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So viel investierte Präsident Kivran bisher in Türkgücü-Ataspor

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Von: Markus Altmann

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Der SV Türkgücü-Ataspor setzt die Stadt München unter Druck und träumt weiter von Regionalliga-Spielen im Grünwalder Stadion. © Sven Leifer

Der SV Türkgücü-Ataspor möchte nach zwei Aufstiegen in Folge auch in dieser Saison hoch. Für den Traum von der Regionalliga hat Präsident Hasan Kivran bereits tief in die Tasche gegriffen.

Die Vorbereitungen für die höchste bayrische Spielklasse laufen bei Türkgücü-Ataspor auf Hochtouren. Nach dem Abgang von Teammanager Kadir Alkan verpflichtete der Bayernligist Robert Hettich. Der 43-Jährige fungierte bereits als Pressesprecher des damaligen Bundesligisten TSV 1860 München und tätigte verschiedene Aufgaben beim Regionalligisten SV Wacker Burghausen. Beim ambitionierten Bayernligisten ist Hettich für die Kaderplanung verantwortlich. 

Gegenüber dem Kicker sagt Hettich, dass es in der Winterpause „keine großen Veränderungen geben“ wird. Bis zum Beginn der Rückrunde läge der Fokus darauf, „viele Gespräche zu führen, auch um herauszufinden, bei wem der erhöhte Aufwand mit dem Beruf in Einklang zu bringen wäre.“ Damit rückt der Münchner Traditionsverein von seiner gewohnten Transferpolitik ab. Dort wurden im halbjährlichen Rhythmus neue Spieler verpflichtet, um die anvisierten Ziele des Klubs zu erreichen. Im vergangenen Sommer verpflichteten die Münchner insgesamt elf Spieler. Vor einem Jahr kamen im Winter sieben neue Kicker dazu. 

Laut dem Kicker investierte der Präsident des SV Türkgücü-Ataspor Hasan Kivran bislang einen hohen sechsstelligen Betrag in den Verein. Kivran ist Geschäftsführer einen Leasing Firma und unterstützt den SV seit drei Jahren. Der heutige Geschäftsmann spielte früher in der Jugend und der Herrenmannschaft des SV Türkgücü-Ataspor. Als Kivran mit seinem Engagement begann, kämpfte der SV ums Überleben und steckte mitten im Abstiegskampf der Bezirksliga. Seit er den Club führt, ging es stetig bergauf. 

Die ewige Stadionfrage

Der sportliche Aufschwung stellt den SV Türkgücü-Ataspor aber auch vor Problemen. Da in München außer dem FC Bayern, den Münchner Löwen und dem SV kein Verein höher als Bezirksliga spielt, fehlt es dem Münchner Traditionsverein an einer geeigneten Spielstätte. Deshalb muss der Bayernligist seine Heimspiele im Stadion des SV Heimstetten austragen. Früher spielten die „drittstärkste Kraft Münchens“ im Dantestadion. Dort tragen mittlerweile die Footballer der Munich Cowboys ihre Heimspiele aus, weshalb eine Rückkehr nicht möglich ist. 

Nun ist zu vernehmen, dass der SV Türkgücü-Ataspor auch in der Regionalliga im Heimstettener Sportpark spielen könnten. Die Verantwortlichen des aufstrebenden Traditionsvereins wünschen sich aber ihre Heimspiele innerhalb der Stadt auszutragen. Tükgücü-Ataspor will deshalb in das Grünwalder Stadion.

Gegenüber der Süddeutschen Zeitung äußerte sich zuletzt der ausscheidende Sportamtsleiter Günter Schwarz zu dieser Thematik: „Und jetzt will Türkgücü hinein, wenn sie in die Regionalliga aufsteigen. Da kommen wir an die Kapazitätsgrenzen.“ Diese These will Präsident Kivran nicht so stehen lassen, denn es gab Zeiten, in denen vier Mannschaften gleichzeitig im Grünwalder Stadion spielten. Im Kicker stellt Kivran die These auf, dass „die Stadt bei einem deutschen Verein anders reagieren würden.“

Sollte das Team auch im neuen Jahr von Sieg zu Sieg eilen und sich der Wunsch erfüllen, nicht mehr in Heimstetten auflaufen zu müssen, sind Lösungsansätze gefragt. Unterstützung erhielt der souveräne Tabellenführer der Bayernliga bereits von der CSU und dem BFV. Präsident Koch bezeichnete das Fehlen einer passenden Spielstätte zuletzt als „nicht gut“‘ und sieht die Stadt unter Zugzwang.

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