Lachendes und weinendes Auge nach 2:2 gegen Lenggrieser SC

SV Uffing zeigt Top-Partie gegen Spitzenreiter - nur die Krönung fehlt

Ein Foul an Uffings Majid Al-Khafaji (l.) führt zum Strafstoß. Doch der Lenggrieser Torwart hält.
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Ein Foul an Uffings Majid Al-Khafaji (l.) führt zum Strafstoß. Doch der Lenggrieser Torwart hält.

Hätte man Thomas Neumeier dieses Ergebnis im Vorfeld angeboten – er hätte es wohl sofort genommen.

Uffing– Ein 2:2 gegen den Tabellenführer aus Lenggries muss man erst einmal schaffen. Nun haben ihm seine Uffinger genau dieses Unentschieden geliefert. Und ihr Trainer betrachtet er nach einer überaus ansehnlichen Kreisliga-Partie vor 175 Zuschauern mit einem lachenden und einem weinenden Auge. „Das lachende deswegen, weil wir auch heute wieder gezeigt haben, dass wir in dieser Liga zuhause sein können“, sagt der Coach. Das weinende, „weil wir eigentlich gewinnen müssen“, wenn er die zweite Halbzeit und die Chancen betrachtet, die sich der SV erarbeitet hat. „Ich glaube, der Tabellenführer fährt heute mit einem glücklichen Punktgewinn nach Hause.“

Seine Ansicht unterstützte der Lenggrieser Schlussmann Florian Schauer. Wenige Minuten vor dem Schlusspfiff raunte er seinem Kapitän Sebastian Biagini zu: „Wir schwimmen ohne Ende.“ Auf den Weg in die Kabine setze Schauer noch einen drauf. „Mehr Glück als Verstand, so dürfen wir nicht auftreten.“ Wenn einer dieser Ansicht sein durfte, dann sicherlich der Gästekeeper. Schließlich war er es, der seinem Team mit einem ganzen Strauß an Glanzparaden das Unentschieden rettete. Sogar einen Strafstoß von Christoph Seidl parierte er.

In der Anfangsphase übte Uffing gleich ordentlich Druck aus. Da war auch Schauer zunächst machtlos. Die Situation schien schon geklärt, doch die Gastgeber setzten energisch nach, und Martin Flöß versenkte das Leder im Netz. Im Anschluss zeigten die Lenggrieser, warum sie in der Tabelle ganz oben stehen. Mehr und mehr stand Uffings Torhüter Sebastian Obermüller im Blickpunkt und unter Druck. Gegen Maximilian Scheck und später gegen Luis Jendrzej hatte er keine Chance. Mit einem 2:1 für die Gäste. Ärgerlich, denn mit zwei dicken Chancen innerhalb einer Minute hätte Felix Hoffmann auch den SV Uffing wieder in Führung bringen können.

Halbzeit zwei begann ähnlich wie die erste: mit einem Treffer von Martin Flöß. Dieses Mal spielte ihn Seidl mustergültig an, Flöß drehte sich zum Tor – traf. Der eingewechselte Georg Kutter sorgte noch einmal für mehr Schwung, scheiterte aber zweimal an Schauer – er lief zur Hochform auf. Sein Meisterstück lieferte er sechs Minuten vor dem Ende mit dem gehaltenen Foulelfmeter, nachdem Majid Al-Khafaji im Strafraum zu Fall gebracht worden war. Flöß’ Nachschuss verfehlte das Ziel. „Trotzdem Hut ab vor meiner Mannschaft“, lobte Neumeier seine Spieler. „Engagement, Einsatz und Auftreten, es hat alles gepasst.“ Nur der Sieg als Krönung fehlte.  ak

Quelle: Merkur.de

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