Schmiit-Elf sitzt Pullach im Nacken

SVH-Aufstiegsträume: "Dann müssen wir uns Gedanken machen"

„Wir warten bis zur Winterpause. Wenn wir dann in Schlagdistanz sind, müssen wir uns Gedanken machen.“Michael Matejka zur Aufstiegsfrage. F: Michalek

 25 Minuten vor Schluss legt Christoph Schmitt seine Hände an den Mund, formt eine Muschel und schickt eine lautstarke Warnung übers Feld. „Weiter Gas geben!“, mahnt der Trainer seine Bayernliga-Kicker vom SV Heimstetten. „Das Ding ist noch nicht durch!“

Tatsächlich hat Schmitt völlig Recht: Würde nun, sagen wir mal, einer der Flutlichtmasten umknicken und auf den Rasen stürzen, könnte der Sieg des SVH gegen den TSV Kottern wirklich noch in Gefahr geraten. Ansonsten aber ist nach dem 3:0, das Lukas Riglewski soeben markiert hat, die Messe im Heimstettner Sportpark gelesen – des Trainers Warnung zum Trotz.

Das liegt allen voran am Defensivspiel der Platzherren, die über 87 Minuten nur eine einzige Torchance zulassen – bis ein Eckball der Allgäuer noch zum späten Ehrentor und 3:1-Endstand führt. „Es war die erwartet schwere Partie, aber wir haben es heute richtig gut gemacht“, lobt Schmitt nach dem sechsten Sieg in den vergangenen sieben Spielen. Da überdies alle Konkurrenten Federn lassen, schiebt sich der SVH auf Tabellenrang drei nach vorne – punktgleich mit Rain und nur drei Zähler hinter dem Primus aus Pullach. Inwieweit der Aufstieg nun ein Thema werde? „Wir warten bis zur Winterpause“, sagt Manager Michael Matejka. „Wenn wir dann in Schlagdistanz sind, müssen wir uns Gedanken machen.“

Wobei Heimstetten nicht nur in Schlagdistanz liegt, sondern womöglich ganz oben stehen könnte – sollte die Elf so weitermachen wie zurzeit. Auch gegen Kottern zeigt sich zuvorderst die Abwehr trotz der Ausfälle von Peter Beierkuhnlein, Samed Aladdinoglu und Paul Thomik von ihrer besten Seite – mal abgesehen von der 19. Minute. Da bricht Kotterns Roland Fichtl durch und steht plötzlich frei vor dem Gehäuse. Doch seinen Schuss pariert Keeper Maximilian Riedmüller glänzend mit der Fußspitze.

Eine nahezu identische Situation sehen die 120 Zuschauer fünf Minuten später auf der anderen Seite – jedoch mit anderem Ausgang. Nachdem Sebastiano Nappo und Daniel Wellman ihren Kollegen Lukas Riglewski herrlich freigespielt haben, netzt dieser eiskalt zum 1:0 ein. „Wir sind zurzeit vor dem Tor brutal effektiv“, wird sein Trainer später loben – ein Satz, der auch nach dem Wechsel seine Gültigkeit behält. Da sind es Nappo mit einem Volley-Drehschuss und erneut Riglewski, die auch die Chancen Nummer zwei und drei ihrer Elf zu weiteren Toren nutzen.

Erst danach schleicht sich trotz der mahnenden Trainer-Worte der Schlendrian beim SVH ein: Nappo, Orhan Akkurt, Kazuki Date, Riglewski – sie alle lassen binnen zehn furioser Minuten Chancen der Marke „Muss-Tor“ aus. Als alles nur mehr auf den Abpfiff wartet, köpft Kotterns Marcello Barbera eine Ecke zum 3:1 in die Maschen. Doch da sind einige Heimstettner in Gedanken wohl schon beim kommenden Dienstag. Dann geht es für den SVH mit einem Nachholspiel gegen Traunstein weiter. Bei einem Sieg könnte sich der Klub auf einen Aufstiegsplatz schieben.

Quelle: fussball-vorort.de

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