SVH: Ärger trotz spätem Ausgleichstreffer

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Punktlandung: Sammy Ammari sichert dem SVH kurz vor Schluss einen Zähler.

SV Heimstetten - Trainer Vitomir Moskovic hat den ersten Punkt seit seiner Rückkehr zum SV Heimstetten geholt. Doch beim 2:2 gegen den FC Memmingen wäre für den Regionalligisten zweifelsfrei mehr drin gewesen.

Zum Jubeln ist Vitomir Moskovic gestern Abend nicht zumute gewesen. Sicher, der SV Heimstetten hat erstmals unter seiner Regie einen Zähler eingefahren – 2:2 hieß es am Ende gegen den FC Memmingen. Zudem ist die schwarze Serie von fünf Niederlagen in Folge endgültig Geschichte. Doch der Trainer wusste nur zu gut: „Wir haben den Sieg aus den Händen gegeben.“ Schließlich hatte seine Elf nach einer Stunde noch mit 1:0 geführt und war obendrein ein Mann mehr auf dem Platz. „Es ist traurig“, gestand Moskovic. „Zwei individuelle Fehler haben uns den Sieg gekostet.“

Wegen der Gelb-Sperre von Christoph Schmitt musste Moskovic erstmals in einem Ligaspiel seine Anfangself ändern. Für den Kapitän rutschte Neuzugang Simon Seferings ins Mittelfeld; dazu gab der Trainer Daniel Steimel den Vorzug vor Sebastiano Nappo.

So aufgestellt, ließ der SVH in der ersten halben Stunde nicht eine Offensivaktion des Gegners zu – kam aber selbst auch nicht einmal gefährlich vors Tor. Oder anders ausgedrückt: Am meisten Aufregung herrschte jenseits der Seitenauslinie, wo Moskovic seine Elf gestenreich animierte, kritisierte, motivierte. Allein, es half nichts: Die einzige Halbchance des ersten Durchgangs hatte Memmingen, als ein Eckball von Branko Nicolic auf die Latte klatschte. Indes: Geplant war dieser Kunstschuss eher nicht – und das war bezeichnend für 45 Minuten, die als blutdrucksenkendes Mittel jeden Arzneitest bestanden hätten.

Es dürfte in den Kabinen also lauter zugegangen sein – auf beiden Seiten. Mehr Wirkung zeigte die Dezibeldusche jedoch beim SVH: Kurz nach Wiederanpfiff reihte Heimstetten binnen der 52. Spielminute drei Chancen aneinander. Doch Daniel Steimels Schuss wurde geblockt, Sammy Ammaris Kopfball parierte der Torwart, und auch Danijel Majdancevic scheiterte aus aussichtsreicher Position.

Zehn Minuten später machte es der Heimstettner besser. 25 Meter vor dem Tor schüttelte Majdancevic seinen Gegner ab, nahm Maß und drosch die Kugel ins Netz. Ein feiner Gewaltschuss, zweifelsfrei – doch der Torwart des FCM gab dabei nicht die beste Figur ab. Und es kam noch schlimmer für Martin Gruber: Nach einem Schnitzer seiner Vorderleute rannte er Daniel Steimel über den Haufen, und sah dafür zu Recht die Rote Karte.

Nun sprach alles für Heimstetten – doch das Tor erzielten die Gäste: Michael Geldhauser nutzte einen Schnitzer von Sebastian Paul zum 1:1. Es folgten wütende Angriffe des SVH, Nils Ehret traf das Lattenkreuz (82.), und dann lag der Ball plötzlich wieder auf der anderen Seite im Netz. Bei einer Freistoßflanke war die Kugel über die komplette SVH-Hintermannschaft hinweggesegelt – zu Denis Hoffmann. Der versenkte mühelos zum 1:2; nun drohte Heimstetten die sechste Niederlage in Serie. Doch wieder war es Sammy Ammari, der die gut 400 Zuschauer im Sportpark versöhnte: Drei Minuten vor Schluss tankte sich der Stürmer im Strafraum durch und markierte mit seinem achten Saisontor den 2:2-Endstand.

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Quelle: fussball-vorort.de

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