Der SVA Palzing definiert sich wieder über den Zusammenhalt

SVA Palzing: Der Teamgeist spielt immer mit

Louis Goldbrunner vom SVA Palzing beim Torschuss.
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Ein weiteres Jahr Bezirksliga: Der SVA Palzing (Louis Goldbrunner beim Torschuss) bereitet sich ab kommender Woche wieder ganz offiziell auf die Saison vor.

Beim Bezirksligisten SVA Palzing bereitet man sich auf den offiziellen Trainingsstart vor. Der Teamgeist steht auch in der kommenden Saison im Vordergrund.

Palzing – Endlich wieder gemeinsam Fußball spielen, sich treffen und miteinander reden – seit zwei Wochen stehen die Bezirksliga-Kicker des SVA Palzing wieder auf dem Trainingsplatz. Mit allem, was dazu gehört. „Der soziale Aspekt ist sehr wichtig“, sagt Trainer Sepp Summerer. Und weiter: „Sich in die Augen zu schauen, ist etwas komplett anderes, als sich am Laptop gegenüber zu sitzen.“ Das betonte er auch während der coronabedingten Pause immer wieder. Es wirkt, als wäre dem 65-Jährigen das Zusammensein mit seinen Spielern wichtiger als die Tatsache, dass der Aufsteiger die Klasse gehalten hat.

Ganz so ist es nicht, der mannschaftliche Zusammenhalt spielt bei den Palzingern aber eine größere Rolle als bei einigen Konkurrenten aus der Bezirksliga Nord. Dieser Teamgeist gehört zu den Stärken und sicherte der Mannschaft in der vergangenen Saison Punkte. Summerer fördert dieses Gemeinschaftsgefühl. In den ersten Trainingseinheiten verzichtete er auf Anweisungen. „Natürlich ist der Ehrgeiz und die Euphorie groß, wir haben aber noch ohne Fokus trainiert. Wichtiger war aber, sich wieder zu sehen“, sagt Summerer. Ein bisschen Koordination gepaart mit Technikübungen und Torabschluss, dazu Abschlussspiele – mehr war bisher nicht.

Das ändert sich in der nächsten Woche. Dann ist der offizielle Vorbereitungsstart geplant. Der SVA-Coach muss dann behutsam vorgehen, denn die Körper seiner Spieler müssen sich wieder an die Belastungen gewöhnen. „Das hat man schon in den Abschlussspielen der bisherigen Trainingseinheiten gemerkt. Da haben die Jungs ihre Sehnen und Bänder gespürt“, berichtet Summerer. Nach dem Abgang von Markus Weinbacher, der als Stürmer und Co-Trainer fehlen wird, ist die Stelle des Assistenztrainers noch unbesetzt – zumindest offiziell. „Thomas Eckmüller hat Trainererfahrung und Marcel Radlmaier kann ebenfalls Verantwortung übernehmen. Wenn ich mal nicht da bin, leiten sie das Training“, sagt Summerer.

SVA Palzing: Jakob Rutt, Kim-Marco Peter und Ivan Rakonic verstärken Kader

Die Ampertaler werden mit drei neuen Spielern in die Saison gehen, wobei Jakob Rott nur ein halber Zugang ist. Der 20-Jährige stammt aus dem eigenen Nachwuchs und stand in der vergangenen Saison im Kader der zweiten Mannschaft. „Jakob spielt in der Offensive und ist unbekümmert. Der scheißt sich nichts“, sagt Summerer. Ebenfalls neu sind die beiden Stürmer Kim-Marco Peter (27) und Ivan Rakonic. Peter kommt vom TSV Allershausen mit der Empfehlung von 92 Toren in 107 Ligaspielen von der C-Klasse bis zur Kreisliga. „Kim weiß, wo das Tor steht. Er bringt alle Anlagen mit, die ein Stürmer braucht – egal, in welcher Liga er spielt“, sagt Summerer.

Rakonic kommt vom TSV Jetzendorf, für den er in der vergangenen Spielzeit in 14 Landesliga-Spielen einen Treffer erzielte. Seinen Feinschliff erhielt das Sturmtalent im Nachwuchs des SE Freising. „Ivan ist jung, bringt aber Erfahrung mit. Ich hatte ihn schon vor einem Jahr im Fokus, damals ist er aber nach Jetzendorf gewechselt. Schön, dass es jetzt geklappt hat“, sagt Summerer. Den Zugängen stehen die Abgänge von Weinbacher und Niklas Reuter gegenüber.

Während Weinbacher zunächst in Schweitenkirchen unterschrieben hatte, es sich dann aber anders überlegte, steht Reuters neuer Klub fest: Der Offensivspieler wechselt zu seinem Heimatverein SGE Eichenfeld-Freising. „Niklas war immer wieder mal nah dran an der ersten Elf, Verletzungen oder Urlauber haben ihn aber zurückgeworfen“, sagt Summerer. Drei Neue, zwei Abgänge – ein größerer Umbau der Mannschaft ist bei den Palzingern auch in diesem Sommer ausgeblieben. Für den Zusammenhalt im Team kann das nur gut sein.

(Moritz Stalter)

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