Richtungsweisendes Duell bei der DJK Waldram

Noch kein Frusttrinken - beim SV Uffing passt trotz Krise die Stimmung

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Hat sich etabliert: Uffings Philip Jarosch (r.) ist einer der Lichtblicke beim SVU – gegen Waldram fällt er aus.

In Uffing war vorige Woche Weinfest. Der Sportverein rückte mit 30 Fußballern an.

Uffing – Es kam im Dorf gut an, dass sich ein Verein mit so vielen Mitgliedern blicken lässt. Die kleine Feier half den Kickern auch, die Sorgen des Fußball-Alltags für einen Abend beiseite zu schieben. Trainer Thomas Neumeier betont aber: „Das war kein Frusttrinken“, das man nach null Punkten und 1:15 Toren bei drei Mannschaften an einem Wochenende vermuten könnte. Es ging um Kameradschaft. Trotz der angespannten Lage stellt der Coach klar: „Bei uns ist alles intakt, die Mannschaft zieht gut mit – nur das Selbstbewusstsein ist angeknackst.“

Diesen Samstag spielen die Uffinger in Waldram (15 Uhr). Es ist ein wichtiges Duell für beide Mannschaften. Sie stehen nebeneinander auf Platz zwölf (Waldram) und dreizehn. Verliert Uffing, muss sich das Team an den Platz auf den Abstiegsrängen bis März gewöhnen. „Wir wissen, was auf dem Spiel steht.“ Trotzdem fahren seine Fußballer „nicht wie geprügelte Knaben“ nach Wolfratshausen, sagt Neumeier. Man hat sie in den vergangenen Wochen ja nie symbolisch verprügelt. Eher, um im Bild zu bleiben, haben sie sich selbst malträtiert. Die ersten Vorboten erreichten Neumeier in der Vorbereitung, als selbst gegen klassenniedrigere Teams unbegreifliche Fehler passierten. Damals erklärten sich das alle mit der neuen Konstellation in der Abwehr und viel Nervosität. Drei Monate später hat sich das Problem als Krankheit manifestiert, für die es keine Medizin gibt. „Uns passieren immer noch leichte Fehler.“ Manche Spieler kämpfen nicht mit dem Gegner, sondern mit sich selbst. Das sind die „Nuancen, die für knappe Niederlagen“ sorgen. Sechs Mal hat der SVU mit einem Tor Differenz verloren. „Daran scheitert es, das ist der Hebel“, glaubt der Coach.

Er hat seine Gepeinigten in dieser Woche mit unkomplizierten und spaßigen Übungen unterhalten. Irgendeinen Weg muss es doch geben, ihnen den Mut der Vorsaison zurückzugeben. Der Coach sagt: „Wir gehen mit der gleichen Motivation wie immer in die Partie.“ Die Frage ist nur, wie groß der Motivationsspeicher noch ist?

Mit Philip Jarosch fällt vermutlich einer der wenigen Lichtblicke dieser Kreisliga-Spielzeit aus. Er spielt in der Innenverteidigung, was für zusätzliche Probleme sorgt. Alternativen gibt es wenige. „Philip ist mittlerweile eine feste Größe“, lobt Neumeier. Auch im Angriff möchte der Coach seine Aufstellung mischen. Inspiration hat er sich in der Abschlusseinheit am Freitag geholt. Das Ergebnis: offen. ANDREAS MAYR

Quelle: Merkur.de

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