die Aussagekraft natürlich nicht besonders hoch ist: „Testspiele in der Vorbereitung sind schwierig zu bewerten. Viele Spieler werden auf verschiedenen Positionen eingesetzt“, so Wagenpfeil.

Zu den SVS-Kickern, die bisher am positivsten aufgefallen sind, gehört Alexander Kronschnabl. Der Mittelfeldspieler konnte in dieser Saison verletzungsbedingt noch nicht auflaufen. Das dürfte sich nach der Winterpause ändern. „Alex macht einen guten Eindruck“, sagt Wagenpfeil.

Bilal Solanke braucht noch Zeit

Noch nicht bereit für sein Comeback ist Bilal Solanke. Der beste Torjäger der Sulzemooser und einer der besten Stürmer der Bezirksliga Nord wird nach seinem Kreuzbandriss behutsam wieder aufgebaut. „Er muss sich komplett auskurieren. Bis er wieder auf dem Feld steht wird noch einige Zeit vergehen“, berichtet der SVS-Teammanager.

Ins Trainingslager in der Türkei reiste Solanke daher nicht mit. Dort arbeitete Trainer Peter Held mit seinen Spielern an Form und Teamgeist. „Es war super. Wir sind mit fast dem gesamten Kader in die Türkei gereist und hatten dort tolle Bedingungen“, sagt Wagenpfeil. Und weiter: „Besonders gefreut hat uns, dass auch viele Fans die Reise mit angetreten haben. Wir waren mit über 60 Personen vor Ort. Das hat das Team noch einmal richtig zusammengeschweißt.“

Ziel ist der direkte Klassenerhalt

Die einzige schlechte Nachricht ist der Abgang von Quirin Jürgens. Der Stürmer wechselte nach einem halben Jahr beim SVS zurück nach Neuhadern. „Quirin hat aufgrund seiner Schichtarbeit keine Zeit zu trainieren. In Neuhadern wird er voraussichtlich die dritte Mannschaft ohne Training unterstützen“, sagt Wagenpfeil.

Auch ohne Jürgens sieht der Teammanager die Mannschaft auf einem guten Weg, die Zwei-Punkte-Lücke zum elften Platz zu schließen und den direkten Klassenerhalt zu schaffen. „Die Eindrücke sind sehr positiv“, so Wagenpfeil zweieinhalb Wochen vor dem Punktspielstart am 14. März gegen den direkten Konkurrenten FC Schwabing (Platz zwölf). 

Quelle: Merkur.de

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