VfR vs. SVH: Abstiegsdrama getarnt als Derby

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Wie steht es in der zweiten Liga? Die Frage wird sich Garching-Trainer Daniel Weber am Sonntag häufiger stellen. Lackovic

VfR Garching/SV Heimstetten - In der Regionalliga Bayern ist die Situation in der Abstiegszone sehr verzwickt – wer drin bleibt, entscheidet sich durch die Zweitliga-Ergebnisse....

VfR Garching/SV Heimstetten - In der Regionalliga Bayern ist die Situation in der Abstiegszone sehr verzwickt – wer drin bleibt, entscheidet sich durch die Zweitliga-Ergebnisse.

Am Samstag (14 Uhr) steht am letzten Spieltag der Regionalliga Bayern in Garching das Lokalduell zwischen dem gastgebenden VfR und den Gästen vom SV Heimstetten auf dem Programm. Auf dem Spiel steht der vielleicht rettende Platz 15. „Es ist ein Endspiel, das als Derby getarnt daherkommt“, bringt es Garchings Trainer Daniel Weber auf den Punkt.

Heimstetten liegt einen Punkt voraus, so genügt Vitomir Moskovics Mannschaft bereits ein Unentschieden. „Wir werden aber auf Sieg spielen“, verspricht der 48-Jährige, „Angriff ist die beste Verteidigung“. Garching dagegen benötigt einen Sieg. Eine Feier aber wird es anschließend ohnehin, unabhängig vom Ausgang der Partie, nicht geben. Wird sich doch erst tags darauf erweisen, was dieser 15. Rang wert ist. Sollten der TSV 1860 oder die SpVgg Greuther Fürth am Sonntag aus der 2. Liga absteigen, müsste sich auch die jeweilige Reserve aus der Regionalliga verabschieden. Die anderen Vereine würden um jeweils eine Position nach oben rutschen, der 15. Platz wäre in diesem Fall gleichbedeutend mit dem direkten Klassenverbleib. Falls beide bayerischen Zweitligisten absteigen, wäre sowohl der 15. als auch der 16. der Regionalliga gerettet. Und wenn beide Zweitligisten die Klasse halten, müssten Heimstetten und Garching Relegationsspiele bestreiten.

Richtig kompliziert wird es, sollte einer der bayerischen Zweitligisten in die Relegation müssen. Dann würde die Relegation um den Klassenerhalt in der Regionalliga erst danach beginnen, nämlich am 3. Juni. Die Rückspiele wären für diesen Fall auf den 7. Juni terminiert, die zweite Runde, in der Heimstetten und Garching bei Erfolgen in der ersten Runde erneut aufeinanderträfen, auf den 10. und 13. Juni.

Vor diesem Szenario graut ihnen in Heimstetten ebenso wie in Garching. Moskovic hat den Beginn der Vorbereitung auf die neue Saison aktuell auf den 22. Juni festgelegt, was sich allerdings noch ändern könnte, falls man bis 13. Juni Relegation spielen müsste. In Garching hingegen beginnt die Vorbereitung auf die neue Runde bereits am 18. Juni. Dieser Termin werde auf jeden Fall beibehalten, betont Weber, einzig die Spieler, die in der Relegation angetreten sind, hätten noch eine Woche Sonderurlaub.

Das andere Extrem ist die Variante, dass am Sonntag alles geklärt ist, also weder die Löwen noch das Kleeblatt in die Relegation müssen. Dann stünde für Heimstetten und/oder Garching bereits am kommenden Dienstag die erste Relegationspartie auf dem Programm. Zwischen Sommerpause inklusive gelungenem Klassenerhalt, nur drei Tagen Pause vor der ersten Relegationspartie, anderthalb Wochen Warten und noch zweieinhalb Wochen Spielbetrieb ist also noch alles möglich für beide Klubs. Egal, wie das Lokalduell am Samstag endet. Problematisch ist diese unsichere Lage nicht nur für die Spieler, sondern auch für die Verantwortlichen. Die Personalplanungen laufen in beiden Lagern zwar ligaunabhängig, die Urlaubsplanung aber wird dadurch enorm erschwert. Laut Weber ist das Derby „ein Endspiel ohne Pokal, ausschlaggebend wird sein, wer seine Nerven besser im Griff hat“. Während er „keinen offenen Schlagabtausch“ erwartet, glaubt Moskovic, dass „das Spiel im Kopf entschieden wird“. Überraschungen werde es keine geben, beteuern beide, dafür kenne man sich zu gut. Auch über die Favoritenrolle herrscht Einigkeit. „Wir sind die stärkere, erfahrenere Mannschaft“, weiß der SVH-Coach, Zustimmung erfährt er von seinem Pendant: „Grundsätzlich ist Heimstetten der Favorit“, bekennt der 42-jährige Weber, „für uns spricht aber, dass wir ein Heimspiel haben“.

Dass man sich bereits wenige Tage später in der Relegation wieder begegnen könnte, spielt für beide indes keine Rolle, da „das dann eine völlig neue Konstellation ist“, wie Moskovic sagt. Wie auch immer das brisante Lokalduell enden mag, gefeiert werden kann bestenfalls erst am Sonntag. Oder man sieht sich in der Woche darauf wieder. Dann allerdings in tatsächlichen Endspielen um den Klassenerhalt.

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Quelle: fussball-vorort.de

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