SVH-Coach Schromm, findet 0:2 „einfach nur bitter“

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Hatte sein Team auf die Gefahr nach Standardsituationen hingewiesen

Heimstetten – Das Rainer „Schema F“ war für den SV Heimstetten nicht zu unterbinden. Dementsprechend unterlag die Bayernliga-Elf von Trainer Claus Schromm und musste ohne Zählbares die Heimfahrt aus dem Schwabenländle antreten.

Statistik:

TSV Rain – SV Heimstetten 2:0 (1:0)

SVH: Lehner, Paul, Malenoff, Schmalhofer, Putzke (86. Kartal), C. Schmitt, Moll (75. Memisevic), Toy, Kubica, D. Schmitt, Oretan (60. Aydemir).

Tore: 1:0 Dmitrovic (46.), 2:0 Cam (93.).

Schiedsrichter: Bernd Brand (Schallfeld) -

Zuschauer: 250.

Schromm hatte sein Team instruiert, wie der TSV Rain in dieser Saison oft und gern zu seinen Toren kommt. Linksfuß Sebastian Fischer tritt Freistöße aus dem Halbfeld in den Strafraum, dort warten drei extrem „lange Kerls“ hungrig auf Kopfballchancen. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte passierte dann folgendes: Linksfuß Sebastian Fischer trat einen Freistoß aus dem Halbfeld in den Strafraum, dort verlängerte Aleksandar Dmitrovic per Kopf in die lange Ecke – Hunger gestillt, 1:0 für Rain. Trotz seiner Vorwarnungen war Schromm nicht sauer. Aus seiner Sicht war der Treffer unmöglich zu verhindern: „Das war der Spieler, der wegen seiner Größe nicht durch die Tür passt.“ War dieser Rückstand schon sehr schmerzhaft – Schromm attestierte seiner Mannschaft endlich wieder eine gute erste Halbzeit – so sollte es noch schlimmer kommen für den SVH. Unheimlich dominant, erspielte er sich in der zweiten Spielhälfte hochkarätige Chancen, nutzte sie aber nicht. Wer wann wieder einmal die Kiste nicht getroffen hat, wollte Schromm nicht aufzählen, als er nach dem Spiel im Mannschaftsbus saß. „Das schaffe ich nicht, die Heimfahrt dauert nur eineinhalb Stunden.“

Den Humor hat der Coach also nicht verloren, aber in ihm brodelte es dennoch gewaltig. Das hatte mit der letzten Szene des Spiels zu tun. Die reguläre Spielzeit der zweiten Schicht war ebenfalls längst abgelaufen, als Ibrahim Aydemir im Rainer Strafraum gelegt wurde. „Elfmeterreif“, wie Schromm sagte. Der Schiedsrichter ließ die Partie aber weiterlaufen und direkt im Gegenzug, selbst Heimstettens Keeper Patrick Lehner war aufgerückt, fiel das 2:0 für Rain. Am Ende des Konters konnte Ahmet Cam den Ball aus 18 Metern Entfernung ins leere Tor schieben.

„Hätten wir den Elfer bekommen und zum 1:1 getroffen, wären schon zwei Punkte verschenkt gewesen“, resümierte Schromm. „Dass wir aber auch noch mit leeren Händen nach Hause fahren müssen, ist einfach nur bitter.“ Ein schwacher Trost für ihn, dass die Tabellennachbarn ebenfalls patzten und der Anschluss ans Mittelfeld genauso wie an diesem Wochenende am nächsten Spieltag hergestellt werden kann.

von matthias vogel

Quelle: fussball-vorort.de

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