SVH-Fehler werden wieder hart bestraft

+
„Irgendwann muss doch der Knoten platzen“: Fußballlehrer Schromm (weiß) beobachtet das Geschehen.

Heimstetten - Lange Gesichter beim SV Heimstetten. Auch gegen den TSV Großbardorf war nichts zu holen. Den Gästen reichten drei Chancen und ein Foulelfmeter, um die Bayernligapartie mit 2:0 für sich zu entscheiden.

Claus Schromm war der Frust nach der erneuten Pleite anzumerken. Wieder hatte seine Mannschaft das Spiel gemacht, wieder hatte sie es versäumt, ihre Möglichkeiten zum Torerfolg zu nutzen und wieder waren ihre Fehler knallhart bestraft worden. Besonders deprimierend war für den Heimstettener Trainer die Art und Weise, in der die Großbardorfer zum Erfolg kamen.

Statistik

SV Heimstetten – TSV Großbardorf 0:2

SVH: Lehner, Putzke (55. Malenoff), Paul, Mayer, Toy, Moll, C. Schmitt, D. Schmitt (72. Memisevic), Ibrahim (55. Kubica), Ünver, Aydemir.

Tore: 0:1 Leicht (56.), 0:2 Mekic (FE, 74.).

Schiedsrichter: Christopher Schwarzmann (TSV Scheßlitz)

Zuschauer: 350.

„Da arbeiten genau zwei Spieler nach vorne, der Rest schweißt die Bälle nach vorne.“ Die beiden Großbardorfer Protagonisten, die Schromm meinte, waren Manuel Leicht und Torjäger Waios Dinudis. Leicht war es dann auch, der den einzigen gravierenden Fehler der Heimstettener Viererkette eiskalt ausnutzte. Ausgerechnet Rafael Mayer unterlief einen hohen Ball, Leicht stand urplötzlich alleine vor SVHKeeper Patrick Lehner und schob die Kugel souverän rechts unten in die Ecke (56.). Typisch für die Geschichten, die der Fußball schreibt: Manuel Leicht trug in der Saison 2005/2006 das Trikot des SVH.
Zwei Minuten zuvor hätte der Großbardorfer Stefan Piecha schon die Führung für die Gäste markieren können. Nach einem Patzer im defensiven Mittelfeld lief er alleine auf Lehner zu, der aber bravourös parierte. Bis dahin war Heimstetten überlegen. Kapitän Dominik Schmitt gab der jungen Elf bei seinem Comeback den er wünschten Halt, Memis Ünver, zum ersten Mal von Anfang an dabei, wirbelte die Großbardorfer gelegentlich durcheinander, Schromms Rechnung schien aufzugehen. Die ersten Vorstöße der Großbardorfer wurden geschickt unterbunden und nach den ersten 20 Minuten erhöhte Heimstetten kontinuierlich den Druck.

So berichtete FUSSBALL VORORT über das Spiel

Und dann kamen sie, die ausgelassenen Chancen: Quirin Moll bolzt den Ball nach tollem Zuspiel vonJunis Ibrahim in die Wolken (26.), ein grandioser Heber aus 30 Metern von Ünver streicht um Haaresbreite über die Latte (28.), Mayer er wischt das Spielgerät aus aussichtsreicher Position nicht richtig, sein Schüsschen ist kein Problem für TSV Keeper Klaus Freisinger (30.) und Dominik Putzke verzieht nach schicker Kombination nur knapp (32.). Direkt nach dem 0:1 verfehlte Moll dann erneut mit einem strammen Schuss von der Strafraumkante aus, sein Ziel (57.). Fortan mühte sich der SVH redlich, fand aber freilich kein Mittel gegen die sich einigelnden Gäste.

Dann kam der Knockout

Dann kam der Knockout. Pascal Stahl kreuzte im Strafraum mit dem Ball am Fuß den Weg von Steven Toy und stolperte über dessen Füße. Halb fiel er, halb sank er hin: Elfmeter für Großbardorf. Mirza Mekic verlud Lehner und markierte das 0:2 (74.). Der Heimstetten steht jetzt immer noch auf dem Relegationsplatz, das rettende Ufer ist bereits fünf Punkte weg. Was jetzt zu tun sei? Claus Schromm wusste nichts Neues. „Wir werden weitermachen wie bisher, irgendwann muss doch der Knoten platzen.“

von Matthias Vogel

Quelle: fussball-vorort.de

Auch interessant

Meistgelesen

Grüne Heide feiert 2:2 gegen SVH-Reserve wie einen Sieg
Grüne Heide feiert 2:2 gegen SVH-Reserve wie einen Sieg
Uffinger Herbstdepression: SVU verliert auch gegen Real Kreuth
Uffinger Herbstdepression: SVU verliert auch gegen Real Kreuth
SpVgg Kammerberg lässt zwei Punkte beim VfB Eichstätt II liegen
SpVgg Kammerberg lässt zwei Punkte beim VfB Eichstätt II liegen
Dorfener Pleite gegen das Schlusslicht
Dorfener Pleite gegen das Schlusslicht

Kommentare